Zusammenfassung
Bei 50 Patienten mit Gallenblasensteinen wurde eine piezoelektrische Lithotripsie
vorgenommen. In keinem Fall war eine Narkose oder sedierende Maßnahme vor oder während
der Behandlung erforderlich. Alle Gallensteine wurden durch die erste Lithotripsie
fragmentiert. Bei 44 Patienten (88 %) war der maximale Fragmentdurchmesser kleiner
als 50 % des Ausgangsstein durchmessers. Der mittlere maximale Fragmentdurch messer
nach erster Lithotripsie betrug 4,3 mm (± 3,3 mm). Bei 14 von 50 Patienten (28 %),
die zwischen 0 und 2 Monaten, und 6 von 13 Patienten, die zwischen 2 und 4 Monaten
nachbeobachtet wurden, konnte inzwischen ultrasonographisch Steinfreiheit nachgewiesen
werden. Bei einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von insgesamt 8 Wochen liegt
die Gesamtsteinfreiheitsrate bei 34 % (17 von 50 Patienten). Die piezoelektrische
Lithotripsie führte zu keinen ernsthaften Nebenwirkungen mit Ausnahme einer milden
Pankreatitis bei einem Patienten.
Abstract
Piezoelectric lithotripsy was undertaken on 50 patients with gallbladder stones, none
of them requiring anaesthesia, analgetics or sedatives. Stone fragmentation was achieved
in all patients during the first treatment. In 44 patients the maximum fragment size
was less than 50 % of the initial stone diameter. The mean maximum fragment size after
the first treatment was 4.3 mm (± 3.3 mm). After a follow-up of 0-2 months in 14 of
the 50 patients and of 2-4 months in 6 of 13 patients, no more stones could be seen
by ultrasonography. After an average period of 8 weeks, 17 of 50 patients were free
of stones. Piezoelectric lithotripsy did not have any severe side effects besides
a mild pancreatitis in one patient.