Ultraschall in Med 2018; 39(06): 711-712
DOI: 10.1055/a-0796-7270
ÖGUM-Mitteilungen
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Publication Date:
14 December 2018 (online)

 

Nachruf Prof. Dr. Leo Marosi

Im Februar 2018 ist Herr Prim. i.R Univ. Prof. Dr. Leo Marosi im Alter von 68 Jahren verstorben. Er leitete nach seiner Ausbildung am Wiener AKH ab 1994 die II. Interne Abteilung am öffentlichen Krankenhaus Wiener Neustadt, nach Betriebsübergang an das Land Niederösterreich die II. Innere Medizin am Landesklinikum Wiener Neustadt bis zu seiner Pensionierung 2014. Die klinischen und wissenschaftlichen Interessen des Verstorbenen waren breit gestreut. An der von ihm geleiteten Abteilung gab es Schwerpunkte für Kardiologie, Nephrologie, Angiologie und Intensivmedizin. Den Kranken der Region konnte damit eine breit gefächerte Versorgung auf höchstem medizinischem Niveau geboten werden. Seine ärztliche Tätigkeit für die Bevölkerung wurde mit der Verleihung des Ehrenzeichens für besondere Verdienste des Bundeslandes Burgenland und mit der Stadtwappennadel der Stadt Wiener Neustadt gewürdigt.


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Auch in den wissenschaftlichen Arbeiten spiegelt sich das breite Interesse des Verstorbenen wider. Er war Autor und Co-Autor zahlreicher Publikationen auf den Gebieten Kardiologie, Nephrologie, Angiologie, Onkologie und Intensivmedizin. Schon sehr früh befasste sich Prof. Marosi mit der damals noch sehr jungen Ultraschalldiagnostik und publizierte dazu. Erwähnt sei eine systematische Untersuchung des extrakraniellen Karotis-Systems an Gesunden (Ultraschall in Med 1984; 5(4): 174 – 181). Diese wissenschaftlichen und klinischen Tätigkeiten führten schon vor langer Zeit zum Engagement in der Österreichischen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (ÖGUM). So bekleidete der Verstorbene von 1984 – 2002 unterschiedliche Funktionen im Vorstand der Gesellschaft und war von 1998 – 2000 deren Präsident. Er trug damit wesentlich zur Entwicklung der Fachgesellschaft bei. Im Namen der ÖGUM bedanken wir uns bei Herrn Univ. Prof. Dr. Leo Marosi für sein hohes Engagement. Wir werden sein Andenken in Ehren halten.

Prof. Dr. Hermann Kathrein
Prof. Dr. Barbara Pertl
OA PD Dr. Hannes Gruber
PD Dr. Stefan Meng
Prim. Dr. Wolfgang Arzt
Dr. Doris Kerö

Schreiben an das Präsidium der österreichischen Ärztekammer und die Landesfachgruppensprecher Innere Medizin (über die jeweiligen Länderkammern)

Betreff: 18 – 1712 Kardiologie für den Arzt für Allgemeinmedizin; Patientenmanagement mit Echokardiografie des ZAM der Wiener Ärztekammer

Sehr geehrte Damen und Herren!

Der Vorstand der ÖKG hat durch Nachfrage einer Behörde, der zukünftig kardiologische Untersuchungen von Leistungspersonal durch Allgemeinmediziner angeboten wurde, Kenntnis von obengenanntem Projekt erlangt.

Der Nutzen von Herzultraschalluntersuchungen ist groß, ein verbreiteter Einsatz dieser nichtinvasiven Methode und Fortbildungen zu diesem Thema sind zu begrüßen.

In den letzten Jahren wurde gemeinsam mit internationalen Fachgesellschaften ein länderübergreifend gültiges Curriculum in fokussierter Echokardiografie als Teil der Notfallsonografie etabliert. Diese Point-of-care-Untersuchung ersetzt die vollständige fachärztliche Standarduntersuchung nicht und darf nicht damit verwechselt werden.

Zur Erstellung und Verrechnung einer Echokardiografie ist eine mehrjährige Fachausbildung zum Kardiologen oder Internisten (in diesem Fall mit dem Ablegen einer theoretischen und praktischen Prüfung) notwendig. Details zu den Ausbildungsrichtlinien finden sich auf der Homepage der österreichischen kardiologischen Gesellschaft (ÖKG) sowie in der aktuellen Ausbildungsordnung.

