Fortschr Röntgenstr 2018; 190(07): 647-648
DOI: 10.1055/a-0590-1476
DRG-Mitteilungen
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

RöKo 2018: Radiologie als verbindendes Element

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Publication Date:
02 July 2018 (online)

 

Vom 9. bis 12. Mai 2018 stand im Congress-Centrum Leipzig die Radiologie im Fokus: Auf dem 99. Deutschen Röntgenkongress (RöKo) trafen sich 6145 Radiologinnen und Radiologen, Medizinphysiker, medizinisch-technische Radiologie-Assistenten (MTRA) und MTRA-SchülerInnen, Industrievertreter, Medizinstudierende sowie zahlreiche Gäste anderer medizinischer Fachrichtungen auf Einladung der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG). Die Schwerpunktthemen 2018 waren Herz und Gefäße: Diagnostik und Intervention, Neuroradiologie: Diagnostik und Intervention sowie digitale Kommunikation in der Radiologie. In der begleitenden Industrieausstellung präsentierten rund 120 Aussteller ihre neuesten Produkte und Entwicklungen sowie zahlreiche medizintechnische Geräte.


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„Radiologie verbindet: Das Kongressmotto steht für die Verbindung von radiologischem und klinischem Wissen, das eine Grundvoraussetzung ist für eine erfolgreiche klinische Radiologie. Auf dem 99. RöKo ging es außerdem um den interdisziplinären Dialog verschiedener Fachdisziplinen, in dem die Radiologie als verbindendes Element präsent ist und eine entscheidende Rolle spielt“, erklärt Kongresspräsident Prof. Dr. Peter Huppert. Das Programm spiegelte entsprechend die integrative Rolle der Radiologie wider: Aktuelle Fälle wurden in einer Gefäßkonferenz live und fachübergreifend diskutiert und Neuroradiologen gaben Einblicke in die Akutversorgung von Schlaganfällen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Forum IT“, im vergangenen Jahr erfolgreich eingeführt, diskutierten Ärztinnen und Ärzte mit Gesprächspartnern aus Krankenversorgung, Industrie, Politik und Verwaltung über künstliche Intelligenz und IT-Sicherheit.

Renommierte Referenten

Höhepunkte des diesjährigen Kongresses waren der Vortrag zur „Forschungspolitik der Europäischen Union im Gesundheitsbereich“ des Highlight-Redners Cornelius Schmaltz, MD, Head of Unit Strategy – Health Research der Europäischen Kommission in Brüssel, sowie die Röntgen-Vorlesung. Für diese konnte Jim Reekers, MD, Professor of Radiology von der AMC University of Amsterdam, gewonnen werden. In seinem anschaulichen Beitrag sprach er über „Diabetic foot perfusion imaging: The truth behind arterial tubes“ und präsentierte neue diagnostische Möglichkeiten, die bei der Behandlung kritischer Ischämie helfen können.


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Die Zukunft der Radiologie: Junge Radiologen und MTRA

Die Förderung von Studierenden und Nachwuchsradiologinnen und -radiologen in Klinik und Forschung ist der DRG schon lange ein Anliegen. Um ihre vielfältigen Angebote für den radiologischen Nachwuchs besser zu bündeln, wurde auf dem 99. RöKo das „Forum junge Radiologie“ gegründet. Zukünftig soll es als Plattform zum Erfahrungsaustausch dienen, in dem auch neue Angebote entwickelt werden. Erstes Projekt ist die Entwicklung eines systematischen Weiterbildungscurriculums für die Radiologie – mit Fortbildungsempfehlungen, Online-Angeboten und Workshops. Einen Raum für Diskussionen und Austausch bot das neu geschaffene RöntgenFORUM mit seinem Speakers-Corner. Hier wurde beispielsweise kontrovers über die Zukunft der MTRA-Ausbildung diskutiert und darüber, ob sie teilakademisiert werden soll oder nicht. Live-Übertragungen größerer Sessions rundeten das Programm im Forum ab.


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Interaktiv und international

Das interaktive Format „Interventionen lernen: Live in the box“ feierte seine Premiere auf dem diesjährigen RöKo. Besonders für Einsteiger in die interventionelle Radiologie gedacht, konnten die Teilnehmer anhand von echten, als Videos aufbereitete interventionellen Fällen, per App die Indikation, Therapieschritte und die Auswahl des passenden Verfahrens mitbestimmen. Auch andere interaktive Formate bleiben beliebt, beispielsweise die „Fit für den Facharzt“-Sessions, in denen die Teilnehmer mithilfe des Tools RSNA-Diagnosis-LiveTM und dem eigenen Smartphone die Fragen der Referenten beantworten können. Gemeinsam diskutiert wurde auch beim International Image Interpretation Quiz, in dem 5 junge, erfahrene Radiologen aus verschiedenen Ländern Fälle aus ihrem jeweiligen Fachgebiet live und mit Fragen ans Publikum lösten. Diese Session ist auch eines von vielen Beispielen für die zunehmende Internationalisierung des Kongresses. In der Reihe „RöKo International“ fanden Gäste aus rund 20 Nationen bereits zum vierten Mal ein attraktives englischsprachiges Programm.

Umfangreiche Bildergalerien finden Sie online auf www.roentgenkongress.de.

Teilnehmer des 99. Deutschen Röntgenkongresses 2018

Radiologen, Medizinphysiker, Naturwissenschaftler: 3054

MTRA&MTRA-Schüler: 1312

Industrie: 1109

Studierende: 329

Presse: 52

Sonstige: 289

Gesamt: 6145

Kongresstermine bis 2021

29. Mai–1. Juni 2019
CCL/Leipzig
100. Deutscher Röntgenkongress
Kongresspräsidenten: Prof. Dr. Michael Forsting (Essen), Prof. Dr. Walter Heindel (Münster), Prof. Dr. Gundula Staatz (Mainz)

20.–23. Mai 2020
CCL/Leipzig
101. Deutscher Röntgenkongress/9. Gemeinsamer Kongress der DRG und ÖRG
Kongresspräsident der DRG: Prof. Dr. Günther Layer (Ludwigshafen)

12.–15. Mai 2021
102. Deutscher Röntgenkongress
Kongresspräsident: Prof. Dr. med. Thomas J. Vogl (Frankfurt)

Der Deutsche Röntgenkongress

Die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) ist eine der traditionsreichsten medizinischen Fachgesellschaften. Ihre Aufgabe ist die Förderung der Radiologie in der medizinischen Anwendung, in der Forschung und in der Lehre. Jährlich richtet die DRG den Deutschen Röntgenkongress (RöKo) aus. Er ist der größte deutschsprachige Kongress der medizinischen Bildgebung mit rund 7000 Besuchern, die sich über neueste Forschungsergebnisse und deren Auswirkungen und Anwendungen in Klinik und Praxis informieren können. Der RöKo trägt außerdem den Anforderungen nach kontinuierlicher Fortbildung durch zahlreiche Workshops und Refresher-Kurse Rechnung.

Von 2016 bis 2020 findet der Kongress im Congress-Center Leipzig (CCL) statt. Die Sachsenmetropole bildet dabei mit ihrer kulturellen Vielfalt, wirtschaftlichen Prosperität und einer über 500-jährigen Messetradition den idealen Rahmen für eine medizinische Fachdisziplin, die sich durch Modernität, Traditionsbewusstsein, Facettenreichtum und Innovationsfreude auszeichnet.

www.roentgenkongress.de

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