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DOI: 10.1055/s-2008-1070935
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York
Klinische Erfahrungen mit einem neuen intravenös applizierbaren Immunglobulin-Präparat
Clinical results with a new intravenous immunoglobulin preparationPublikationsverlauf
Publikationsdatum:
26. März 2008 (online)

Zusammenfassung
20 Patienten erhielten insgesamt 49 Infusionen eines neuen Immunglobulinpräparats (Sandoglobulin®) in einer Dosierung von durchschnittlich 12,6 g Gammaglobulin pro Infusion. Zwölf dieser Patienten hatten eine angeborene oder erworbene Verminderung der Immunglobuline auf teilweise sehr niedrige Werte. Die durchschnittliche Ausbeute in vivo lag unter Zugrundelegung eines geschätzten Plasmavolumens bei 85 % des Erwartungswertes. Die Halbwertszeit betrug bei wiederholter Dauersubstitution über 20 Tage. Schwere Nebenwirkungen oder Veränderungen wichtiger klinisch-chemischer Parameter traten nicht auf. Bei einer Patientin mit Antikörpermangelsyndrom wurden nach mehreren Infusionen regelmäßig Temperatursteigerungen beobachtet, die sich nach wenigen Stunden spontan zurückbildeten. Bei zwei lange Zeit beobachteten Patientinnen mit schwerem Antikörpermangelsyndrom kam es zu einer eindeutigen Abnahme der Schwere und Häufigkeit pulmonaler Infekte.
Abstract
A new immunoglobulin preparation (Sandoglobulin®) was administered to 20 patients, a total of 49 infusions at a dose averaging 12.6 g gamma-globulin per infusion. Twelve patients had congenital or acquired immunoglobulin deficiency, in come of them very severe. A In-vivo recovery, on the basis of an estimated plasma volume, averaged 85 % of expected values. Half-life on repeat substitutions was over 20 days. There were no severe side-effects or changes in important biochemical values. In one woman with an antibody deficiency syndrome fever regularly developed after several infusions, but it always fell to normal spontaneously after several hours. In two women followed for some time, both with severe antibody-deficiency syndrome, there was a definite decrease in severity and frequency of pulmonary infections.