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DOI: 10.1055/a-2531-8133
Radikale Zystoprostatektomie und pelvine Lymphadenektomie

Steckbrief
Die radikale Zystektomie mit nachfolgender Harnableitung ist ein Verfahren zur lokalen Tumorkontrolle und für das exakte lokale Staging. Die 5-Jahres-Überlebensrate bei muskelinvasivem, nicht organüberschreitendem Harnblasenkarzinom liegt bei etwa 75%. Durch die Fortentwicklung operativer Techniken und perioperativer anästhesiologischer Maßnahmen ist die perioperative Mortalität auf 1–3% gesunken. Die radikale Zystektomie beinhaltet beim Mann die En-bloc-Entfernung von Harnblase, distalen Ureteren, Samenblasen und Prostata. Bei der Frau werden standardmäßig Harnblase, Urethra, distale Ureteren, Uterus mit vorderem Vaginaldach, Ovarien und viszerales Peritoneum en bloc entfernt. Bei der Frau ist aufgrund der Verfügbarkeit des orthotopen Harnblasenersatzes die Radikalität der Operation zugunsten einer besseren Funktionalität bei gleicher onkologischer Kontrolle einem klaren Wandel unterzogen.
Publication History
Article published online:
26 August 2025
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