OP-JOURNAL 2001; 17(3): 216-220
DOI: 10.1055/s-2007-977556
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Befunderhebung nach Handverletzungen - Klinische Untersuchung und radiologische Diagnostik

Michael Wittemann, Berthold Bickert, Günter Germann
Further Information

Publication History

Publication Date:
12 April 2007 (online)

Zusammenfassung

Die Anamnese einer Handverletzung lässt wenig Rückschlüsse auf die Verletzungsschwere zu, ist dennoch hinsichtlich der Latenz zwischen Unfallzeitpunkt und Versorgung wichtig. Tetanusimpfschutz und Tollwutrisiko müssen abgeklärt werden. Die klinische Untersuchung muss einem festen Schema folgen, das die gesamte obere Extremität beinhaltet. Weichteilschäden, Schmerzpunkte, aktive und passive Beweglichkeit, Instabilitäten sowie Störungen von Durchblutung und Sensibilität sind zu beachten. Eine Nativröntgendiagnostik ist obligat. Die verletzte Struktur muss exakt in zwei Ebenen dargestellt werden. Bei carpalen Frakturen ist in Einzelfällen die Verletzung nicht auf dem Bild am Unfalltag zu erkennen. Die Computertomographie stellt eine wertvolle Ergänzung des Nativröntgens - insbesondere bei Frakturen im Handgelenksbereich - dar. Sonographie, Röntgendurchleuchtung und Kernspintomographie haben in der Diagnostik nur begrenzte Anwendungsgebiete, können jedoch in Einzelfällen eine wertvolle Hilfe darstellen. Die exakte Dokumentation von Anamnese, Befund und Behandlung ist unerlässlich. Eine Fotodokumentation von Handverletzungen ist in jedem Fall wünschenswert.

    >