Diabetologie und Stoffwechsel 2025; 20(S 02): S428-S442
DOI: 10.1055/a-2592-9700
DDG-Praxisempfehlung

Diabetes im Krankenhaus

Authors

  • Karsten Müssig

    1   Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie, Niels-Stensen-Kliniken, Franziskus-Hospital Harderberg, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Münster, Georgsmarienhütte, Deutschland
  • Baptist Gallwitz

    2   Deutsche Diabetes Gesellschaft, Berlin, Deutschland
  • Thomas Haak

    3   Diabetes-Klinik am Diabetes Zentrum Mergentheim, Bad Mergentheim, Deutschland
  • Monika Kellerer

    4   Zentrum für Innere Medizin I, Marienhospital Stuttgart, Stuttgart, Deutschland
  • Erhard Siegel

    5   Klinik für Gastroenterologie, Diabetologie und Ernährungsmedizin, St. Josefkrankenhaus Heidelberg GmbH, Heidelberg, Deutschland

10.1055/a-2312-1160

Aktualisierungshinweis

Die DDG-Praxisempfehlungen werden regelmäßig zur zweiten Jahreshälfte aktualisiert. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie jeweils die neueste Version lesen und zitieren.

Inhaltliche Neuerungen Gegenüber der Vorjahresfassung

Neuerung 1: Die pharmakokinetischen Charakteristika von Insulin icodec wurden in [Tab. 1] ergänzt.

Begründung: Das Wocheninsulin ist seit dem 01.09.2024 in Deutschland verfügbar.

Stützende Quellenangabe: [17]

Neuerung 2: Die Kriterien und Schweregrade der diabetischen Ketoazidose (DKA) und des hyperglykämischen hyperosmolaren Syndroms (HHS) wurden entsprechend der Empfehlungen eines aktuellen Konsensusberichts überarbeitet.

Begründung: Berücksichtigung aktueller Empfehlungen der Amerikanischen Diabetesgesellschaft (American Diabetes Association)

Stützende Quellenangabe: [36]

Neuerung 3: Die perioperative Anpassung des Basalinsulins wurde entsprechend einer aktuellen Praxisempfehlung überarbeitet.

Begründung: Berücksichtigung aktueller Empfehlungen der Amerikanischen Diabetesgesellschaft (American Diabetes Association)

Stützende Quellenangabe: [3]

Neuerung 4: Die Empfehlung einer Arbeitsgruppe zum perioperativen Umgang mit einmal wöchentlich verabreichtem Insulin wurde mit aufgenommen.

Begründung: Berücksichtigung erster Empfehlungen zum Wocheninsulin

Stützende Quellenangabe: [46]

Neuerung 5: Aktuelle Empfehlungen zum perioperativen Umgang mit GLP-1- und GIP/GLP-1-Rezeptoragonisten wurden mit aufgenommen.

Begründung: Berücksichtigung aktueller Empfehlungen deutscher Fachgesellschaften

Stützende Quellenangabe: [45]

Neuerung 6: Eine aktuelle Fallserie, die den sicheren Einsatz von Hybrid-Loop-Systemen im Krankenhaus ergab, wurde ergänzt.

Begründung: Berücksichtigung aktueller Studienergebnisse

Stützende Quellenangabe: [80]

Neuerung 7: In [Tab. 7] wurde die diagnostische Grenze von 3,5–5,5 mmol/l auf niedrigere Werte (3,5–4,5 mmol/l) gesetzt. Auch wurde der Hinweis ergänzt, dass Kaliumwerte aus Hepatinplasma und nicht aus Serum bestimmt werden sollten, um artifiziell erhöhte Kaliumwerte zu vermeiden.

Begründung: Die Verwendung von Serum ist für die Bestimmung der in-vivo-Kaliumkonzentration ungeeignet. Während des Gerinnungsprozesses, der zur Bildung von Serum erforderlich ist, werden Kaliumionen aus den Thrombozyten freigesetzt, was zu falsch hohen Kaliumkonzentrationen im Serum führt.

Stützende Quellenangabe: [36]



Publication History

Received: 26 June 2025

Accepted: 20 August 2025

Article published online:
24 December 2025

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