Rofo 2020; 192(02): 195-196
DOI: 10.1055/a-1064-3014
DRG-Mitteilungen
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Abstract-Einreichung für CIRSE 2020 beginnt

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Publication Date:
28 January 2020 (online)

 

    Liebe Kollegen,

    die Abstract-Einreichung für die Jahrestagung der Cardiovascular and Interventional Radiological Society of Europe, CIRSE 2020, hat begonnen!

    Ich möchte Sie alle ganz herzlich persönlich dazu auffordern, Ihre Abstracts in den Kategorien educational, scientific und case report einzureichen und die Chance zu nutzen, beim CIRSE-Kongress Ihre Forschungsresultate vor dem weltweit größten Fachpublikum in minimalinvasiven bildgesteuerten Behandlungsmethoden zu präsentieren.

    2019 hat der CIRSE-Kongress alle Rekorde geschlagen. Mit 1705 Abstracts wurden mehr Beiträge denn je eingereicht und auch die über 7100 Kongressteilnehmer übertrafen alle bisherigen Besucherzahlen. Dieser tolle Erfolg ist für mich persönlich Motivation und Ansporn. 2020 wird der CIRSE-Kongress nun zum zweiten Mal in München stattfinden. Für die Interventionsradiologie in Deutschland ist dies die einmalige Chance, die Vielfalt und Stärke unserer Disziplin sichtbar werden zu lassen. Darüber hinaus gilt es auch, jüngere Kolleginnen und Kollegen für die Interventionelle Radiologie zu begeistern. Nutzen Sie daher auch die Möglichkeit, Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem IR-Trainee-Support-Programm der CIRSE an die Interventionsradiologie heranzuführen.

    2020 wird sich der CIRSE-Kongress bereits zum 35. Mal jähren. Seit seinen Anfängen als kleines Treffen gleichgesinnter medizinischer Pioniere in Wien im Jahr 1985 hat sich CIRSE zum weltgrößten und umfassendsten Kongress für minimalinvasive bildgesteuerte Behandlungsmethoden entwickelt. CIRSE bietet DIE Plattform für wissenschaftlichen und Bildungsaustausch in der Interventionellen Radiologie und somit die Grundlage dafür, Forschung, Innovation und Evidenzgrundlage auf diesem Gebiet kontinuierlich weiterzuentwickeln.

    Zusätzlich zum umfangreichen Weiterbildungsangebot wird CIRSE 2020 insbesondere auf die Evidenz unserer täglichen Praxis fokussieren. Verschiedene Hot-Topic-Symposien, Expertenrunden und Fokussitzungen werden dazu beleuchten, was wir aus den neuesten Studien und Patientenregistern gelernt haben.

    Als Teil des Onkologie-Tracks wird ein Hot-Topic-Symposium die vorläufigen Ergebnisse der Beobachtungsstudien untersuchen, die die CIRSE derzeit durchführt. Darunter eine Studie zur Behandlung von Leberkrebs mit SIR-Spheres (CIRT) und ein Patientenregister zur Behandlung von Leberzellkarzinomen mit LifePearl-Mikrosphären (CIREL).

    Im Rahmen des venösen Themenbereichs wird ein Expertengremium evidenzbasierte Praxis im Bereich Hämodialyse-Management diskutieren, die K-DOQI-Richtlinien unter die Lupe nehmen und einen Überblick über randomisierte kontrollierte Studien zu medikamentenfreisetzenden Technologien geben.

    Auch 2020 wird es wieder das interdisziplinäre endovaskuläre Aorten-Symposium IDEAS geben, das von all jenen, die sich nur für diesen Teilaspekt der Interventionellen Radiologie interessieren, auch separat besucht werden kann.

    Nach seiner erfolgreichen Einführung auf dem letztjährigen Kongress wird CIRSE 2020 wieder einen Fokustag PAD beinhalten, ein Mikrotrack, der sich der Behandlung der peripheren arteriellen Erkrankung widmet. Auch wird es wieder eine [email protected] geben, die sich ausschließlich neuesten, bisher nicht publizierten Erkenntnissen aus relevanten Studien und Patientenregistern widmet. Diejenigen unter uns, die Myomembolisationen durchführen, warten besonders gespannt auf die Ergebnisse der FEMME-Studie zum Vergleich der Lebensqualität nach UFE versus Myomektomie, die bei einer der UFE-Fokussitzungen vorgestellt werden. „Here to stay“ möchte man nicht nur für die UFE ausrufen. Auch die Prostata-Arterien-Embolisation ist längst aus dem experimentellen Stadium heraus, und so werden in einer weiteren Sitzung des Embolisations-Tracks die relevanten Studienergebnisse zur PAE diskutiert werden.

    Einer der Höhepunkte des Programms für nichtvaskuläre Interventionen wird ein Hot-Topic-Symposium zu den sich rasch entwickelnden Therapieoptionen bei angeborenen und erworbenen lymphatischen Erkrankungen sein.

    Im Neurointerventionsprogramm wird ein Grundlagenkurs zur Thrombektomie die aktuellen Erkenntnisse aus Studien mit Informationen zu Diagnostik, Indikationsstellung, Durchführung und perinterventionellem Managment verknüpfen und damit von besonderem Interesse für all diejenigen sein, die sich überlegen, Schlaganfallbehandlung in ihre klinische Praxis aufzunehmen.

    Wie Sie sehen, wird CIRSE 2020 mit zahlreichen Vorträgen und Expertenrunden die Evidenzgrundlage für die Sicherheit und Effizienz interventionell-radiologischer Behandlungsmethoden weiter vorantreiben. Gleichzeitig werden Kongressbesucher die Möglichkeiten erhalten, ihre technischen Fähigkeiten mit Tipps und Tricks renommierter Experten in zahlreichen Lehrvorträgen und praktischen Schulungen zu verbessern.

    Vor der Jahrestagung wird es eine weitere Gelegenheit geben, die Prüfung für das European Board of Interventional Radiology (EBIR) abzulegen und somit die formelle Zertifizierung umfassender IR-Kenntnisse zu erlangen.

    Mit CIRSE 2020 in München kehrt der weltgrößte Kongress für minimalinvasive bildgesteuerte Behandlungsmethoden zurück in das Heimatland vieler seiner Pioniere. Ich bin überzeugt davon, dass es ein grandioses Treffen wird und freue mich bereits darauf, Sie dort willkommen heißen zu dürfen!

    Prof. Thomas Kröncke
    Vorsitzender des CIRSE-2020-Programmkomitees

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