CC BY-NC-ND 4.0 · Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(12): 1232-1244
DOI: 10.1055/a-0764-4875
GebFra Science
Guideline/Leitlinie

Gemeinsame Leitlinie der OEGGG, AGO, AGK und ÖGZ zur Diagnose und Therapie von zervikalen intraepithelialen Neoplasien sowie Vorgangsweise bei zytologischen Befunden mit eingeschränkter Qualität

Article in several languages: English | deutsch
Olaf Reich
1   Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Medizinische Universität Graz, Graz, Austria
7   Arbeitsgemeinschaft für Kolposkopie (AGK)
,
Georg Braune
6   Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG)
,
Wolfgang Eppel
2   Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Medizinische Universität Wien, Wien, Austria
,
Thomas Fiedler
6   Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG)
,
Anton Graf
7   Arbeitsgemeinschaft für Kolposkopie (AGK)
,
Lukas Hefler
3   Ordensklinikum Linz, Linz, Austria
8   Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie der OEGGG (AGO)
,
Elmar Joura
2   Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Medizinische Universität Wien, Wien, Austria
7   Arbeitsgemeinschaft für Kolposkopie (AGK)
,
Heinz Kölbl
2   Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Medizinische Universität Wien, Wien, Austria
6   Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG)
,
Christian Marth
4   Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Austria
8   Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie der OEGGG (AGO)
,
Wolfgang Pokieser
9   Österreichische Gesellschaft für Zytologie (ÖGZ)
,
Peter Regitnig
5   Institut für Pathologie, Medizinische Universität Graz, Graz, Austria
9   Österreichische Gesellschaft für Zytologie (ÖGZ)
,
Alexander Reinthaller
2   Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Medizinische Universität Wien, Wien, Austria
8   Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie der OEGGG (AGO)
,
Karl Tamussino
1   Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Medizinische Universität Graz, Graz, Austria
6   Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG)
,
Andreas Widschwendter
4   Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Austria
7   Arbeitsgemeinschaft für Kolposkopie (AGK)
,
Alain Zeimet
4   Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Austria
8   Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie der OEGGG (AGO)
,
Petra Kohlberger
2   Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Medizinische Universität Wien, Wien, Austria
6   Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG)
› Author Affiliations
 

Zusammenfassung

Ziel Die ÖGZ (Österreichische Gesellschaft für Zytologie) hat zum 1.1.2018 die zytologische Nomenklatur überarbeitet und an die Bethesda-2015-Nomenklatur angelehnt. Daher war es notwendig, seitens der österreichischen Fachgesellschaft eine Überarbeitung der bis jetzt in Österreich gültigen Vorgehensweise zur Diagnose und Therapie von CIN sowie Vorgehensweise bei zytologischen Befunden mit eingeschränkter Qualität zu veranlassen. Eine komplette Übernahme der S3-Leitlinie „Prävention des Zervixkarzinoms“ ist aufgrund der in Deutschland geltenden München-III-Nomenklatur der gynäkologischen Zytologie für Österreich nicht möglich und daher ergab sich die Notwendigkeit des Verfassens einer eigenen wissenschaftlichen Stellungnahme für Österreich.

Methodik Die OEGGG hat die Zusammenarbeit sowohl mit der ÖGZ (Österreichische Gesellschaft für Zytologie), der AGO Austria (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie Österreich), der AGK (Arbeitsgemeinschaft Kolposkopie) als auch mit repräsentativen Vertretern der niedergelassenen Frauenärzten gesucht. Von den jeweiligen Fachgesellschaften wurden repräsentative Vertreter für die Sitzungsteilnahme benannt. Nach eingehender Analyse der aktuellen Literatur und insgesamt 3 Sitzungen mit zahlreichen fernmündlichen Abstimmungen ist es uns gelungen, einen Konsens der Inhalte zu erarbeiten.

Empfehlungen Es werden Empfehlungen zur Diagnose und Therapie der CIN gegeben unter Berücksichtigung der in Österreich geltenden Gynäkologische-Zytologie-Nomenklatur.


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1  Einleitung

Die vorliegende Leitlinie beschreibt die derzeit in Österreich empfohlene Abklärung von auffälligen zytologischen Befunden und positivem HPV-Test, die Therapie von squamösen (SIL, CIN) und glandulären (AIS) zervikalen intraepithelialen Neoplasien sowie die Vorgangsweise bei zytologischen Befunden mit eingeschränkter Qualität.

Zu auffälligen zytologischen Befunden kommt es sowohl bei einem primären zytologischen- als auch bei einem primären HPV-basierten Zervixkarzinomsrceening mit zytologischer Triage. Im Rahmen des derzeit bestehenden opportunistischen Zervixkarzinom-Vorsorgeprogramms soll Frauen ab dem 30. Lebensjahr zumindest alle 3 Jahre ein validierter HPV-Test empfohlen werden. Dies gilt für HPV-geimpfte und nicht HPV-geimpfte Frauen. Dabei soll eine routinemäßige Ko-Testung vermieden werden, alternierend können beide Verfahren eingesetzt werden ([19], [24]; siehe auch 3.4).

