Dtsch Med Wochenschr 2026; 151(04): 141
DOI: 10.1055/a-2711-4307
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„Schön“ bedeutet für das Gehirn oft „leicht zu verarbeiten“

Das, was Menschen als visuelle Ästhetik empfinden, könnte tatsächlich nur mit geringerem Energieverbrauch im Gehirn assoziiert sein. Das zeigte eine experimentelle Studie mit über 1000 Personen. Bilder, deren Verarbeitung weniger Neuronen und weniger Stoffwechselarbeit erforderte, wurden durchweg als ästhetisch ansprechender bewertet. Das visuelle System des Gehirns bevorzugt offenbar ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Stimulation und geringen biologischen Kosten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass „Schönheit“ einfach eine Strategie des Gehirns sein könnte, um Energie zu sparen und gleichzeitig aktiv zu bleiben. [Nu]



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Article published online:
09 February 2026

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