Einleitung
Die Sarkoidose ist eine chronische multisystemische granulomatöse Erkrankung, die
erstmals im 19. Jahrhundert als Hauterkrankung beschrieben wurde [1]
[2]. Entgegen der initialen Annahme, dass sie primär die Haut betrifft, ist sie tatsächlich
eine Multisystemerkrankung, die jedes Organ des Körpers befallen kann, einschließlich
Nervensystem, Herz, GI-Trakt und Lungen [3]. Die pulmonale Beteiligung ist dabei am häufigsten, mit einer Prävalenz von über
90% und soll den Mittelpunkt dieser Übersicht darstellen.
Das histologische Kennzeichen der Sarkoidose sind nicht-verkäsende Granulome in den
betroffenen Organen. Diese setzen sich aus Makrophagen, Epitheloidzellen und mononukleären
Zellen zusammen, umgeben von CD4+ T-Zellen im Zentrum und CD8+ T-Zellen in der Peripherie
[4]
[5].
Die Sarkoidose manifestiert sich typischerweise zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr.
Epidemiologisch zeigt sich eine erhöhte Prävalenz bei Frauen, Afroamerikanern und
Nordeuropäern [6]
[7]. Eine familiäre Häufung ist evident und molekulargenetische Studien haben Assoziationen
mit spezifischen HLA-Allelen nachgewiesen, was auf eine genetische Prädisposition
hindeutet [8]
[9]. Trotz gemeinsamer Merkmale variieren funktionelle Beeinträchtigungen, Therapieansprechen
und Prognose bei Sarkoidose-Patienten erheblich. Der heterogene Verlauf hat sogar
zu der Hypothese geführt, dass Sarkoidose möglicherweise ein Sammelbegriff für verschiedene
granulomatöse Erkrankungen sein könnte [10]
[11]. Die Diagnose basiert auf klinischer Präsentation, Bildgebung, Laborparameter und
histologischem Nachweis nicht-verkäsender Granulome. Das Behandlungsspektrum umfasst
Kortikosteroide, Immunsuppressiva und neuere Therapieansätze wie TNF-Alpha-Inhibitoren[12]. Antifibrotische Therapien sind zur Zeit in Evaluation [13].
Die Gesamtmortalität bei Sarkoidose beträgt etwa 5% und ist somit insgesamt gering.
Sarkoidosebedingte Todesfälle resultieren überwiegend aus respiratorischer Insuffizienz
infolge fortgeschrittener pulmonaler Beteiligung, meist im Rahmen einer Lungenfibrose,
die im Krankheitsverlauf bei 10–40% der Patienten auftreten kann. Diese entspricht
dem radiologischen Stadium IV, bei dem über 40% der Patienten innerhalb von 5 Jahren
versterben [14]. Die Mortalitätsrate korreliert eng mit der Lungenfunktion: In einer Studie wiesen
alle verstorbenen Patienten eine Vitalkapazität unter 2,5 l auf (Norm: ca. 3–5 l)
[15]. Zudem stellt die pulmonale Hypertonie einen unabhängigen Mortalitätsfaktor mit
einem bis zu 10-fach erhöhten Risiko dar [16].
Bildgebung der Pulmonalen Sarkoidose
Bildgebung der Pulmonalen Sarkoidose
Die Bildgebung spielt eine zentrale Rolle bei Diagnostik und Verlaufskontrolle der
pulmonalen Sarkoidose (PS). Die Einteilung der radiologischen Stadien erfolgte durch
Scadding, basierend auf konventionellen Röntgenaufnahmen (CXR) und ist nach wie vor
die am häufigsten verwendete Methode. Leitliniengerecht genügt für die Diagnose meist
eine Thoraxaufnahme in einer Ebene (PA); eine Seitaufnahme kann bei Bedarf ergänzt
werden. Allerdings ist der Zusammenhang zwischen den einzelnen Stadien und der klinischen
Progression und Präsentation umstritten [17]
[18]. Darüber hinaus ist die Interrater-Reliabilität abhängig vom Erfahrungsgrad des
Beurteilers mäßig [19]. Dennoch haben die CXR-Aufnahmen viele Vorteile, die im Alltag eine erhebliche Rolle
spielen, darunter die einfache Durchführung, die hohe räumliche Auflösung, die niedrige
Strahlenbelastung und nicht zuletzt die geringen Kosten.
