Aktuelle Urol 1995; 26(5): 305-319
DOI: 10.1055/s-2008-1057818
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© Georg Thieme Verlag, Stuttgart · New York

Strategischer Wandel bei der Anwendung bildgebender Systeme in der Kinderurologie

Image Systems in Pediatric Urology - a Change in IndicationR. Stein1 , F. Zepp2 , R. Beetz2 , K. Hohenfellner2 , J. Fichtner1 , R. Schumacher2 , K. Hahn3 , A. Bockisch3 , F. Schweden4 , P. Grebe4 , R. Hohenfellner1
  • 1Urologische Klinik und Poliklinik im Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz (Prof. Dr. Hohenfellner)
  • 2Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz (Prof. Dr. Spranger)
  • 3Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin im Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz (Prof. Dr. Hahn)
  • 4Klinik und Poliklinik für Radiologie im Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz (Prof. Dr. Thelen)
Die Farbabbildung wurde von der Firma Mallinckrodt Diagnostica finanziert.
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Publication Date:
19 March 2008 (online)

Zusammenfassung

In der Kinderurologie wächst zum einen durch die Etablierung der pränatalen Sonographie in der Schwangerschaftsvorsorge die Anzahl der “Patienten” mit “pathologischen” Befunden des Urogenitaltraktes, andererseits verleitet das in den letzten Jahren an Qualität und Quantität zunehmende diagnostische Angebot der bildgebenden Systeme zur vielfältigen Anwendung. In der vorliegenden Arbeit werden anhand der häufig vorkommenden Anomalien und Erkrankungsformen des Urogenitaltraktes Stufenschemata zur Diagnostik und Therapie dargestellt und diskutiert. Diese sollen helfen, therapeutisch relevante Verfahren zeitgerecht einzusetzen und somit unnötige Doppel- und Mehrfachuntersuchungen sowie die dadurch bedingte unökonomische, hohe Patienten- und Strahlenbelastung zu vermeiden. Der Wandel im Einsatz bildgebender Verfahren bedeutet für den Behandelnden eine Hinterfragung und teilweise auch Verzicht auf häufig nur aus Gewohnheit durchgeführte Untersuchungen.

Abstract

In pediatric urology we are confronted on the one hand with a growing number of “patients” with “pathological” findings in prenatal ultrasound examinations. On the other hand, the increase in quality and quantity of image systems has encouraged the use of more and more varied investigations. Herein we present guidelines for investigation and therapy of common anomalies and diseases of the urogenital tract. These should help to perform only therapeutically relevant diagnostic and to avoid unnecessary and repeated investigations and the subsequent uneconomically high discomfort for the patient and exposure to radiation. In many respects this means questioning the indications and sometimes doing without investigations mostly performed out of habit.

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