Eine auf Qualitätssicherung ausgerichtete Standesvertretung und eine auf reproduzierbare Leistungen bedachte Sozialversicherung kann Kurzkurse mit einer Option auf Refundierung nicht akzeptieren.

Für eine differenzierte Erweiterung des Ultraschall-Fortbildungsangebots stehen Ansprechpartner aller Fachgremien jederzeit gerne zur Verfügung. Der wiederholte Versuch von Einzelaktionen und das in Aussichtstellen einer Verrechenbarkeit fachärztlicher Positionen ohne fundierte klinische Ausbildung werden nach wie vor (siehe Korrespondenz 2012; Beilage 1) strikt abgelehnt.

Dr. Gustav Huber (Leiter der Arbeitsgruppe Echo der ÖKG)
Prim. Univ.-Prof. Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer (Präsidentin der ÖKG)
Assoc. Prof. Priv. Doz. Mag. Dr. Bonni Syeda (Leiterin der Arbeitsgruppe niedergelassener Kardiologen der ÖKG)
Univ.-Doz. Dr. Marcus Müllner (Präsident des Berufsverbandes der Internisten)
Dr. Lothar Fiedler (Bundesfachgruppenobmann der Fachgruppe Innere Medizin in der österreichischen Ärztekammer)
Dr. Doris Kerö (Leiterin des Arbeitskreises Echokardiografie in der ÖGUM)


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Neubesetzung der Arbeitsgruppe Urosonografie der ÖGUM

Als neu berufene Arbeitsgruppenleiter für den Bereich „Urosonografie“ möchten meine Kollegen Friedrich Aigner (Radiologie) und Alexandre Pelzer (Urologie) sowie ich, Leo Pallwein-Prettner (Radiologie), uns kurz vorstellen:

Durch eine jahrelange und dementsprechend intensive Zusammenarbeit mit den Kollegen von der Radiologie und der Urologie (damals auch mit dem Kollegen Prof. Pelzer) der Uniklinik Innsbruck wurde uns die Entwicklung eines sehr spezialisierten uroradiologischen Fachwissens ermöglicht. Besondere Schwerpunkte lagen in unserer täglichen Arbeit auf dem Gebiet der Urosonografie unter Einbeziehung des inneren und äußeren männlichen Genitals und mit spezieller Berücksichtigung der Anwendungsmöglichkeiten der Kontrastmittelsonografie und der Elastografie in den verschiedenen Entitäten. Auch die Themen Bildfusion – vor allem zum Zweck der gezielten Prostatabiopsie – wurden intensiv behandelt.

Diese Kombination aus Urologie und Radiologie ist in der von uns gelebten Praxis einzigartig und hat nicht nur zu vielerlei wissenschaftlichen Abhandlungen geführt, sondern uns auch bewogen, ein didaktisches Lehrkonzept der Uroradiologie zu entwickeln und auf der Basis von Fallpräsentationen unsere Erfahrungen auf dem Gebiet der Urosonografie in Form von Trainingskursen an alle interessierten KollegInnen der Urologie und Radiologie weiterzugeben. Diese Ultraschallkurse entsprechen natürlich den ÖGUM-Kriterien und sollen in Zusammenarbeit mit der ÖGU und dem BVU entstehen. Der erste Kurs ist ein Hands-on-Workshop zum Thema „US/MRT-geführte Fusions-Bildgebung der Prostata“ am 8. Dezember in Salzburg. Weitere Termine werden bekanntgegeben.

Wir hoffen, damit den Stellenwert der Urosonografie auch in seiner Bewertung bei den Krankenkassen verbessern zu können, um vor allem den niedergelassenen UrologInnen neue Anreize beim Erwerb eines Hochleistungsultraschallgeräts bieten zu können.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit allen interessierten KollegInnen.

PD Dr. Leo Pallwein-Prettner, GZ Steyr, Dukartstrasse 15 A-4400 Steyr, Austria
Prim. Prof. Dr. Alexandre Egon Pelzer, MBA, FEBU, Abteilung für Urologie, Klinikum Wels-Grieskirchen, Grieskirchner Strasse 42, A-4600 Wels, Austria
PD Dr. Friedrich Aigner, Leitender Oberarzt Bereich Urogenitale Radiologie, Department Radiologie, Medizinische Universität Innsbruck, Anichstrasse 35, A-6020 Innsbruck, Austria


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