Die isotrope, hochauflösend rekonstruierte Mehrzeilen-Spiral-CT (Volumen-CT mit ≤1,5
mm Schichtdicke) ist der heutige Goldstandard und hat ältere HRCT-Techniken inzwischen
abgelöst. Durch iterative Rekonstruktionsalgorithmen kann zudem eine erhebliche Dosiseinsparung
bei verbesserter Bildqualität erreicht werden. Die moderne CT zeichnet sich durch
höhere Sensitivität, bessere Interrater-Übereinstimmung und größere Sicherheit bei
der Erkennung interstitieller Lungenveränderungen sowie sarkoidose-spezifischer Befunde
aus [20].
Die PET/CT (zumeist F18-FDG) gewinnt zunehmend an Bedeutung. Sie eignet sich besonders
zur Beurteilung der Entzündungsaktivität, zur Detektion extrathorakaler Manifestationen
und zur Evaluation von Therapieeffekten. Zudem kann sie bei der Identifikation geeigneter
Biopsiestellen helfen. Eine Limitation der PET/CT ist neben der Strahlenbelastung
die eingeschränkte Spezifität, da andere entzündliche oder maligne Läsionen ähnliche
Anreicherungsmuster aufweisen können.
Die Gallium-Szintigrafie wurde früher häufig zur Aktivitätsbeurteilung der Sarkoidose
eingesetzt. Sie wurde jedoch weitgehend durch die PET/CT ersetzt.
Kardiale und pulmonale MRT-Diagnostik
Kardiale und pulmonale MRT-Diagnostik
Die Magnetresonanztomografie (MRT) wird u.a. bei Verdacht auf kardiale Sarkoidose
eingesetzt und ermöglicht eine detaillierte, strahlenfreie und hochsensitive Darstellung
funktioneller und feinstruktureller Veränderungen, wie transmurales Late-Gadolinium-Enhancement,
myokardiale Wandverdickungen, Wandbewegungsstörungen sowie T2-Signalalterationen bei
Ödembildung. Das Late-Gadolinium-Enhancement spiegelt dabei Fibrose, granulomatöse
Entzündungsherde oder Narbengewebe im Myokard wider ([Abb. 1]). Gerade bei jungen Patient:innen ermöglicht die MRT die frühzeitige, nicht-invasive
Detektion kardialer Manifestationen und unterstützt gezielt klinische Entscheidungen,
zum Beispiel zur Indikationsstellung eines implantierbaren Kardioverter-Defibrillators
[21].
Abb. 1 MRT des Herzens mit myokardialer Manifestation einer Sarkoidose im Stadium II bei
zwei männlichen Patienten (38- und 52-jährig) mit Belastungsdyspnoe, Schwäche und
rezidivierenden Palpitationen. A: T2-gewichtete Sequenz: diffuses Ödem mittventrikulär inferior, Ausdehnung nach inferoseptal
und inferolateral. B: T1-Mapping sowie Late Gadolinium Enhancement: transmurales, basal inferolaterales
und basales septales Late Enhancement mit Übergriff auf linken und rechten Ventrikel.
C: T2-gewichtete schnelle Spin-Echo-Sequenz: hilomediastinale Lymphadenopathie.
Auch für die pulmonale Sarkoidose besitzt die MRT im Rahmen der Verlaufsbeurteilung
großes Potenzial. Im direkten Vergleich mit der CT erzielte die MRT eine ebenso starke
Korrelation mit den Lungenfunktionsparametern, insbesondere FVC und DLCO, und konnte
in multivariaten Analysen zuverlässig die Krankheitsprogression vorhersagen [22]. Als bildgebende Methode ohne Strahlenbelastung eignet sich die MRT besonders für
die serielle Verlaufskontrolle bei Patient:innen mit erhöhtem Strahlenrisiko, insbesondere
bei jungen Erwachsenen und immunsupprimierten Personen.