Diese Leitlinie soll zu einer Vereinheitlichung und Standardisierung des Managements führen, eine Unter- oder Übertherapie sollen verhindert werden. Eine leitliniengerechte Abklärung senkt die Anzahl an Konisationen und verhindert eine Verzögerung in der Diagnostik. Frauen mit zytologischen Auffälligkeiten und mit persistierenden onkogenen HPV-Infektionen benötigen eine differenzialdiagnostische Abklärung und eine kolposkopische Untersuchung. Hochgradige zytologische Läsionen sollten sofort abgeklärt werden, während für grenzwertige und niedriggradige Läsionen mehrere Optionen in Betracht kommen. Die einfache Wiederholung des zytologischen Abstrichs ohne Kolposkopie und ohne HPV-Status (> 30 Jahre) wird nicht empfohlen und stellt in keinem Fall eine geeignete Maßnahme zur Abklärung dar. Laut Österreichischem Impfplan ist die HPV-Impfung bei allen Frauen bis 45 Jahren empfohlen, bei HPV-geimpften Frauen ab 30 Jahren ist die primäre HPV-Testung zu bevorzugen [10]. Aus forensischen Gründen wird geraten, ein Abweichen von der vorliegenden Leitlinie zu begründen und zu dokumentieren.

Die verwendete histologische Terminologie entspricht der aktuellen histologischen Klassifikation der WHO 2014 [13], deutschsprachige Darstellung [23]. Bei Frauen mit Kinderwunsch sollte im Gespräch mit dem befundenden Pathologen möglichst HSIL (CIN II) von HSIL (CIN III) unterschieden werden, um die Möglichkeit der Regression einer CIN II abzuwarten zu können und spätere geburtshilfliche Komplikationen nach Konisationen zu vermeiden [26].

Die kolposkopische Terminologie entspricht der Nomenklatur der International Federation of Cervical Pathology and Colposcopy (IFCPC) Rio de Janeiro 2011 [4], approbierte deutschsprachige Version [6], [20].

Die Ergebnisse der Zytologie werden entsprechend der Leitlinien der Österreichischen Gesellschaft für Zytologie (ÖGZ) zur Nomenklatur und zervixzytologischen Befundwiedergabe [21] wiedergegeben.


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2  Methodik

Die Statements und Empfehlungen wurden während dreier Konsensuskonferenzen abgestimmt [3], [17]. Bei diesen Konsensuskonferenzen, die am 30.01.2018, am 14.03.2018 und am 20.06.2018 in Wien stattfanden, wurden die Statements und Empfehlungen der Leitlinie diskutiert und in der abschließenden moderierten Sitzung konsentiert. Die Erstellung dieser wissenschaftlichen Stellungnahme erfolgte unter besonderer Berücksichtigung der bisherigen Empfehlungen (letzte Erstellung 2015) und den Empfehlungen in der S3-LL Prävention des Zervixkarzinoms [24].

Im Rahmen der Konsensusfindung stimmen sowohl die Teilnehmer der Sitzung als auch fernmündlich die entschuldigten Teilnehmer die Formulierungen der wissenschaftlichen Stellungnahme ab. Da keine systematische Recherche, Selektion, Bewertung und Synthese der Evidenzgrundlage erfolgte, wurden keine Evidenzniveaus beschrieben.


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3  Diagnose

Zur Erkennung von dysplastischen Veränderungen an der Portio wird folgender Untersuchungsgang empfohlen.

3.1  Inspektion und Kolposkopie

Nativ nach Reinigung der Portio gezielter zytologischer Abstrich (es ist streng darauf zu achten, den Abstrich im Bereich der Transformationszone zu entnehmen!), evtl. Abnahme eines Abstrichs zur HPV-Testung, Essigprobe (3 – 5% Essigsäure), evtl. Schillerʼsche Jodprobe, Dokumentation (schriftlich, Zeichnung, evtl. Foto oder Video).


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3.2  Konventionelle Zytologie

Abstrich von der Ekto- und Endozervix (Transformationszone) mit geeignetem Abnahmegerät (Spatel und/oder Bürste), dünnes, gleichmäßiges Ausstreichen, in der Regel auf einem Objektträger, sofortige Fixierung mit geeignetem Spray oder Einstellen in 96% Alkohol für mindestens 10 Minuten. Alternativ kann die Dünnschichtzytologie angewendet werden.


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3.3  Gewinnung der Histologie

Gewebsentnahme durch:

  • Knipsbiopsie mit Biopsiezange unter kolposkopischer Sicht am Punctum maximum der Veränderung (ggf. können mehrere Biopsien entnommen werden [28].

  • Endozervikale Kürettage (bei Verdacht auf endozervikalen Prozess), davon ausgenommen sind schwangere Patientinnen.


