Fortschr Röntgenstr 2008; 180(10): 926-928
DOI: 10.1055/s-2008-1027650
Der interessante Fall

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Transarterieller Verschluss eines Typ-I-Endoleaks im Aortenbogen durch Coilembolisation und Thrombininjektion nach endovaskulärer Therapie einer retrograden Stanford-A-Dissektion

C. Bangard, M. Gawenda, K. Lackner
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eingereicht: 24.2.2008

angenommen: 24.6.2008

Publication Date:
10 September 2008 (eFirst)

Einleitung

Die endovaskuläre Behandlung von Aortenaneurysmen oder Dissektionen der Aorta ist mittlerweile als Alternativverfahren zum offen chirurgischen Vorgehen etabliert. Die Inzidenz von Endoleaks nach endovaskulärer Therapie der thorakalen Aorta wird in der Literatur mit bis zu 29 % angegeben (Czerny et al. Ann Thorac Surg 2007; 83: 450 – 455). Aufgrund seiner Angulation ist die Wandadaptation einer Endoprothese im Aortenbogen besonders problematisch. Die endovaskuläre Ausschaltung eines Typ-I-Endoleaks wird oft durch Einbringen eines überlappenden ummantelten Stents erreicht, der den Bluteintritt am Stentanfang oder -ende verhindert. Dieses Vorgehen ist aber nur möglich, wenn genügend native Aortenwand proximal oder distal der Endoprothese vorhanden ist, ohne wesentliche arterielle Gefäßabgänge der Aorta zu verschließen. Die transarterielle Coilembolisation oder die Injektion von n-Butyl-2-Cyanoacrylaten wurde ebenso wie die transarterielle oder perkutane Injektion von Thrombin als alternative Behandlungsoptionen von Endoleaks beschrieben.

Dr. Christopher Bangard

Uniklinik Köln

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