Röntgendiagnostik: Scadding-Klassifikation
Röntgendiagnostik: Scadding-Klassifikation
Stadium I: Bilaterale hiläre Lymphadenopathie ohne Lungenbefall
Im CXR zeigt sich eine symmetrische Vergrößerung der hilären und mediastinalen Lymphknoten
ohne sichtbare Lungenparenchymveränderungen (Garland-Triade) ([Abb. 2]). Etwa 50–60% aller pulmonaler Sarkoidose-Diagnosen fallen in dieses Stadium. Die
spontane Remissionsrate liegt hier zwischen 60% und 80% [23]
[24], wobei ethnische Unterschiede eine Rolle spielen: Beispielsweise remittierten in
einer Studie 76% der japanischen Patienten innerhalb weniger Jahre, während es bei
finnischen Patienten nur 47% waren [25].
Abb. 2 Scadding-Stadien I und II oben (A & B), III und IV unten (C & D).
Stadium II: Bilaterale Lymphadenopathie mit Lungeninfiltration
Hier kommt zur hilären und mediastinalen Lymphknotenvergrößerung eine interstitielle
Infiltration hinzu, typischerweise als retikulonoduläre Zeichnungsvermehrung mit Oberlappenbetonung
([Abb. 2]). Dieses Stadium wird bei 25–35% der Patienten bei Erstdiagnose festgestellt. Die
spontane Remission wird je nach Studienpopulation zwischen 35% und 73% angegeben [23]
[25].
Stadium III: Diffuse Lungeninfiltration ohne Lymphadenopathie
Es besteht keine Lymphadenopathie, während diffuse interstitielle Infiltrate, Noduli
und Konsolidierungen dominieren. Im CXR imponieren milchglasartige Trübungen oder
grobe retikuläre Muster, überwiegend in den mittleren und apikalen Lungenabschnitten
([Abb. 2]). Nur ca. 10% der PS-Fälle werden in diesem Stadium diagnostiziert. Die spontane
Remissionsrate liegt unter 30%, wobei Einzelstudien sogar niedrigere Remissionsraten
von 0–10% angeben [23]
[25].
Stadium IV: Irreversible Lungenfibrose
Im Vordergrund stehen fibrotische Umbauprozesse mit Honeycombing (zystische Lufträume
mit fibrotisch-verdickten Wänden), Traktionsbronchiektasen und narbigen Konglomeraten,
mit Betonung der Oberlappen ([Abb. 2]). Etwa 5% der Patienten erhalten bei Erstdiagnose diese Stadieneinteilung. Eine
spontane Remission tritt nicht auf, da die Fibrose ein irreversibler Prozess ist.
Computertomografie
Lymphadenopathie
Die CT zeigt typischerweise eine symmetrische hilomediastinale Lymphadenopathie überwiegend
ohne Kompressionseffekt auf die umliegenden Strukturen, wobei die hilären Lymphknoten
in über 75% der Fälle betroffen sind. Isolierte mediastinale Lymphknotenvergrößerungen
und hiläre Vergrößerung ohne mediastinale Beteiligung sind selten. Verkalkungen entwickeln
sich bei bis zu 20% der Lymphknoten [26]. Die Verkalkungsmuster umfassen punktförmige, strukturlose, eierschalenartige oder
puderzuckerartige Formen ([Abb. 3]). Die Spezifität dieser Verkalkungsformen ist jedoch mäßig bis gering. Deutlich
spezifischer ist das „Cluster of Black Pearls“-Zeichen: Hier zeigen sich multiple, winzige, homogen verteilte hypodense Knötchen
(1–2 mm) innerhalb der Lymphknoten in der venösen Kontrastmittelphase ([Abb. 4]). Venkata et al. demonstrierten hierfür eine Spezifität von 9% und eine Sensitivität
von 83% für das Vorliegen einer Sarkoidose [27].
Abb. 3 CT des Thorax im Weichteilfenster bei 56- jährigen Patienten mit bilateraler hilärer
Lymphadenopathie im Rahmen einer langjährigen Sarkoidose Typ II. A: Eierschalenartig, B: Puderzuckerartig, C: Punktförmig.
Abb. 4 CT des Thorax im Mediastinalfenster mit „Cluster of Black Pearls“-Zeichen (grüne Pfeile)
innerhalb eines mediastinalen Lymphknotenkonglomerats bei einer 49-jährigen Patientin
mit langjähriger Sarkoidose.
