Zusammenfassung
Ziel: Es wurde der Wert von Turbo-Spin-Echo (TSE)-Sequenzen im Vergleich zu konventionellen
Spin-Echo (SE)- und Inversion-Recovery (IR)-Sequenzen in der zerebralen MRT bei 70
Kindern bei 0,5 T und 1,5 T untersucht. Zusätzlich wurde überprüft, ob und in wievielen
Fällen bei Kindern eine protonengewichtete (PD) Sequenz diagnostisch notwendig ist.
Methode: Bei allen Kindern wurden prospektiv konventionelle T1 - und T2 -gewichtete SE und T1 -gewichtete TSE-Sequenzen angewandt. Eine IR-Sequenz wurde in 39 Fällen durchgeführt.
Die einzelnen Sequenzen wurden hinsichtlich der Bildqualität, der Artefaktanfälligkeit
und der Darstellung von normalen anatomischen Strukturen und von pathologischen Befunden
mit einem semiquantitativen Bewertungssystem beurteilt.
Ergebnisse: Bei allen Bewertungskriterien war die TSE-Sequenz der konventionellen T2 -gewichteten SE bei erheblicher Meßzeitverkürzung (35-53 %) sowohl bei 0,5 T als auch
bei 1,5T überlegen. Bei 8,6 % der Kinder war der pathologische Befund (Glianarben
n = 5, Tumor n = 1) in der PD-SE-Sequenz am besten zu sehen.
Schlußfolgerung: Obwohl die TSE-Sequenz in bezug auf die Bildqualität und bei der Darstellung von pathologischen
Befunden der T2 -SE-Sequenz überlegen ist, kann die konventionelle Doppelecho-SE-Sequenz (mit protonen-
und T2 -gewichtetem Bild bei Kindern nicht generell durch eine reine T2 -gewichtete TSE-Sequenz ersetzt werden.
Summary
Aim: The value of turbo-spin-echo (TSR) sequences was compared with conventional spin-echo
(SE) and inversion-recovery (IR) sequences for cerebral MRT in 70 children at 0.5
T and 1.5 T In addition we evaluated whether proton weighted sequences (PD) were diagnostically
important and in what proportion of cases.
Method: Conventional T1 and T2 weighted SE and T2 weighted TSE sequences were used in all children. An IR sequence was performed in
39 patients. The various sequences were analysed semiquantitatively with regard to
image quality, artifacts and the demonstration of normal and anatomical structures
and pathological findings.
Results: By any criteria, TSE sequences were superior to conventional T2 weighted SE sequences at 0.5 T and 1.5 T, requiring a shorter examination time (35-53
%). In 8.6 % the pathological finding was best seen on PD-SE sequences (5 glial scars,
1 tumor).
Conclusion: Although TSE sequences are better than T2 SE sequences with regard to image quality and the demonstration of abnormalities,
conventional double-echo SE sequences (with PD and T2 weighted images) cannot be entirely replaced by T2 weighted TSE sequences in children.
Schlüsselwörter
Zerebrale Magnetresonanztomographie - Kinder - Turbo-Spin-Echo-Sequenz
Key words
Cerebral magnetic resonance imaging - Children - Turbo-Spin-Echo sequence