Kardiologie up2date 2007; 3(4): 341-356
DOI: 10.1055/s-2007-967049
Risikofaktoren

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Niereninsuffizienz und kardiovaskuläres Risiko

Teut  Risler, Ferruh  Artunc, Björn  Friedrich, Chalid  Georges, Nils  Heyne
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Publication Date:
14 January 2008 (online)

Kernaussagen

Die niereninsuffizienten Patienten (CKD2 - 4) haben ein sehr hohes absolutes Risiko, kardial zu versterben:

  • Das kardiovaskuläre Risiko steigt mit zunehmender Niereninsuffizienz.

  • Konventionelle Risikofaktoren und für die Niereninsuffizienz spezifische Risikofaktoren steigen an.

  • Arteriosklerose nimmt überproportional zu.

  • Todesursachen sind vornehmlich Herzinfarkt und Schlaganfall.

  • Die hohe Mortalität in CKD2 - 3 verhindert eine größere Zahl Patienten in CKD4 - 5.

Dialysepatienten haben ein sehr hohes absolutes Risiko, kardial zu versterben:

  • Das akute Koronarsyndrom ist eher selten.

  • Die Komplikationen der urämischen Kardiomyopathie überwiegen.

  • Die Koronararterien zeigen eine Mediaverkalkung.

  • Die Hypercholesterinämie hat epidemiologisch geringere Bedeutung.

  • Patienten sterben überwiegend an den Folgen der Kardiomyopathie. Das könnte die unzureichende Wirkung der Statine erklären (4-D).

Literatur

Prof. Dr. med. Teut Risler

Medizinische Universitätsklinik, Abteilung IV

Sektion für Nephrologie und Hochdruckkrankheiten

Otfried-Müller-Str. 10

72076 Tübingen

Email: teut.risler@uni-tuebingen.de