intensiv 2008; 16(5): 249-255
DOI: 10.1055/s-2008-1027780
Intensivpflege

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Das Intensivtagebuch in Deutschland

Dirk Knück, Peter Nydahl
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Publication Date:
16 October 2008 (online)

Zusammenfassung

Ehemalige intensivpflichtige, beatmete und sedierte Patienten bedürfen zur Aufarbeitung ihrer durchlebten Krise die Chance, das Erlebte zu reflektieren und zu verarbeiten, denn in den letzten Jahren wurde immer deutlicher, dass zahlreiche Patienten später über Stress und Alpträume klagen, deren Beginn mit dem Intensivaufenthalt zusammenhängt [1]. Sie äußern Erinnerungen und Träume, die sie nicht verstehen können und die ihre Lebensqualität deutlich schmälern (Stichwort: posttraumatisches Stresssyndrom PTSD). In Skandinavien und auch England wurde im Rahmen der intensivtherapeutischen Nachsorge („follow-up”) eine einfache, aber wirksame Möglichkeit entwickelt, mit der die Lebensqualität ehemaliger beatmeter Intensivpatienten gesteigert werden kann: das Intensivtagebuch [2] [3].

Literatur

1 Alle Zitate von Storli und Lind sind sinngemäß und wurden von Storli und Lind vom Norwegischen ins Englische und von uns ins Deutsche übersetzt. Die Ansprache an den Patienten im Original ist „Du”, für die deutsche Sprache haben wir dies zum besseren Verständnis mit „Sie” übersetzt.

Peter Nydahl

UK-SH, Campus Kiel, Neurologische Intensivstation und Strokeunit N 1

Schittenhelmstr. 10

24105 Kiel

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