Fortschr Röntgenstr 2018; 190(04): 379-380
DOI: 10.1055/a-0571-5606
DRG-Mitteilungen
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Von Digitalisierung bis Kardiodiagnostik: Der 11. RadiologieKongressRuhr bietet Vielfalt und interdisziplinären Austausch

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Publication Date:
26 March 2018 (online)

 

    Mit seinem flexiblen Raumkonzept und einem umfassenden Fortbildungsangebot samt Blick in die Zukunft der Radiologie bietet der RadiologieKongressRuhr (RKR) am neuen Standort im Kongresszentrum Westfalenhallen in Dortmund eine Fülle von Highlights. Im Interview berichten die Kongresspräsidenten des 11. RKR, Prof. Dr. Dieter Liermann, Prof. Dr. Werner Weber und Prof. Dr. Johannes Weßling, auf welche Themen sich die Besucherinnen und Besucher freuen können.


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    Neues Jahr, neuer Standort – der RadiologieKongressRuhr zieht 2018 nach Dortmund um. Welche Vorteile bietet denn der neue Kongress-Standort?

    Prof. Dr. Weber: Ein entscheidender Vorteil ist das neue Raumkonzept; dadurch wird es uns möglich, die Variabilität des Kongresses zu erhöhen. Außerdem bietet ein neuer Standort immer die Möglichkeit, Erprobtes zu überdenken und Neues zu erfinden.

    Prof. Dr. Weßling: Konkret können wir nun regelhaft attraktive Themen auf die Bühne holen, die aufgrund der Raumknappheit bislang nur alle paar Jahre im Programm berücksichtigt werden konnten. Durch vereinzelte Parallelisierung von Fortbildungsblöcken wird es in diesem Jahr auch möglich sein, Fortbildungsinhalte besser an die Interessensschwerpunkte der Besucher anzupassen.

    Prof. Dr. Liermann: Hinzu kommen eine gute Verkehrsanbindung an den Flughafen und ausreichend viele Parkplätze – selbst im Falle von Fußballbegegnungen im Signal-Iduna-Park.

    Sie steigen direkt mit Big Data, Machine learning und Radiomics in den Kongress ein. Wie futuristisch wird die Eröffnungssitzung zum Thema Digitalisierung in der Radiologie?

    Weßling: Das Zukunftsthema „künstliche Intelligenz“ steht vor der Tür und ist in Teilen bereits in der Radiologie angekommen. Für uns ist es deshalb nur konsequent und richtig, in einer eigenen Sitzung Chancen, Perspektiven und Anwendungsmöglichkeiten zu diskutieren und mögliche Wege in die Zukunft einer „augmented“ Radiologie aufzuzeigen. Uns also gleich zu Anfang des Kongresses gemeinsam in einen „Weitwinkelmodus“ zu begeben, kann nicht schaden.

    Liermann: Auch ich denke, wir sind in Bezug auf die Digitalisierung schon sehr viel weiter, als wir denken, wir sind bereits mittendrin. Auf den Veranstaltungen des RKR geht es um eine Standortbestimmung.

    Welche weiteren thematischen Schwerpunkte erwarten die Besucherinnen und Besucher? Sicher gibt es in dem ausführlichen Kongressprogramm auch wieder diverse Formate für die unterschiedlichen Zielgruppen?

    Liermann: Das ist richtig. Besonders möchte ich auf das Angebot für Studenten und Berufsanfänger aufmerksam machen, welches nun zum fünften Mal – natürlich mit neuer Thematik – angeboten wird. Auch wissenschaftlich orientierte Sitzungen wie die Kardiodiagnostik sind Bestandteil des Kongresses.

    Weßling: Freuen darf man sich auch wieder auf das MTRA-Programm. Hier wird es nicht nur um das richtige Röntgen in diversen Organbereichen gehen, sondern auch um das, was alles schief gehen kann, z. B. bei der Computertomografie, aber auch bei der Kommunikation mit unseren Patienten.

    Weber: Daran sieht man: Der RKR ist und bleibt ein Fortbildungskongress, an dieser Stelle haben wir wenig verändert. Das Format „Meet the Expert“ wurde an zwei Stellen wieder aufgenommen, diverse Zertifizierungskurse sind enthalten, u. a. zwei DeGIR-Kurse, einmal A-D und einmal E-F, als Basiskurs.

    Also gibt es ein Wiedersehen mit dem Veranstaltungsformat „Meet the Expert“ – dieses Jahr zu den Themenbereichen muskuloskelettale Bildgebung und Neuroradiologie. Wie muss man sich die Sessions vorstellen?

    Weber: Beim Format „Meet the Expert“ gibt es einen Referenten, der die Fälle präsentiert. Die Fälle sind den weiteren Referenten auf dem Podium und dem Publikum nicht bekannt. Die Gruppe wird zum Beispiel aus Neurologen, Neurochirurgen und Neuroradiologen bestehen, die die Fälle mit Hilfe eines Moderators im interdisziplinären Diskurs lösen müssen. Das Publikum hört hoffentlich gespannt zu.

    Neu im Programm sind auch berufspolitische Themen…

    Weber: Wir alle merken in unserer täglichen Praxis, dass die Themen uns enger berühren. Zurzeit sind die Themen Gebührenordnung für Ärzte und Musterweiterbildungsordnung sehr virulent, aber auch die Qualitätssicherung wird zunehmend wichtiger. Wir wollen hierzu informieren und diskutieren.

    Zum Abschluss noch die Frage: Was sind Ihre persönlichen Highlights? Auf welche Personen oder Programmpunkte freuen Sie sich besonders?

    Liermann: Persönlich hängt mein Herz natürlich an der Interventionellen Radiologie, die dieses Mal ausreichend berücksichtigt wird. Wichtig ist mir auch, dass wir um Studenten werben und bei ihnen das Interesse an der Radiologie wecken. Darüber hinaus ist für mich die Kardiodiagnostik von hohem Interesse, weil sich dort gerade im Bereich der Computertomografie sehr viel tut. Deshalb haben wir auch einen Gastvortrag eines renommierten Experten aus London organisiert. Er gibt einen hervorragenden Überblick über die Einsatzgebiete und die Zukunftsaspekte dieser Diagnostik.

    Weber: Noch kann ich es gar nicht endgültig sagen, weil das Programm nicht final steht. Ich freue mich auf jeden Fall auf die erste Sitzung am Donnerstag mit den digitalen Themen, die „Meet the Expert“-Sessions und die Veranstaltung zur Epilepsie.

    Weßling: Soviel sei verraten: Die Besucher dürfen sich – wie bei der Premiere im vergangenen Jahr – wieder auf einen Highlight-Vortrag im Rahmen des Lunchsymposiums freuen. Bewährtes gilt es fortzuführen, sprich, der RKR bietet weiterhin eine breite Fortbildung durch anerkannte und namhafte Experten auf allen relevanten Gebieten.

    Mehr Informationen

    Der RadiologieKongressRuhr findet vom 8. bis 10. November 2018 im Kongresszentrum Westfalenhallen in Dortmund statt.

    www.radiologiekongressruhr.de


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    Prof. Dr. Dieter Liermann, Marien Hospital Herne

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    Prof. Dr. Werner Weber, Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum

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    Prof. Dr. Johannes Weßling, Clemenshospital Münster

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