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3.4  HPV-Testung

Eine persistierende Infektion mit humanen Papillomaviren der Hochrisikogruppe (HPV High Risk) ist eine notwendige Voraussetzung für die Entwicklung des Zervixkarzinoms und seiner Vorstufen [5], [27]. Ausgenommen sind nur wenige seltene Subtypen des Adenokarzinoms der Zervix [8]. Zwischen initialer HPV-Infektion und invasivem Karzinom wird eine Latenz von mehreren Jahren angenommen. Daraus ergibt sich, dass ein negativer Test auf HPV-high-Risk einen hohen negativen Vorhersagewert hat; das Vorliegen behandlungsbedürftiger zervikaler Dysplasien kann über einen längeren Zeitraum weitgehend ausgeschlossen werden. Eine subtypenspezifische HPV-Testung (HPV Typ 16 und Typ 18) liefert zusätzliche prädiktive und prognostische Informationen. Die Untersuchung nach HPV-Niedrigrisikostämmen (HPV Low Risk) liefert keine relevante Information und soll nicht durchgeführt werden.

3.4.1  Methodik der HPV-high-Risk-Diagnostik

Weltweit ist eine Vielzahl von Tests für den Nachweis von HPV High-Risk verfügbar. Da HPV-Tests in Europa bisher keiner standardisierten Qualitätskontrolle unterliegen, sollten in der klinischen Routine ausschließlich Tests Anwendung finden, die den international akzeptierten Konsortialkriterien nach Meijer und Stoler entsprechen [1], [15], [25]. Folgende Teste erfüllen derzeit diese Qualitätskriterien: Digene Hybrid Capture 2 High-Risk HPV DNA Test® (QIAGEN); Cobas HPV Test® (Roche); Cervista® HPV HR (Hologic); APTIMA HPV Assay® (Hologic) Papillocheck® (Greiner Bio One); Abbott RT High-risk HPV Test® (Abbott); BD Onclarity HPV Test® (BD) [24].


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4  Management auffälliger zytologischer Befunde und positiver HPV-Test

4.1  Management bei positivem HPV-Test ([Abb. 1])

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Abb. 1 Management bei positivem HPV-Test. [rerif]

Die kolposkopische und zytologische Kontrolle soll in einem Zeitraum von bis zu 6 Monaten durchgeführt werden [24].


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4.2  Management von Patientinnen mit PAP III (ASCUS, ASC-H) ([Abb. 2])

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Abb. 2 Management von Patientinnen mit PAP III (ASCUS, ASC-H). [rerif]

Für die Abklärung eines PAP III wird in Österreich primär der HPV-Test empfohlen. Patientinnen mit nachgewiesener HPV-high-Risk-Infektion sollen umgehend mittels Kolposkopie und Histologie abgeklärt werden.

Patientinnen mit PAP III, bei denen keine HPV-high-Risk-Infektion nachgewiesen wird, sollten hinsichtlich anderer Ursachen weiter abgeklärt werden.

Bei Frauen mit Pap III und bestehender Entzündung und/oder Atrophie kann vor der Wiederholung der Zytologie und vor einer histologischen Abklärung eine Östrogenaufhellung und/oder Kolpitistherapie erfolgen.


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4.3  Management von Patientinnen mit PAP IIID (LSIL) ([Abb. 3])

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Abb. 3 Management von Patientinnen mit PAP IIID (LSIL). [rerif]

Der HPV-high-Risk-Nachweis hat eine höhere Sensitivität für HSIL+ (CIN III+) als die wiederholte Zytologie [24].


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4.4  Management von Patientinnen mit PAP IIIG (AGC-NOS, AGC) ([Abb. 4])

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Abb. 4 Management von Patientinnen mit PAP IIIG (AGC-NOS, AGC). [rerif]

Bei PAP IIIG und HPV-high-Risk-Positivität soll bei negativer Histologie frühzeitig eine Indikation zur diagnostischen Konisation gestellt werden.


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4.5  Management von Patientinnen mit PAP IV (HSIL, AIS) ([Abb. 5])

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Abb. 5 Management von Patientinnen mit PAP IV (HSIL, AIS). [rerif]

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4.6  Management von Patientinnen mit PAP V ([Abb. 6])

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Abb. 6 Management von Patientinnen mit PAP V. [rerif]

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5  Vorgangsweise bei histologisch verifizierter LSIL (CIN I), HSIL (CIN II, CIN III), AIS ([Abb. 7])

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Abb. 7 Vorgangsweise bei histologisch verifizierter LSIL (CIN I), HSIL (CIN II, CIN III), AIS. [rerif]

Entsprechend international akzeptierter Qualitätsstandards soll vor jeder Konisation oder Oberflächendestruktion eine Kolposkopie durchgeführt werden [16].

5.1  Resektion

Indikationen:

  • persistierende CIN I (LSIL) über 2 Jahre

  • persistierende HPV-high-Risk-Infektionen über 2 Jahre mit Zusatzindikation (divergierende Befunde) [12]

  • HSIL (CIN II, III)

  • rezidivierende pathologische Zytologie ohne histologisches Korrelat

  • Verdacht auf Frühinvasion

  • Verdacht auf AIS

Anmerkung: Anders als im US-amerikanischen Kontext wird in Österreich wie auch in anderen Ländern Europas die CIN II nicht zu den sofort therapiebedürftigen HSILs gezählt [24].

