Zusammenfassung
Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Entstehung und
Entwicklung von Geoffrey Maitlands Slump-Test in den 1970er Jahren.
Zum einen basierte Maitland die Entwicklung des Slump-Tests auf die bestehende
Theorie der duralen Beweglichkeit und damit verbundener potenzieller Symptome.
Zum anderen nutzte er seine umfangreiche klinische Erfahrung und analysierte
genau die Zusammenhänge zwischen den Bewegungen des Kopfes und der unteren
Extremitäten inklusive der Symptombeschreibung der Patient*innen. Indem er
beides kombinierte, entwickelte er den Slump-Test, um so eine neuronale (durale)
Dysfunktion zu detektieren. Zu diesem Zeitpunkt war ihm jedoch noch nicht
bewusst, dass dieser Test später zu einem der zentralen Werkzeuge in der
heutigen neurodynamischen Diagnostik und Therapie werden würde.
In diesem Artikel wird die aktuelle Umsetzung des Slump-Tests vorgestellt, wobei
auch auf mögliche Fehlerquellen, sogenannte „Pitfalls“, eingegangen wird, die
beim Einsatz des Tests beachtet werden sollten. Darüber hinaus werden
ausgewählte Studien zur Wirksamkeit des Tests diskutiert. Ein weiterer
Schwerpunkt liegt auf den Unterschieden in den Reaktionen von symptomatischen
und asymptomatischen Proband*innen, die eine wichtige Rolle bei der
Interpretation der Testergebnisse spielen. Abschließend werden sowohl die
bekannten als auch die weniger bekannten Variationen des Slump-Tests
vorgestellt, die in der klinischen Praxis Anwendung finden.
Abstract
This article provides a comprehensive overview of the origin and development of
Geoffrey Maitland’s Slump Test in the 1970s.
On the one hand, Maitland based the development of the Slump test on the existing
theory of dural mobility and the associated potential symptoms. Secondly, he
drew on his extensive clinical experience and carefully analyzed the
relationships between the movements of the head and lower extremities, including
the patient’s description of symptoms. By combining the two, he developed the
Slump test to detect neural (dural) dysfunction. At that time, however, he did
not realize that this test would later become one of the central tools in
today’s neurodynamic diagnostics and therapy.
This article presents the current execution of the Slump Test, highlighting
potential sources of error, known as “pitfalls,” that should be considered when
using the test. Furthermore, the existing scientific evidence regarding the
effectiveness of the test is discussed. Another focus lies on the differences in
responses between symptomatic and asymptomatic subjects, which play a crucial
role in interpreting test results. Finally, both well-known and less familiar
variations of the Slump test that are utilized in clinical practice are
presented.
Schlüsselwörter
Slump-Test - Neurodynamik - klinische Anwendung
Keywords
Slump test - neurodynamics - clinical application