Noduli und Konsolidationen
Mit einer Prävalenz von teils >90% gehören die Noduli zu den häufigsten Merkmalen
der PS [28]. Sie treten bevorzugt in den mittleren und apikalen Lungenabschnitten auf, wobei
Mikronoduli (1–3 mm) mit perilymphatischer Verteilung typisch sind ([Abb. 5]). Dieses Verteilungsmuster erklärt sich durch die Interaktion antigenpräsentierender
Zellen mit dem HLA-System entlang der Lymphwege, die eine kontinuierliche Aktivierung
und lokale Vermehrung von Lymphozyten vermitteln. Dies führt letztlich zur Bildung
perilymphatischer Granulome [29]. Aufgrund des Verteilungsmusters ist eine Unterscheidung von hämatogen streuenden
Erkrankungen (z.B. Metastasen, Infektionen) möglich.
Abb. 5 CT des Thorax im Lungenfenster mit perilymphatisch verteilten Mikronoduli beider Oberlappen
im Rahmen einer Sarkoidose bei einem 36-jährigen Patienten, Phänotyp: nicht-fibrotisches,
mikronoduläres Muster. Markierungen: in Gelb schematische perilymphatische Verteilung,
grüne Pfeile zeigen exemplarische Mikronoduli.
Makronoduli treten als Ergebnis der Konfluenz vieler kleinerer Noduli auf, wodurch
ihre Außenkontur unregelmäßig erscheint. Diese größeren Noduli können konsolidierungsähnliche
Muster und Aerobronchogramme aufweisen. Noduli entlang der pleuralen Oberflächen erzeugen
ein perlenschnurartiges Bild. Das bekannte „Galaxy-Sign“ ist letztlich eine Kombination, bei der große Noduli von vielen kleinen Satelliten-Noduli
umgeben sind, was dem Aussehen einer kleinen Galaxie ähnelt [30] ([Abb. 6]).
Abb. 6 CT des Thorax im Lungenfenster mit Galaxy-Sign im rechten Oberlappen und bipulmonalen
Milchglasarealen bei einer 44-jährigen Patientin, Phänotyp: nicht-fibrotisches, noduläres
Muster.
Milchglasverdichtungen
Milchglasverdichtungen (im Englischen: ground glass opacity) sind im Kontext der PS weder typisch noch häufig. Sie können jedoch in seltenen
Fällen auftreten und dürfen nicht zur Verwirrung führen ([Abb. 7]). Man geht davon aus, dass es sich hierbei um Mikrogranulome unterhalb der Auflösungsgrenze
der CT handelt, was sich als Milchglasverdichtung präsentiert. Insgesamt sind die
Milchglasverdichtungen eine reversible Manifestationsform [31].
Abb. 7 CT des Thorax im Lungenfenster mit milchglasartigen Noduli beider Oberlappen im Rahmen
einer Sarkoidose bei einem 38-jährigen männlichen Patienten mit Husten, Phänotyp:
nicht-fibrotisches, mikronoduläres Muster. grüne Pfeile zeigen exemplarische Milchglasnoduli.
Bronchiale Pathologien
Peribronchiale, stark verkalkte Lymphknoten können in seltenen Fällen eine mechanische
Kompression oder Obstruktion der Atemwege verursachen oder gar ins Bronchialsystem
durchbrechen. Außerdem entstehen durch die mechanische Belastung und Zugkräfte im
Laufe der Zeit eine Lungenfibrosierung und Traktionsbronchiektasen. In den pathologisch
erweiterten Bronchien ist die muzinöse Clearance gestört und in der CT kann das sogenannte
Mucus-Plugging sichtbar sein. Ferner sind neben den Bronchien auch die Bronchiolen betroffen. Small airway disease spielt eine entscheidende Rolle in der pathophysiologischen Entwicklung der Erkrankung
[32]. Computertomografisch manifestiert sie sich als Air Trapping in den Expirationsaufnahmen (vor allem im direkten Vergleich zu Inspirationsaufnahmen)
durch ein Mosaikmuster aufgrund ungleichmäßiger Ventilation einzelner Lungenabschnitte.