Technik:

  • Konisation mittels Hochfrequenzschlinge (Schlingenkonisation, LEEP, Loop-excision, Loop Cone-biopsy; LLETZ) wird empfohlen. Im reproduktiven Alter ist aufgrund geburtshilflicher Komplikationen [14] eine knappe Resektion im Gesunden anzustreben. Nach abgeschlossener Familienplanung kann die Radikalität der Exzision durch einen größeren Konus erweitert werden.


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5.2  Oberflächendestruktion

Mögliche Indikationen:

  • LSIL (Kondylome, CIN I)

Voraussetzungen:

  • Läsion ektozervikal gelegen

  • Transformationszone vollständig einsehbar

  • nach vorangegangener Biopsie

  • kolposkopische und zytologische Kontrolle in 6 Monaten gesichert

Die Evidenz zur Oberflächendestruktion wird derzeit international unterschiedlich beurteilt.


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5.3  Weiteres Vorgehen nach Konisation

Es gibt Hinweise in der Literatur, dass die Durchführung einer HPV-Impfung nach einer Konisation die Rezidivrate reduziert [9], [11]. Indikatoren für Therapieversager sind HPV-Persistenz, positive Resektionsränder, höheres Patientenalter, große Läsionen, kleine Exzidate und mangelnde Erfahrung des Operateurs [2].

Prospektive Observationsstudien haben gezeigt, dass der HPV-high-Risk-Nachweis am sensitivsten residuelle oder rezidivierende Läsionen anzeigt [2]. Der HPV-high-Risk-Test soll frühestens 6 Monate nach der Therapie durchgeführt werden.

HSIL (CIN II, III) im Gesunden entfernt

Gynäkologische Kontrollen (Kolposkopie, Zytologie) in Routineintervallen.

Der HPV-high-Risk-Test soll 6 Monate nach der Therapie durchgeführt werden. Bei positivem Testergebnis und unauffälliger Zytologie, Histologie und Kolposkopie empfiehlt sich ein neuerlicher HPV-high-Risk-Test in weiteren 6 Monaten. Frauen mit negativem HPV-high-Risk-Test können in Routineintervallen weiter kontrolliert werden [7], [24].


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HSIL (CIN II, CIN III) nicht im Gesunden (non in sano) entfernt

Eine Resektion non in sano einer HSIL erfordert keine sofortige Rekonisation/Hysterektomie [22], [24]. Es soll eine kolposkopische, zytologische und histologische Kontrolle in 3 – 6 Monaten durchgeführt werden, wobei der HPV-Test erst nach 6 Monaten indiziert ist. Nur bei Persistenz einer HSIL ist die Rekonisation/Hysterektomie anzustreben.


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AIS nicht im Gesunden (non in sano) entfernt

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei Non-in-sano-Resektionen eines AIS in jedem Fall eine Nachresektion (oder wenn indiziert eine Hysterektomie) durchgeführt werden muss [24].


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6  CIN (SIL) in der Schwangerschaft ([Abb. 8])

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Abb. 8 CIN (SIL) in der Schwangerschaft. [rerif]

6.1  Diagnose

  • Kolposkopie

  • Zytologie

  • histologische Abklärung bei Verdacht auf Invasion

In der Schwangerschaft kann eine Biopsie ohne Gefahr durchgeführt werden und sollte bei unklarem kolposkopischem Befund bei Verdacht auf Invasion eingesetzt werden. Die Durchführung einer endozervikalen Kürettage ist in der Schwangerschaft kontraindiziert.


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6.2  Therapie

Eine chirurgische Therapie in der Schwangerschaft bleibt Einzelfällen vorbehalten und sollte nur bei hochgradigem Verdacht auf Invasion in spezialisierten Zentren durchgeführt werden.


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7  Nomenklatur und zytologische Befundwiedergabe

Dieses Kapitel entspricht inhaltlich auszugsweise dem Qualitätsstandard/Empfehlungen zur gynäkologischen Zervixzytologie der ÖGZ, ÖGPath, 2. überarbeitete Version Juli 2017.

7.1  Begleitinformation auf dem zytologischen Antragformular

Eine vollständige Begleitinformation enthält:

  • Patientinnendaten (Name, Geburtsname, Vorname, Geburtsdatum, Versicherungsnummer, Krankenkasse).

  • Tag der Abnahme.

  • Name des Einsenders (und des behandelnden Arztes, wenn nicht identisch).

  • Präparatdaten (Präparatart, Entnahmeort, Entnahmegerät).

  • Klinische Fragestellung und wesentliche klinische Daten wie Informationen über Blutungsanamnese, Informationen über die hormonelle Situation (wie Hormonsubstitution, Ovulationshemmer, Schwangerschaft, Stillperiode, Menopause), kolposkopischer Befund (z. B.: Entzündung, Polyp), abnorme gynäkologische Blutungen, Intrauterinpessar, vorangegangene gynäkologische oder andere relevante Operationen (z. B.: Konisation, Hysterektomie), relevante Therapie (Bestrahlungen, Chemotherapie, Zytostatika), HPV-Status, pathologische zervixzytologische Vorbefunde.


