Zusammenfassung
Für die Linkshändigkeit ist nicht, wie bisher angenommen wurde, die rechte, sondern
aufgrund neuer Untersuchungen meist die linke Hemisphäre dominant. Das Zustandekommen
der Händigkeit wird unter der Berücksichtigung der Entdeckung von Eccles betrachtet,
der die Hypothese von einer Verbindung zwischen dem Gehirn und einem von diesem Organ
grundsätzlich unabhängig zu denkenden Bewußtsein begründet. Die Händigkeit wird durch
die Wechselwirkung zwischen Bewußtsein und gewissen Verbindungsfeldern (liaison areas)
des Gehirns ausgelöst. Beim Wollen einer Bewegung greift das Bewußtsein auf sehr breiter
Basis in das Impulsmuster der Modulen ein. Bei der genetisch bedingten Linkshändigkeit
lösen primär nicht motorische, sondern neuronale Faktoren die seitenverkehrte Schreibrichtung
und das spiegelbildliche Schreiben aus. Spiegelschrift schreibende linkshändige Kinder
können durch Übung und Aneignung bewußter Erfahrung umerzogen werden, um Normalschrift
zu schreiben.
Summary
In left-handedness it is not the right hemisphere which usually dominates, as previously
assumed but rather the left, as recent studies show. The development of right- and
left-handedness is considered here in the light of the findings of Eccles, who substantiated
the hypothesis of a relationship between the brain and a consciousness which is to
be seen as basically independent of this organ. Right- and left-handedness are engendered
by the interplay between consciousness and certain liasion areas in the brain. When
the subject's will dictates a movement, consciousness exercises a strong influence
on the impulse pattern of the modules. In genetically conditioned left-handedness
it is not primarily motoric, but rather neuronal factors which are responsible for
the reversal in the direction of writing and mirror-image script. Left-handed children
who produce mirror-handwriting can be retrained to write normally by exercises and
by assimilating conscious experience.