Nuklearmediziner 2008; 31(1): 65-68
DOI: 10.1055/s-2008-1004626
PET und Strahlentherapie

© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

FDG-PET und FDG-PET / CT: Möglicher Stellenwert im Rahmen der Strahlentherapie des Rektumkarzinoms

FDG PET and FDG PET / CT: Its Possible Role in Irradiation Treatment of Colorectal CancerR. M. Hermann1 , 5 , T. Liersch2 , 5 , C. O. Sahlmann3 , B. Meller3 , 5 , J. Meller4 , 5
  • 1Abteilung Strahlentherapie, Bereich Nuklearmedizin, Molekulare Bildgebung und Therapie, Universität zu Lübeck
  • 2Abteilung Allgemein und Viszeralchirurgie, Bereich Nuklearmedizin, Molekulare Bildgebung und Therapie, Universität zu Lübeck
  • 3Bereich Nuklearmedizin, Molekulare Bildgebung und Therapie, Universität zu Lübeck
  • 4Abteilung Nuklearmedizin, Georg-August-Universität Göttingen
  • 5KFO 179 der DFG, Georg-August-Universität Göttingen
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Publication Date:
28 February 2008 (online)

Zusammenfassung

In dieser Arbeit wird der Stellenwert der FDG-PET und der FDG-PET / CT im Rahmen der Strahlentherapie von Rekumkarzinomen untersucht. Da diese Tumoren bis auf Frühstadien grundsätzlich multimodal behandelt werden, müssen unterschiedliche Aspekte (Staging, Bestrahlungsplanung und Prognoseabschätzung bzw. Patientenstratifizierung) getrennt beurteilt werden. Der Stellenwert der FDG-PET und FDG-PET / CT im primären Tumorstaging ist bislang noch unzureichend definiert. In der Rezidivsituation ist die FDG-PET wegen der Möglichkeit zur Differenzierung zwischen Narbe und Rezidiv der konventionellen Schnittbilddiagnostik überlegen. Im Rahmen der Bestrahlungsplanung kann das FDG-PET / CT wesentlich zur Identifizierung der Tumorausdehnung im Planungs-CT beitragen und bei entsprechender Tumorlokalisation eine Schonung des Analsphinkters ermöglichen. Dennoch ist der generelle Einsatz zur Therapieplanung fraglich, da das Zielvolumens neben dem manifesten Tumor auch Regionen mit Befallsrisiko (Mesorektum und Lymphabfluss) beinhaltet. Erste kleinere Studien zeigen eine gute Korrelation zwischen metabolischem Ansprechen auf die Induktionstherapie und dem onkologischen Ergebnis. Besonders relevant wäre eine frühzeitige Vorhersage über den zu erwartenden Therapieerfolg unter laufender Radiochemotherapie, um die Patienten entsprechend stratifizieren zu können.

Abstract

This paper aims to analyze the role of FDG-PET and FDG-PET / CT in the course of multimodal therapy of rectal cancer (tumor staging, radiotherapy planning and prognosis). The role of FDG-PET or FDG-PET / CT in the staging of rectal cancer has not fully elucidated yet. However, as FDG-PET can distinguish between scars and tumor tissue it is superior to CT or MRI in detecting local recurrence. For radiotherapy planning FDG-PET / CT can localize the tumor extension thus offering important additional information. This may result in sparing of the rectal sphincter. Still, the primary target volume encloses mesorectal tissues and other local lymphatics, thus the value of additional PET / CT information remains limited. First studies revealed a correlation between metabolic response to radiochemotherapy and oncological results. An early prediction of therapeutic response during the course of neoadjuvant radiochemotherapy would be extremely helpful to stratify the patients.