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7.2  Beurteilung der Abstrichqualität

Die beurteilten Abstriche sind einer der folgenden 3 Gruppen zuzuordnen. Die Kriterien für eine eingeschränkte Abstrichqualität werden in Anlehnung an die entsprechenden Kriterien des Bethesda-Systems wie folgend definiert:

A)  Qualität: „Gut beurteilbar und repräsentativ“

B)  Qualität „Eingeschränkt, aufgrund von …“

C)  Qualität: „Nicht beurteilbar“ (= Pap 0)

  1. nicht bearbeitet wegen technischer und/oder administrativer Mängel

  2. bearbeitet, aber nicht auswertbar wegen …

A)  Qualität: „Gut beurteilbar und repräsentativ“ (alle aufgezählten Kriterien müssen erfüllt sein):

  • Entsprechende Abstrich-Kennzeichnung zur Identifikation

  • Ausreichende klinische Information

  • Repräsentativitätskriterien, Kriterien der Methodik und der technischen Verarbeitung:

    • Entsprechende Zellzahl: konventionelle Abstriche sollten geschätzt 8000 bis 12 000, Dünnschichtpräparate zumindest 5000 gut erhaltene und gut sichtbare Plattenepithelzellen enthalten (Anleitung und Testbilder zum Abschätzen der Zellzahl siehe The Bethesda System 3. Auflage, Seiten 3 ff für Dünnschicht und Seiten 11 ff für konventionelle Abstriche oder https://bethesda.soc.wisc.edu/) [18]. Den Zellgehalt anhand der bestrichenen Fläche des Objektträgers zu bestimmen, ist nicht mehr adäquat.

    • Zylinderepithelzellen und/oder Metaplasiezellen bei Patientinnen mit Portio. Minimum: zumindest 10 gut erhaltene endozervikale Zellen und/oder metaplastische Plattenepithelzellen (PEZ) einzeln oder in Verbänden.

Anmerkung: Fehlende endozervikale Zellen und/oder metaplastische Plattenepithelzellen der Transformationszone (EZ/TZ) werden laut Bethesda nicht mehr als Repräsentativitätsmangel angesehen, die Bethesda-Klassifikation empfiehlt allerdings auch weiterhin die Angabe des Fehlens der EZ/TZ.

B)  Qualität: „Eingeschränkt, aufgrund von …“ (eines der folgenden Kriterien liegt vor):

  • … Repräsentativitätsmangel

    • zellarmer Abstrich (konventionelle Abstriche geschätzt 5000 bis 8000 gut erhaltene und gut sichtbare Plattenepithelzellen, Dünnschichtpräparate geschätzt 2000 bis 5000). Die Zellzahl kann entsprechend der klinischen Ausgangssituation (Schwangerschaft, Hormontherapie, Alter etc.) variieren.

    • Keine oder zu wenige Zylinderepithelzellen und/oder Metaplasiezellen (unabhängig vom Lebensalter der Frau!) bei Patientinnen mit Portio (Begründung siehe oben).

  • … reduzierter Beurteilbarkeit (Methodik und technische Verarbeitung etc.):

    • Fehlen wesentlicher klinischer Informationen, siehe II/1

    • schlechte Fixierung

    • leichte bis mäßige Zellschädigung durch Ausstreichartefakte (Quetschartefakte)

  • Überdeckung von 50 – 75% der epithelialen Zellkomponente durch Blut, Entzündungszellen, dicke Zelllagen, Kontamination ([Abb. 9]).

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Abb. 9 PAP II (NILM) mit Qualitätseinschränkungen. [rerif]

C)  Qualität: „Nicht beurteilbar“ (Pap 0) (eines der folgenden Kriterien liegt vor)

  1. Identifikation des Abstrichpräparates oder Zuordnung zu einer Anweisung nicht möglich.

    • Zerbrochenes oder nicht vorhandenes (nicht eingelangtes) Abstrichpräparat

  2. Repräsentativitätskriterien, Kriterien der Methodik und technischen Verarbeitung:

    • Nicht ausreichende plattenepitheliale Zellkomponente (weniger als geschätzte 5000 PEZ in konventionellen Abstrichen oder weniger als 2000 PEZ in Dünnschichtpräparaten)

    • zu schlechte oder keine Fixierung; Lufttrocknungsartefakte

    • Überdeckung von mehr als 75% der epithelialen Zellkomponente durch: Blut, Entzündung, dicke Zelllagen, Kontamination

    • Ausgeprägte Zellschädigung durch Ausstreichartefakte (Quetschartefakte)

Anmerkung: Angaben zur Repräsentativität sind bei allen Fällen, insbesondere bei PAP I und II durchzuführen. PAP I verlangt einen gut beurteilbaren und repräsentativen Abstrich. Obwohl von untergeordneter Bedeutung sollte in Fällen mit PAP III oder höher ebenfalls eine Angabe zur Abstrichqualität, gegebenenfalls eingeschränkten Repräsentativität/Beurteilbarkeit erfolgen. Ein suspekter Befund (PAP III oder höher) wird auch bei eingeschränkter oder fehlender Repräsentativität erstellt, da diese Fälle unverzüglich weiter abgeklärt werden müssen.


