Sportverletz Sportschaden 1997; 11(2): 58-62
DOI: 10.1055/s-2007-993367
ORIGINALARBEIT

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Verletzungen im Handballsport. Eine vergleichende, retrospektive Studie zwischen Regional- und Oberligamannschaften

Injuries in Team Handball. A comparative, retrospective study of 16 teams of two different amateur levelsR. Seil, S. Rupp, S. Tempelhof, D. Kohn
  • Orthopädische Universitäts- und Poliklinik Homburg/Saar (Direktor: Prof. Dr. med. D. Kohn)
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
12. Januar 2008 (online)

Zusammenfassung:

Zur Erfassung des Verletzungsmusters im Hallenhandball wurden 186 Spieler aus 16 Männermannschaften der Regional- und Oberliga am Ende einer Saison retrospektiv befragt. Es fand sich ein deutlicher Unterschied zwischen Trainings- und Spielverletzungen mit einer Häufigkeit von 0,8 Verletzungen je 1000 Trainingsstunden und 13,5 Verletzungen je 1000 Spielstunden. Die Mehrzahl der Verletzungen entfiel auf die untere Extremität. Häufigste Verletzung war hier die Läsion des Kapselbandapparates am oberen Sprunggelenk. ⅔ der Spielverletzungen ereigneten sich bei Angriffsaktionen, davon wiederum ⅓ bei Tempogegenstößen. Verletzungen bei Tempogegenstößen waren insgesamt schwerwiegender. Eine Verschärfung des Regelwerkes könnte unter verletzungsprophylaktischen Gesichtspunkten sinnvoll sein. Spielpositionsbezogene Verletzungen waren die sogenannten Torwartellenbogen und Werferschultern. Prophylaktische Ausrüstungsgegenstände wurden von nahezu ⅔ der Spieler getragen.

Abstract

To evaluate the injuries in Team Handball 186 male players out of 16 teams were questioned retrospectively at the end of a season. An important difference between practice and competition injuries could be found with an injury rate of 0.8 injuries per 1000 training hours and 13.5 injuries per 1000 playing hours. Injuries were predominant at the lower extremities with ankle injuries being the most frequent injury type. ⅔ of the playing injuries occurred in offense. ⅓ of these offense injuries could be attributed to a counter-attack. These injuries were generally more severe which lead us to a proposition of changing the rules of the game in foul plays in this situation. Elbow injuries in goalkeepers and shoulder injuries in throwers were specific for these types of players. Prophylactic braces were used by nearly ⅔ of the players.

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