Z Orthop Unfall 2007; 145(6): 801-812
DOI: 10.1055/s-2007-989283
Refresher Orthopädie und Unfallchirurgie

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Das Sinus-tarsi-Syndrom

A. Mauerer1 , R. Forst1
  • 1Orthopädische Universitätsklinik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen
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Publication Date:
10 December 2007 (online)

Einleitung

Erstmals als eigene

Zur Präzision der Diagnose gibt es keine klaren Richtlinien bezüglich spezifischer pathognomonischer Vorgeschichten, klinischer Untersuchung oder bildgebender Verfahren.

Krankheitsentität beschrieben wurde das Sinus-tarsi-Syndrom 1958 von O'Connor [[23]]. Trotz zahlreicher ähnlicher Beschreibungen in der Literatur gibt es bis zum heutigen Tag keine klaren Richtlinien bezüglich spezifischer pathognomonischer Vorgeschichten, klinischer Untersuchung oder bildgebender Verfahren, welche die Diagnose präzisieren oder erleichtern. Eine definitive Klärung der Ätiologie des Sinus-tarsi-Syndroms steht ebenfalls noch aus [[28]]. Auch einheitliche Therapieempfehlungen sucht man vergebens.

Die Diagnosestellung

Die Diagnosestellung erfolgt zumeist durch Anamneseerhebung und klinische Untersuchung.

erfolgt zumeist durch Anamneseerhebung und klinische Untersuchung [[9]]. Meist handelt es sich um Schmerzen im lateralen Fußbereich, welche durch Palpation des lateralen Sinus tarsi auslösbar und reproduzierbar sind. Oft wird von Betroffenen ein Instabilitätsgefühl des Rückfußes angegeben sowie eine Unsicherheit beim Gehen, vor allem auf unebenem Untergrund. Bei ca. 70 % der Fälle ist ein Trauma, oft als Inversionstrauma des Sprunggelenkes in der Vorgeschichte zu finden [[3], [14]].

Charakteristische Symptome sind: Schmerzen im lateralen Fußbereich nach Palpation des lateralen Sinus tarsi, Instabilitätsgefühl des Rückfußes oder Unsicherheit beim Gehen auf unebenem Boden.

Als weitere vorausgehende und mit dem Sinus-tarsi-Syndrom in Verbindung gebrachte Erkrankungen gelten:

Fußdeformitäten wie Pes planus oder Pes cavus [2], rheumatoide Arthritis, Arthrose, Kalkaneusfrakturen, Subluxationen des Os cuboideum und Implantate nach Arthrodesen im Subtalargelenk [8].

Die Injektion von Lokalanästhetika lindert zumeist die Symptomatik und ist für die Diagnosestellung von Bedeutung [[2]].

Literatur

Prof. Dr. med. Raimund Forst

Orthopädische Universitätsklinik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Rathsberger Straße 57

91054 Erlangen

Email: raimund.forst@ortho.med.uni-erlangen.de