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7.3  Ergebnisnomenklatur

Grundlage für die Erstellung eines zytologischen Befundes ist die Anwendung einer verbindlichen Nomenklatur und Klassifikation auf nationaler ([Tab. 1]) und internationaler Ebene. Das Ergebnis nach Bethesda soll im Befund inkludiert sein.

Tab. 1 Österreichische Gynäkologische-Zytologie-Nomenklatur 2018 mit Bethesda-Äquivalent.

PAP-Gruppe

textliche Befundwiedergabe Zervixzytologie

Äquivalent: Bethesda-System 2015

0

Nicht beurteilbar

Unsatisfactory for evaluation

a) nicht bearbeitet wegen technischer und/oder administrativer Mängel … (Ursache angeben)

a) Rejected specimen (not processed) because … (specimen not labelled, slide broken, etc.)

b) bearbeitet – aber nicht auswertbar wegen … (Ursache angeben – siehe Abstrichqualitätskriterien)

b) Fully evaluated, unsatisfactory specimen: Specimen processed and examined, but unsatisfactory for evaluation of epithelial abnormality because of … (obscuring blood, etc.)

I

Normales, altersentsprechendes Zellbild (inkl. Plattenepithelmetaplasie) in gut beurteilbaren und repräsentativen Abstrichen; vermehrte Entzündungszellen ohne Epithelalteration; Atrophie ohne Zytolyse in repräsentativen Abstrichen.

Negative for intraepithelial lesion or malignancy (NILM)

II

Entzündliche (wenn möglich Organismus angeben: Pilze, Trichomonaden, HSV, bakterielle Mischflora, etc.); reaktiv/reparative oder degenerative Veränderungen; Hyper- und Parakeratose; tubare Metaplasie; schwangerschaftsassoziierte Zellen; normale Endometriumzellen (nur bei klinischer Angabe postmenopausal oder Frau ≥ 45 Jahre); Bestrahlungs-assoziierte Zellveränderungen; atrophes Zellbild mit Zytolyse.

Normales, altersentsprechendes Zellbild, allerdings mit eingeschränkter Abstrichqualität.

Negative for intraepithelial lesion or malignancy/other (NILM)

III

Stärker ausgeprägte entzündlich-regenerative und/oder degenerative und/oder atrophe Veränderungen mit nicht sicher beurteilbarer Dignität (SIL oder invasives Karzinom nicht auszuschließen).

Atypical squamous cells – undetermined significance (ASC-US)

Stärker ausgeprägte entzündlich-regenerative und/oder degenerative und/oder atrophe Veränderungen mit nicht sicher beurteilbarer Dignität; atypische unreife Metaplasie, HSIL oder invasives Karzinom nicht auszuschließen.

Atypical squamous cells – cannot exclude a high-grade squamous intraepithelial lesion (ASC – H)

IIID

HPV-assoziierte Zellveränderungen (Koilozyten, Dyskeratozyten)

Zellen einer niedriggradigen squamösen intraepithelialen Läsion/Neoplasie (LSIL). Optional: Entspricht vormals einer CIN I oder geringgradigen Dysplasie.

Low grade squamous intraepithelial lesion (LSIL)

IIIG

Atypische glanduläre Zellen (wenn möglich angeben: endozervikal oder endometrial oder nicht näher zuordenbar) eher proliferativ, reaktiv.

Atypical endocervical or endometrial or glandular cells (NOS or specify in comment) (AGC)

Atypische glanduläre Zellen (wenn möglich angeben: endozervikal oder endometrial) mit Verdacht auf neoplastische Veränderungen.

Atypical endocervical or glandular cells, favor neoplastic (AGC)

IV

Zellen einer hochgradigen squamösen intraepithelialen Läsion/Neoplasie (HSIL). Optional: Entspricht vormals einer CIN II/III oder mäßiggradigen – hochgradigen Dysplasie

High grade squamous intraepithelial lesion (HSIL)

Zellen eines endozervikalen Adenocarcinoma in situ (AIS).

Endocervical adenocarcinoma in situ (AIS)

V

Zellen eines (vermutlich) invasiven Plattenepithelkarzinoms.

Squamous cell carcinoma

Zellen eines Adenokarzinoms (wenn möglich spezifizieren: endozervikal oder endometrial oder extrauterin).

Adenocarcinoma (endocervical, endometrial, extrauterine, NOS)

Zellen anderer maligner Tumoren (wenn möglich Tumorzelltyp gemäß aktueller WHO-Klassifikation angeben).

Other malignant neoplasms (specify)

Tab. 2 Potenzielle Interessenkonflikte der Autoren.

Reich O.

Berater- bzw. Gutachtertätigkeit: nein; Honorare Vorträge- und Schulungstätigkeiten: ja – Hologic, Roche, Sanofi Pasteur; finanzielle Zuwendungen (Drittmittel): ja – MSD; Eigentümerinteressen: nein; Besitz von Geschäftsanteilen: nein

Braune G.

