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DOI: 10.1055/a-2718-7471
Liebe Leserinnen und Leser,
Gewalt und Aggression – zwei Begriffe, die wir mit der Intensivstation kaum in Verbindung bringen möchten, und doch gehören sie für das Behandlungsteam einer Intensivstation zum Berufsalltag. Patientinnen und Patienten mit Delir, Angehörige in Ausnahmesituationen, psychiatrische (Co-)Diagnosen der kritisch Kranken und vieles mehr stellen uns immer wieder vor Herausforderungen.
Die Ursachen für Gewaltereignisse im Setting der Intensivstation sind vielschichtig, die Folgen gravierend. Zwischen Alarmen, Zeitdruck und existenziellen Entscheidungen entstehen Spannungsfelder, die physische wie psychische Gewalt begünstigen.
Der CNE Schwerpunktbeitrag dieser Ausgabe zeigt, wie Gewalt entsteht, wie sie verhindert werden kann – und wie wichtig es ist, Betroffene nicht allein zu lassen. Prävention bedeutet dabei mehr als Deeskalationstrainings. Es geht um Haltung, Kommunikation und Strukturen, die Sicherheit und Wertschätzung fördern. Auch rechtliche Aspekte werden im Beitrag beleuchtet.
Wenn man sich mit diesem komplexen Thema beschäftigt, kann man sich in plötzlich auftretenden Gefahrensituationen entsprechend verhalten, um sich selbst und andere besser zu schützen.
Viel Freude beim Lesen der aktuellen Ausgabe.
Christian Emsden
Publication History
Article published online:
09 January 2026
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