intensiv 2009; 17(1): 28-35
DOI: 10.1055/s-2008-1028009
Intensivmedizin

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Endokrinologische Störungen bei Intensivpatienten

Ingeborg van den Heuvel1 , Martin Westphal1 , Sebastian Rehberg1 , Björn Ellger1
  • 1Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, Universitätsklinikum Münster
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Publication Date:
27 January 2009 (online)

Einleitung

Die klassischen endokrinen Syndrome, wie z. B. die thyreotoxische Krise oder primäre Nebennierenrindendysfunktionen, führen relativ selten zu manifesten Organstörungen und erfordern nur in Einzelfällen eine Therapie auf der Intensivstation. Sehr häufig treten jedoch Veränderungen der endokrinen und metabolischen Regulation auf, die im Rahmen verschiedener Grunderkrankungen extra-endokrinen Ursprungs entstehen. In den letzten Jahren rückten diese Erkrankungen zunehmend in den Brennpunkt intensivmedizinischen Interesses [1], da sie eine bedeutsame Rolle in der Entwicklung des Multiorganversagens kritisch kranker Patienten spielen können. Veränderungen der endokrinen Regelkreise können also gleichzeitig Ursache und Folge von lebensbedrohlichen Krankheitsbildern sein.

Da es schwer abzuschätzen ist, welche Facette der endokrinen Veränderungen positiv und welche negativ für das Überleben schwerer Erkrankungen sind, müssen Interventionen in endokrine Regelkreise mit großer Vorsicht erfolgen.

Literatur

Dr. Björn Ellger

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, Universitätsklinikum Münster

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