Berater- bzw. Gutachtertätigkeit: nein; Honorare Vorträge- und Schulungstätigkeiten: nein; finanzielle Zuwendungen (Drittmittel): nein; Eigentümerinteressen: nein; Besitz von Geschäftsanteilen: nein

Eppel W.

Berater- bzw. Gutachtertätigkeit: nein; Honorare Vorträge- und Schulungstätigkeiten: nein; finanzielle Zuwendungen (Drittmittel): nein; Eigentümerinteressen: nein; Besitz von Geschäftsanteilen: nein

Fiedler T.

Berater- bzw. Gutachtertätigkeit: ja – MSD, Roche; Honorare Vorträge- und Schulungstätigkeiten: nein; finanzielle Zuwendungen (Drittmittel): nein; Eigentümerinteressen: nein; Besitz von Geschäftsanteilen: nein

Graf A.

Berater- bzw. Gutachtertätigkeit: nein; Honorare Vorträge- und Schulungstätigkeiten: nein; finanzielle Zuwendungen (Drittmittel): nein; Eigentümerinteressen: nein; Besitz von Geschäftsanteilen: nein

Hefler L.

Berater- bzw. Gutachtertätigkeit: ja – PharmaMar, Roche, Tesaro, AstraZeneca; Honorare Vorträge- und Schulungstätigkeiten: ja – PharmaMar, Roche, Tesaro; finanzielle Zuwendungen (Drittmittel): ja – PharmaMar, Roche, Tesaro, AstraZeneca, Eigentümerinteressen: nein; Besitz von Geschäftsanteilen: nein

Joura E.

Berater- bzw. Gutachtertätigkeit: ja – MSD, Roche; Vorträge- und Schulungstätigkeiten: ja – MSD, Roche; finanzielle Zuwendungen (Drittmittel): nein; Eigentümerinteressen: nein; Besitz von Geschäftsanteilen: nein

Kölbl H.

Berater- bzw. Gutachtertätigkeit: nein; Honorare Vorträge- und Schulungstätigkeiten: nein; finanzielle Zuwendungen (Drittmittel): nein; Eigentümerinteressen: nein; Besitz von Geschäftsanteilen: nein

Marth C.

Berater- bzw. Gutachtertätigkeit: ja – Roche, Novartis, Amgen, MSD, AstraZeneca, Pfizer, PharmaMar, Cerulean, Vertex, Tesaro; Honorare Vorträge- und Schulungstätigkeiten: ja – Roche, Novartis, Amgen, MSD, AstraZeneca, PharmaMar, Tesaro; finanzielle Zuwendungen (Drittmittel): ja – EU, FWF, AstraZeneca, Roche; Eigentümerinteressen: nein; Besitz von Geschäftsanteilen: nein

Pokieser W.

Berater- bzw. Gutachtertätigkeit: nein; Honorare Vorträge- und Schulungstätigkeiten: nein; finanzielle Zuwendungen (Drittmittel): ja – aus Drittmittelkonto Institut für Pathologie; Eigentümerinteressen: nein; Besitz von Geschäftsanteilen: nein

Regitnig P.

Berater- bzw. Gutachtertätigkeit: nein; Honorare Vorträge- und Schulungstätigkeiten: ja – Roche, AstraZeneca; finanzielle Zuwendungen (Drittmittel): nein; Eigentümerinteressen: nein; Besitz von Geschäftsanteilen: nein

Reinthaller A.

Berater- bzw. Gutachtertätigkeit: nein; Honorare Vorträge- und Schulungstätigkeiten: ja – Amgen, AstraZeneca, Novartis, Roche, Roche Diagnostics, Tesaro; finanzielle Zuwendungen (Drittmittel): ja – AstraZeneca, Roche; Eigentümerinteressen: nein; Besitz von Geschäftsanteilen: nein

Tamussino K.

Berater- bzw. Gutachtertätigkeit: nein; Honorare Vorträge- und Schulungstätigkeiten: nein; finanzielle Zuwendungen (Drittmittel): nein; Eigentümerinteressen: nein; Besitz von Geschäftsanteilen: nein

Widschwendter A.

Berater- bzw. Gutachtertätigkeit: nein; Honorare Vorträge- und Schulungstätigkeiten: ja; finanzielle Zuwendungen (Drittmittel): nein; Eigentümerinteressen: nein; Besitz von Geschäftsanteilen: nein

Zeimet A.

Berater- bzw. Gutachtertätigkeit: ja – Roche, Amgen AstraZeneca, PharmaMar, Tesaro; Honorare Vorträge- und Schulungstätigkeiten: ja – Roche, Amgen AstraZeneca, PharmaMar, Tesaro; finanzielle Zuwendungen (Drittmittel): nein; Eigentümerinteressen: nein; Besitz von Geschäftsanteilen: nein

Kohlberger P.

