Inf Orthod Kieferorthop 2007; 39(3): VII
DOI: 10.1055/s-2007-981335
Editorial

© Georg Thieme Verlag

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I. L. Nielsen1
  • 1Division of Orthodontics, University of California
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Publication Date:
02 October 2007 (online)

Das vorliegende Heft der IOK präsentiert eine Reihe von Beiträgen, die an der University of California, San Francisco, entstanden sind. Diese Beiträge repräsentieren die aktuellen Schwerpunkte der Forschung auf dem Gebiet der praktischen Kieferorthopädie, der chirurgischen Korrektur von Fehlbildungen des Gesichts und der neueren Entwicklungen im Bereich der bildgebenden Verfahren. Eines dieser neuen Verfahren, die dreidimensionale Cone Beam Computertomografie (CBCT) hat sich als bedeutendes Instrument sowohl für die zahnärztliche als auch für die kieferorthopädische Diagnostik erwiesen. Zudem besitzt die CBCT ein hohes Potenzial für den Einsatz in der Forschung. Einer der Beiträge behandelt die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der CBCT bei der klinischen Diagnostik in Bereichen, in denen die klassischen bildgebenden Verfahren an ihre Grenzen stoßen. Dies betrifft etwa kieferorthopädisch-chirurgische Eingriffe, Erkrankungen der Kiefergelenke, die genaue Lokalisierung von verlagerten Eckzähnen und das Positionieren von zahnärztlichen Implantaten. Ein weiterer Beitrag in diesem Heft behandelt die Zuverlässigkeit dreidimensionaler bildgebender Verfahren bei der konventionellen kieferorthopädischen Diagnostik. Dabei geht es um die Umwandlung von dreidimensionalen Bildern in konventionelle zweidimensionale Fernröntgenaufnahmen unter bestmöglicher Nutzung des angefertigten CT-Scans. Ein Gebiet, das eher selten in der Literatur behandelt wird, ist der Einsatz von Implantaten bei noch im Wachstum befindlichen Kindern mit seltenen pathologischen Veränderungen. In diesem Heft werden einige Fälle vorgestellt, bei denen dieses Verfahren erfolgreich angewandt wurde, und es werden die Bedingungen diskutiert, unter denen Implantate bei noch im Wachstum befindlichen Patienten eingesetzt werden können. Die kieferorthopädisch-chirurgische Korrektur von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und von kraniofazialen Fehlbildungen sind Themen eines weiteren Beitrages, in dem Richtlinien zur Bestimmung des richtigen Operationszeitpunktes und zur Auswahl geeigneter chirurgischer Verfahren aufgeführt werden. Ebenfalls behandelt werden chirurgische Korrekturen in der Transversalen und die damit verbundenen Probleme. Ein weiterer Beitrag beschäftigt sich mit klinischen Aspekten des Zeitmanagements und geht auf die praktischen Vorteile einer Aufteilung der kieferorthopädischen Behandlung in einzelne Phasen ein. Außerdem wird ein Verfahren zur Einstellung verlagerter Eckzähne angesprochen, verbunden mit neuen Ideen zur Steigerung der Effektivität bei der Behandlung.

Das vorliegende Heft stellt den Versuch dar, die breite Palette unserer an der Praxis orientierten Forschungstätigkeit an der University of California vorzustellen. Das Ziel unserer Arbeit ist und bleibt, unseren Patienten die bestmögliche Behandlung mit den am besten geeigneten Verfahren zur Verfügung zu stellen.

Ib Leth Nielsen
Clinical Professor UCSF (Emeritus)