ZUSAMMENFASSUNG
Die Gabe von Kalzimimetika ist eine der am häufigsten angewendeten Behandlungen für
die Therapie des sekundären Hyperparathyreoidismus (sHPT) bei Dialysepatienten. Ein
hoher PTH-Spiegel (PTH: Parathormon) ist mit einer höheren Morbidität und Mortalität
verbunden. In dieser Studie wurden die Hämodialysepatienten im Universitätsklinikum
Burgos (Spanien) in Behandlung mit Cinacalcet auf Etelcalcetid umgestellt. Vor der
Therapieumstellung wurden für ca. 10 Tage keine Kalzimimetika verabreicht („Auswaschphase“).
Die PTH-, Phosphat- und Kalzium-Werte wurden wöchentlich kontrolliert. Cinacalcet
(mittlere Dosis 210 mg/Woche) und Etelcalcetid (mittlere Dosis 7,5 mg/Woche) zeigten
sich gleich effektiv zur Senkung der PTH-Werte. Die PTH- und Kalzium-Werte waren nach
11 Wochen Etelcalcetid-Therapie signifikativ niedriger als nach nur einer Woche Behandlung.
Es ergaben sich weder schwere Hypokalzämien noch relevante QTc-Verlagerungen während
der Studie. Zusammenfassend erscheint Etelcalcetid eine therapeutische Alternative
für Patienten mit Polypharmazie zu sein.