Z Gastroenterol 2008; 46(10): 1185-1187
DOI: 10.1055/s-2008-1027542
Originalarbeit

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Wiederverwendbare versus Einweg-Biopsiezangen in der Endoskopie: ein ökonomischer Vergleich

Reusable versus Disposable Biopsy Forceps: an Economic ComparisonE. Jörgensen1 , C. Busch1 , R. Ujlaky2
  • 1Gastroenterologisch-hepatologische Facharztpraxis, Remscheid
  • 2Boston Scientific Medizintechnik GmbH, Ratingen
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Publication History

Manuskript eingetroffen: 21.2.2008

Manuskript akzeptiert: 28.4.2008

Publication Date:
20 October 2008 (online)

Zusammenfassung

Bei der Verwendung von Mehrwegzangen in der Endoskopie besteht neben der Gefahr der Infektion von Patienten mit z. B. Trichosporon oder Hepatitis C durch kontaminierte Zangen auch die Gefahr von Fehldiagnosen durch Verschleppung von Fremdgewebe anderer Patienten. Durch Verwendung von Einmalmaterial können diese Gefahren verhindert werden. Die Nutzung von Einwegprodukten führt zur Frage nach den damit verbundenen Kosten. Wir haben auf Grundlage der Empfehlung des Robert Koch-Instituts zur Aufbereitung von Medizinprodukten eine Kostenanalyse bei Mehrwegzangen durchgeführt pro Verwendung. Durch Gegenüberstellung dieser Kosten kann ein direkter ökonomischer Vergleich zu Einwegmaterial angestellt werden.

Abstract

In addition to the risk of patient infections during endoscopy, such as trichosporon and hepatitis C, the use of reusable forceps also carries the risk of misdiagnosis caused by residues of contaminated tissue from previous patients. Disposable forceps can eliminate these risks. However, the use of disposable materials raises the question of the associated costs. Following the recommendations of the Robert Koch Institute concerning the reuse of medical instruments, this paper presents an analysis of the costs associated with reusable forceps during endoscopic procedures. This analysis allows for a direct comparison between disposable and reusable tools.

Literatur

1 Insgesamt wurden 2 600 endoskopisch tätige Krankenhäuser und Arztpraxen befragt. Die Rücklaufquote lag allerdings nur bei 34 %.

2 Dies wird bei den Ergebnissen des ökonomischen Vergleichs berücksichtigt. Vgl. Abb. 2.

3 Sowohl der wiederverwendbaren als auch der Einweg-Biopsiezangen.

4 Unberücksichtigt bleibt an dieser Stelle die Wiederaufbereitung von Einweg-Produkten.

5 Das ökonomische Modell ist bei den Autoren erhältlich.

6 Unterstellt sind mittlere Kostendaten. Das Kostenmodell ist Excel-basierend und kann samt Nachweis der mittleren Kosten bei den Autoren angefragt werden.

Dr. Eric Jörgensen

Gastroenterologisch-hepatologische Facharztpraxis

Rosenhügelerstr. 2

42859 Remscheid

Email: info@gastroenterologie-remscheid.de