Fibrose
Eine fibrosierende Erkrankungsform kann in bis zu 25% der Fälle beobachtet werden
[33]. Es lassen sich unterschiedliche dominante Muster erkennen, die häufig in Kombination
auftreten [34]:
Diffuses linear-fibrotisches Muster
Diese Erscheinung zeichnet sich durch gleichmäßige, lineare Verdichtungen aus, die
sich häufig von der Hilusregion aus axial ausbreiten ([Abb. 8]).
Abb. 8 CT des Thorax im Lungenfenster mit linearer Fibrose mit bronchozentrischem Verteilungsmuster
ausgehend von der Hilusregion im Rahmen einer Sarkoidose bei einem 47-jährigen Patienten,
Phänotyp: fibrotisches Muster mit bronchozentrischen Retikulationen. In Gelb schematische
Untermalung der betroffenen Areale.
Honigwabenmuster
Dieses Muster (im Englischen: honeycombing) tritt bei einer Minderheit der Patienten auf, ist jedoch mit erheblichen Auswirkungen
auf die Atemfunktion und auf das Überleben verbunden, insbesondere dann, wenn die
Fibrose mehr als 20% des Lungenparenchyms betrifft [35]. Grund hierfür ist, dass die Zerstörung der Lungenarchitektur eine ausreichende
Ventilation in den betroffenen Bereichen verhindert. In der CT sind rundlich-ovaläre
zystische Hohlräume mit dicken fibrotischen Wänden erkennbar, die präferenziell subpleural
und geclustert lokalisiert sind ([Abb. 9]). Im Gegensatz zur idiopathischen pulmonalen Fibrose, welche ein eigenständiges
Krankheitsbild ist, ist die Verteilung bei der PS überwiegend in den mittleren bis
apikalen Lungenabschnitten mit typischerweise posteriorer Traktionsrichtung lokalisiert.
Selten gibt es auch Fälle, wo beide Erkrankungen gleichzeitig auftreten [36].
Abb. 9 CT des Thorax im Lungenfenster mit Honigwabenmuster und Traktionsbronchiektasen im
Rahmen einer Sarkoidose bei einem 61-jährigen Patienten, Phänotyp: fibrotisches Muster
mit bronchozentrischen Retikulationen. Gelber Pfeil = Honigwabenmuster, grüner Pfeil
= Traktionsbronchiektase.
Pleura
Eine pleurale Beteiligung bei der Sarkoidose ist ausgesprochen selten. In einer Studie
wurde sie nur bei 0,5% der untersuchten Patienten histologisch bestätigt [37]. Zu dieser Erkrankungsform gehören pleurale Verdickung mit nodulärer Infiltration,
Pleuraergüsse und Pneumothoraces. Viel häufiger wird eine scheinbare pleurale Verdickung
(Pseudoplaques) beobachtet, die aber durch konfluierende subpleurale Noduli entsteht.
In Einzelfällen werden auch dünnwandige, kleinere pulmonale Zysten beschrieben. Die
genaue Pathogenese ist nicht abschließend geklärt [38].
Komplikationen
Sarkoidose-assoziierte pulmonalarterielle Hypertension (SAPH)
Die Weltgesundheitsorganisation klassifiziert die pulmonale Hypertonie in fünf Gruppen;
die durch Sarkoidose verursachte Form gehört zu Gruppe 5 (unklare oder multifaktorielle
Ursachen) [39]. Ätiologisch diskutiert werden granulombedingte Kompression, Gefäßinvasion bis zur
Obliteration, hypoxische Vasokonstriktion und fibrotischer Umbau. Obwohl SAPH insgesamt
selten ist – in einer japanischen Studie trat sie bei 5,7% der Patienten auf [40] – stellt sie in den fortgeschrittenen Stadien ein zunehmendes Problem dar. In einer
Studie mit Sarkoidose-Patienten, welche auf eine Lungentransplantation warteten, lag
der Anteil der Patienten mit SAPH bei 73,8%. Dabei korrelierte die Notwendigkeit einer
Sauerstofftherapie mit dem Vorliegen der SAPH [41].
