Gastroenterologie up2date 2007; 3(4): 341-358
DOI: 10.1055/s-2007-995444
Darm/Anorektum

© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Intestinale Parasitosen und Wurmerkrankungen

Christoph  Beglinger
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Publication Date:
14 January 2008 (online)

Kernaussagen

  • Viele durch Parasiten verursachte Infektionen werden verzögert erkannt und diagnostiziert, weil nicht daran gedacht wird.

  • Die Übertragung erfolgt in der Regel durch kontaminierte Nahrungsmittel oder verseuchtes Wasser, seltener von Mensch zu Mensch. Speziell immunsupprimierte Personen sind vermehrt betroffen.

  • Die Amöbeninfektion kann mit zwei Formen erfolgen: der pathogenen Form E. histolytica und der nichtpathogenen Form E. dispar. Mikroskopisch können die beiden Formen nicht unterschieden werden, nur durch spezifische ELISA-Methoden.

  • Kokzidien (Cryptosporidium parvum, Isospora belli, Mikrosporidien) sind Protozoen, welche sowohl beim Tier als auch beim Menschen verschiedene Krankheiten erzeugen können.

  • Die Menge Blastocystis hominis im Stuhl sollte vom Labor vermerkt werden, da die Menge des Erregers mit der klinischen Symptomatik korreliert.

  • Nematoden, welche eine Lungenpassage durchmachen sind: Ascaris lumbricoides, Ancylostoma duodenale, Strongyloides stercoralis; keine Lungenpassage benötigen Enterobius vermicularis, Trichuris trichiura und Trichinella spiralis.

  • Labordiagnostik ist notwendig zum Erregernachweis (in der Regel im Stuhl).

  • Die Therapie ist abhängig vom Erreger.

Literatur

Prof. Dr. Christoph Beglinger

Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie

Universitätsspital Basel

Petersgraben 4

CH-4031 Basel

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