Thorac cardiovasc Surg 1994; 42(4): 240-242
DOI: 10.1055/s-2007-1016496
Case Report

© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Partial Mitral Valve Replacement with a Mitral Homograft in Subacute Endocarditis

Mitralklappenteilersatz unter Verwendung von Homograftgewebe im Falle einer subaktuten EndokarditisK. Dossche, H. Vanermen, F. Wellens
  • Department of Thoracic and Cardiovascular Surgery, O. L. V. Hospital, Aalst, Belgium
Further Information

Publication History

1993

Publication Date:
19 March 2008 (online)

Summary

In a case of subacute endocarditis, the diseased parts of the mitral valve were replaced by the corresponding parts of a mitral valve homograft.

This technique was studied experimentally in animals in the sixties and seventies, but was never performed clinically on a large scale in humans.

By preserving a functional papillary muscle and chordae tendinae complex, ventricular function is more efficient than in the case of replacement of the valve by a prosthesis. The absence of any prosthetic material in an infected area also decreases the possibility of reinfection.

In performing this type of operation, surgical pit falls such as fistulas at the region of the annulus, dehiscence of papillary muscle, or rupture of the chordae tendinae have to be avoided.

Surgeons have to be supplied with high-quality homograft valves of different sizes to obtain optimal hemodynamic results.

Zusammenfassung

Im vorliegenden Fall wird über einen 42jährigen Patienten berichtet, der aufgrund einer terminalen diabetischen Niereninsuffizienz dialysepflichtig war. Ausgelöst durch eine Staph. aureus infizierte AV-Fistel entwickelte er eine subakute Endokarditis, die zu einer Mitralklappeninsuffizienz Grad IV führte. Bei echokardiographisch nachgewiesenen Vegetationen auf dem hinteren Segel mit Perforation und nach Versagen der konservativen Therapie wurde der Patient schließlich operiert. Über einen transseptalen Zugang wurde ein stark destruiertes hinteres Mitralsegel dargestellt, daß zu 2/3 unter Mitnahme des oberen Papillarmuskelanteils reseziert werden mußte. Von einem Mitral-Homograft wurden dann 2/3 des hinteren Segels mit Sehnenfäden und dem oberen Anteil des korrespondierenden Papillarmuskels präpariert und anschließend durch Naht der beiden Papillarmuskelstümpfe und des Segels in den Klappenrest des Patienten eingebracht, der Klappenring wurde mittels Einzelnahttechnik rekonstruiert. 6 Monate nach dem Eingriff zeigte sich echokardiographisch noch eine Mitralinsuffizienz Grad II, ohne hämodynamische Auswirkungen, eine Entzündung war nicht mehr nachweisbar.

Unserer Meinung nach ist durch den Erhaltung des subvalvulären Apparates eine bessere Ventrikelfunktion zu erzielen, als dies bei einem Klappenersatz durch eine Prothese der Fall ist. Zusätzlich wird durch das Fehlen von prothetischem Material im Fall einer bakteriellen Besiedlung die Wahrscheinlichkeit einer Reinfektion der Klappe vermindert.