Phlebologie 2015; 44(06): 299-303
DOI: 10.12687/phleb2288-6-2015
Review Article
Schattauer GmbH

Diagnostik und Therapie Tumorassoziierter venöser Thromboembolien – was sagen die Leitlinien?

Artikel in mehreren Sprachen: English | deutsch
A. Matzdorff
1   Asklepios Klinik Uckermark, Innere Medizin II, Schwedt, Germany
› Institutsangaben
Weitere Informationen

Publikationsverlauf

Received: 05. Oktober 2015

Accepted: 12. Oktober 2015

Publikationsdatum:
05. Januar 2018 (online)

Preview

Zusammenfassung

Tumorwachstum und Gerinnungsaktivierung sind pathophysiologisch eng miteinander verknüpft. Deshalb sind tumorassoziierte venöse Thromboembolien (VTE) häufig. Wäh-rend stationär aufgenommene Tumorpatienten eine Thromboseprophylaxe erhalten wird dies für ambulante Patienten in der Regel nicht empfohlen. Wenn Tumorpatienten doch eine VTE entwickeln, dann sollten sie mit einem NMH in therapeutischer Dosis für 3–6 Monate behandelt werden. Vitamin-K-Antagonisten haben ein höheres Blutungsrisiko und für NOAKs gibt es noch keine ausreichenden Daten. Nicht nur Hämato-Onkologen, sondern alle Ärzte, die Tumorpatienten betreuen, sollten mit den aktuellen Leitlinienempfehlungen vertraut sein. Auch die Patienten sollten über die Symptome einer VTE informiert sein.