Inf Orthod Kieferorthop 2007; 39(1): 48-52
DOI: 10.1055/s-2007-960556
Originalarbeit

© Georg Thieme Verlag

Praktischer Nutzen und klinische Relevanz des Binding-Effektes

Practical Use and Clinical Relevance of BindingK. Schwarz1 , A. G. Crismani1 , N. Strobl1 , H.-P. Bantleon1
  • 1Abteilung für Kieferorthopädie, Bernhard Gottlieb Universitätszahnklinik Wien, Österreich
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Publication Date:
13 March 2007 (online)

Zusammenfassung

Eine Komponente der einer Zahnbewegung entgegenwirkenden Kraft stellt das so genannte Binding dar. Dabei handelt es sich um eine durch zunehmende Angulation des Zahnes hervorgerufene elastische Deformation des Drahtes. Die freie Gleitbewegung des Bogens durch den Bracketslot wird dadurch erschwert. Im Falle einer vorliegenden Drei-Bracket-Beziehung zeichnet sich dieser Klemmeffekt durch die dabei generierten horizontalen und somit lückenöffnenden Kraftkomponenten aus. Klinisch bedeutet dies für den Kieferorthopäden die Vermeidung von zusätzlichen lückenöffnenden Hilfselementen wie Druckfedern oder elastischen Ketten.

Abstract

During the alignment phase binding of the archwire is counteracting tooth movement. The higher the angle between bracketslot and wire the greater the elastic deformation hindering sliding of the tooth. For a buccaly blocked out canine the model of a three-bracket-relationship shows horizontally active forces opening up the space for the canine without the use of additional elements like open coil springs or elastic chains.