Berater- bzw. Gutachtertätigkeit: nein; Honorare Vorträge- und Schulungstätigkeiten: nein; finanzielle Zuwendungen (Drittmittel): nein; Eigentümerinteressen: nein; Besitz von Geschäftsanteilen: nein


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Leitlinienprogramm Herausgeber

Federführende Fachgesellschaften

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Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG)
Repräsentanz der DGGG und Fachgesellschaften
Hausvogteiplatz 12, DE-10117 Berlin
info@dggg.de
http://www.dggg.de/


Präsident der DGGG
Prof. Dr. med. Anton Scharl
Direktor der Frauenkliniken
Klinikum St. Marien Amberg
Mariahilfbergweg 7, DE-92224 Amberg
Kliniken Nordoberpfalz AG
Söllnerstraße 16, DE-92637 Weiden


DGGG-Leitlinienbeauftragte
Prof. Dr. med. Matthias W. Beckmann
Universitätsklinikum Erlangen, Frauenklinik
Universitätsstraße 21 – 23, DE-91054 Erlangen


Prof. Dr. med. Erich-Franz Solomayer
Universitätsklinikum des Saarlandes
Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin
Kirrberger Straße, Gebäude 9, DE-66421 Homburg


Leitlinienkoordination
Dr. med. Paul Gaß, Dr. med. Gregor Olmes, Christina Meixner
Universitätsklinikum Erlangen, Frauenklinik
Universitätsstraße 21 – 23, DE-91054 Erlangen
fk-dggg-leitlinien@uk-erlangen.de
http://www.dggg.de/leitlinienstellungnahmen

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Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG)
Frankgasse 8, AT-1090 Wien
stephanie.leutgeb@oeggg.at
http://www.oeggg.at


Präsidentin der OEGGG
Prof. Dr. med. Petra Kohlberger
Universitätsklinik für Frauenheilkunde Wien
Währinger Gürtel 18–20, AT-1090 Wien


OEGGG-Leitlinienbeauftragte
Prof. Dr. med. Karl Tamussino
Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Graz
Auenbruggerplatz 14, AT-8036 Graz


Prof. Dr. med. Hanns Helmer
Universitätsklinik für Frauenheilkunde Wien
Währinger Gürtel 18–20, AT-1090 Wien

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Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG)
Gynécologie Suisse SGGG
Altenbergstraße 29, Postfach 6, CH-3000 Bern 8
sekretariat@sggg.ch
http://www.sggg.ch/


Präsident der SGGG
Dr. med. David Ehm
FMH für Geburtshilfe und Gynäkologie
Nägeligasse 13, CH-3011 Bern


SGGG-Leitlinienbeauftragte
Prof. Dr. med. Daniel Surbek
Universitätsklinik für Frauenheilkunde
Geburtshilfe und feto-maternale Medizin
Inselspital Bern
Effingerstraße 102, CH-3010 Bern


Prof. Dr. med. René Hornung
Kantonsspital St. Gallen, Frauenklinik
Rorschacher Straße 95
CH-9007 St. Gallen


#

Conflict of Interest/Interessenkonflikt

See [Table 2]./
Siehe [Tab. 2].


Correspondence/Korrespondenzadresse

a.o. Univ. Prof. Dr. Petra Kohlberger, M. Sc.
Universitätsklinik für Frauenheilkunde
Medizinische Universität Wien
Währinger Gürtel 18 – 20
A-1090 Wien
Österreich   

Publication History

Received: 27 September 2018

Accepted: 15 October 2018

Publication Date:
14 December 2018 (online)

© .

Georg Thieme Verlag KG
Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany


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Fig. 1 Management following positive HPV test. [rerif]
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Fig. 2 Management of patients with PAP III (ASCUS, ASC-H). [rerif]
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Fig. 3 Management of patients with PAP IIID (LSIL). [rerif]
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Fig. 4 Management of patients with PAP IIIG (AGC-NOS, AGC). [rerif]
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Fig. 5 Management of patients with PAP IV (HSIL, AIS). [rerif]
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Fig. 6 Management of patients with PAP V. [rerif]
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Fig. 7 Procedure after histological verification of LSIL (CIN I), HSIL (CIN II, CIN III), AIS. [rerif]
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Fig. 8 CIN (SIL) in Pregnancy. [rerif]
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Fig. 9 PAP II (NILM) but quality of smear is unsatisfactory. [rerif]
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Abb. 1 Management bei positivem HPV-Test. [rerif]
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Abb. 2 Management von Patientinnen mit PAP III (ASCUS, ASC-H). [rerif]
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Abb. 3 Management von Patientinnen mit PAP IIID (LSIL). [rerif]
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Abb. 4 Management von Patientinnen mit PAP IIIG (AGC-NOS, AGC). [rerif]
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Abb. 5 Management von Patientinnen mit PAP IV (HSIL, AIS). [rerif]
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Abb. 6 Management von Patientinnen mit PAP V. [rerif]
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Abb. 7 Vorgangsweise bei histologisch verifizierter LSIL (CIN I), HSIL (CIN II, CIN III), AIS. [rerif]
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Abb. 8 CIN (SIL) in der Schwangerschaft. [rerif]
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Abb. 9 PAP II (NILM) mit Qualitätseinschränkungen. [rerif]
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