Computertomografisch kann ein maximaler Durchmesser der Pulmonalarterie über 29 mm,
gemessen transversal im axialen CT-Schnitt auf Höhe der Arterienbifurkation, oder
ein Verhältnis des pulmonalarteriellen Durchmessers zur aufsteigenden Aorta von über
1 auf pathologisch erhöhten pulmonalarteriellen Druck hinweisen. Das Größenverhältnis
von Segmentarterie zu Bronchus von über 1 in drei Lungenlappen kann ebenfalls als
Hinweis genutzt werden [42]. Die echokardiografische Druckabschätzung und morphologische Zeichen in der CT korrelieren
nur unzuverlässig, sodass ein Rechtsherzkatheter zur definitiven Diagnose empfohlen
wird – dieser gilt als Goldstandard [43].
Pulmonalvenöse Kompression
Die pulmonalvenöse Kompression kann in Ausnahmefällen durch Granulome oder fibrotische
Veränderungen entstehen. Eine sehr seltene Form ist die venoatriale Kompression durch
großvolumige subkarinäre Lymphknotenkonglomerate, die den linken Vorhof und diverse
Lungenvenen komprimieren. Bei langfristiger mechanischer Beanspruchung kann daraus
eine Rechtsherzbelastung mit pulmonaler Stauung, Rhythmusstörungen und pulmonaler
Hypertension resultieren [44].
Fungale Superinfektionen
Ein Aspergillom entsteht durch die Ansammlung von Pilzmaterial (meist Aspergillus
fumigatus) in vorbestehenden Kavernen und erscheint als rundlicher „Pilzball“. Dies
kann asymptomatisch bleiben oder sich typischerweise durch rezidivierende Hämoptysen
äußern. In der CT zeigt sich eine rundlichen Raumforderung innerhalb einer Kaverne,
die durch einen Luftspalt von der Kavernenwand getrennt wird (Monod-Zeichen) ([Abb. 10]). Die Prävalenz im Rahmen der PS liegt zwischen 2% und 12% [45].
Abb. 10 CT des Thorax im Lungenfenster mit Kaverne und Nachweis eines Monod-Zeichens bei einem
54-jährigen Patienten mit bekannter pulmonaler Sarkoidose und sekundärer Aspergillose.
Gelber Pfeil = Kaverne.
Die chronisch kavernöse pulmonale Aspergillose (CCPA) hingegen ist eine progrediente
Erkrankung, die auf Grundlage einer fortgeschrittenen fibrozystischen Sarkoidose vorkommt.
Es kommt zur Zerstörung des Lungengewebes, systemischen Symptomen und radiologisch
nachweisbaren multiplen Kavernen mit unregelmäßigen Wänden, Infiltraten und Fibrose.
Die Haupttodesursache bleibt die fortgeschrittene Grunderkrankung, während eine CCPA
nur in wenigen Fällen unmittelbar zum Tod führt [46].
Differenzialdiagnosen
Die gezielte Abklärung möglicher Differenzialdiagnosen bei Sarkoidose ist essenziell,
jedoch aufgrund des „Chamäleon“-Charakters der Erkrankung klinisch wie bildgebend
besonders herausfordernd. Die Befunde sind heterogen und weisen häufig eine Überlappung
mit den Manifestationen anderer Erkrankungen auf [Abb. 11]. In [Tab. 1] sind wichtige Differenzialdiagnosen aus verschiedenen Krankheitsgruppen, ihre Leitsymptome
sowie radiologische Merkmale, die sie potenziell von der Sarkoidose abgrenzen könnten,
zusammengefasst [10]
[12]
[47].
Abb. 11 PET-CT bei einer 73-jährigen Patientin mit bekanntem Lungenkarzinom (NSCLC) und Sarkoid-like
Reaction unter Bevacizumab-Therapie, Nachweis von Lymphknotenkonglomeraten mit pathologischer
FDG-Aufnahme. Gelber Pfeil = Lymphknotenkonglomerat.
Tab. 1 Differenzialdiagnosen der pulmonalen Sarkoidose, deren bildgebende Merkmale sowie
weitere komplementäre klinische Diagnostik.
