Diabetologie und Stoffwechsel 2025; 20(S 02): S313-S318
DOI: 10.1055/a-2592-8456
DDG-Praxisempfehlung

Diabetes mellitus und Herz

Authors

  • Katharina Marx-Schütt

    1   Medizinische Klinik I – Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin, Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen, Deutschland (Ringgold ID: RIN39058)
  • Thomas Forst

    2   CRS Clinical Research Services Mannheim GmbH, Mannheim, Deutschland
  • Andreas L. Birkenfeld

    3   Institut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen (IDM), Helmholtz Zentrum München und Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (DZD e. V.), Neuherberg, Deutschland
    4   Medizinische Klinik IV, Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen, Deutschland
  • Andreas Zirlik

    5   Klinik für Innere Medizin – Abteilung für Kardiologie, Medizinische Universität Graz, LKH Universitätsklinikum Graz, Graz, Österreich (Ringgold ID: RIN31475)
  • Dirk Müller-Wieland

    6   Medizinische Klinik I – Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin, Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen, Deutschland (Ringgold ID: RIN39058)
  • Nikolaus Marx

    7   Medizinische Klinik I – Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin, Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen, Deutschland (Ringgold ID: RIN39058)

10.1055/a-2312-0523

Aktualisierungshinweis

Die DDG-Praxisempfehlungen werden regelmäßig zur zweiten Jahreshälfte aktualisiert. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie jeweils die neueste Version lesen und zitieren.

Inhaltliche neuerungen gegenüber der Vorjahresfassung
  • Neuerung 1: Es sollte ein systolischer Blutdruck von 120–129mmHg angestrebt werden.

  • Begründung: In der kürzlich veröffentlichten BROAD-Studie zeigte sich bei Patienten mit Typ-2-Diabetes in der Gruppe mit intensiver Blutdrucksenkung (121,6mmHg versus 133,2mmHg in der Standardgruppe) eine signifikante Reduktion des primären Endpunkts aus nicht-fatalem Schlaganfall, nicht-fatalem Myokardinfarkt, Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz oder kardiovaskulärem Tod [1]. Diese Daten unterstützen zudem die 2024 ESC-Leitlinienempfehlung zum Management der arteriellen Hypertonie mit einem generellen Blutdruckziel von 120–129mmHg systolisch für die meisten Patienten [2].

  • Stützende Quellenangabe: [1] [2]

  • Neuerung 2: Zur Risikostratifizierung des Thromboembolie-Risikos bei Vorhofflimmern/Vorhofflattern wird der CHA2DS2-VA Score verwendet ([Tab. 2]).

  • Begründung: In der 2024 erschienen ESC-Leitlinie zum Management von Vorhofflimmern wurde die Definition des CHA2DS2-VASc-Score überarbeitet. Die Kategorie des Geschlechtes (S) ist entfallen, da dies von den Autoren als altersbedingter Risikofaktor und weniger geschlechtsspezifisch gewertet wurde.

  • Stützende Quellenangabe: [3]



Publication History

Received: 26 June 2025

Accepted: 26 June 2025

Article published online:
24 December 2025

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