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Differenzialdiagnose
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Leitsymptome
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Radiologische Merkmale (vs. Sarkoidose)
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Komplementäre Diagnostik
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Tuberkulose (Mykobakteriose)
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Produktiver Husten, Dyspnoe, Hämoptyse, B-Symptomatik
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-
Kavernenbildung
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Asymmetrische, zentral nekrotische Lymphadenopathie
-
Fokale oder segmentale Infiltrate mit nekrotischen Arealen
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Mikrobiologische Tests (PCR, Kultur), IGRA-Test, Biopsie mit histologischer Untersuchung
|
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Pneumokoniosen (Silikose, Berylliose)
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Trockener Husten, Belastungsdyspnoe, systemische Symptome
|
-
Silikose: kleine, scharfe Noduli v.a. Oberfelder, eierschalenartige hiläre Lymphknotenverkalkungen
-
Berylliose: bildmorphologisch sehr ähnlich zu Sarkoidose
|
Expositionsanamnese, Polarisationmikroskopie, BeLPT-Test (Berylliose), ggf. Biopsie
mit histologischer Untersuchung
|
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Exogen-allergische Alveolitis
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Fieber, Husten, Dyspnoe, Myalgie
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-
Diffuse Milchglas- und schmetterlingsförmige Infiltrate, zentrilobuläre ground glass-Noduli
oder Fibrose
-
Air-Trapping
-
Kaum hiläre Lymphadenopathie
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Expositionsanamnese, IgG-Antikörper, bronchoalveoläre Lavage, Biopsie mit histologischer
Untersuchung
|
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Lymphangiosis carcinomatosa
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B-Symptomatik, Dyspnoe, Thoraxschmerz
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-
Infiltrative, netzartige Verdickungen entlang der Lymphbahnen („septal lines“, glatt
begrenzt oder perlschnurartig)
-
Variabel ausgeprägte Lympadenopathie
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Biopsie mit histologischer und immunhistochemischer Untersuchung, Tumormarker, PET/CT
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Lymphom
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B-Symptomatik, Lymphadenopathie, Müdigkeit
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Biopsie mit histologischer, immunhistochemischer und molekulargenetischer Diagnostik,
bronchoalveoläre Lavage, ggf. Staging (PET/CT)
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Lymphoproliferative Erkrankungen
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Lymphadenopathie, Organomegalie, unspezifische Allgemeinsymptomatik
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-
Diffuse, meist massige Lymphadenopathie
-
Unspezifische Lungeninfiltrate, seltener Mikronoduli
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Biopsie und Knochenmarkuntersuchung mit histologischer, immunhistochemischer und molekulargenetischer
Diagnostik
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Nekrotisierende Sarkoidgranulomatose
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Unspezifisch
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Biopsie mit histopathologischer Untersuchung, Tuberkulose-Ausschluss
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Granulomatose mit Polyangiitis
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Husten, Epistaxis, renale Manifestationen, Fieber, Arthralgien, Malaise
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-
Multiple noduläre Infiltrate mit Kavernen und herdförmigen Konsolidierungen, rasch
wechselnd
-
Vaskuläre Beteiligung
-
oft obere Atemwege, Nieren und andere Organsysteme betroffen
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ANCA-Serologie, Biopsie mit histopathologischer Untersuchung, weitere serologische
Diagnostik
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Morbus Crohn (pulmonale Manifestation)
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Husten, Dyspnoe, gastrointestinale Symptome, systemische Entzündungszeichen
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-
Unspezifische noduläre Infiltrate
-
Teils Tracheobronchialwandverdickung
-
Keine hiläre Lymphadenopathie
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Klinische Diagnose, Endoskopie, Biopsie mit histologischer Untersuchung, serologische
Marker
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Langerhans-Zell-Histiozytose
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Chronischer Husten, Dyspnoe, pleuritische Thoraxschmerzen, B-Symptomatik, Müdigkeit,
extrathorakale Manifestationen
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Biopsie mit histologischer und immunhistochemischer Untersuchung (CD1a, Langerin),
Bronchoalveoläre Lavage
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Sarcoid-like Reaction
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Variabel, häufig asymptomatisch
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Klinischer Kontext, meist im Rahmen von Immuntherapie, Biopsie mit histologischer
Untersuchung, Tumormarker
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Verlaufskontrolle und ihre Herausforderungen
Verlaufskontrolle und ihre Herausforderungen
Das Monitoring der PS erfordert eine verlässliche Diagnostik, um den Krankheitsverlauf
effektiv zu überwachen und die Therapie rechtzeitig anzupassen. Die Herausforderung
besteht in der Heterogenität der Krankheitsverläufe, die von irreversiblen Schäden
bis zur Stabilisierung oder Remission reichen können.
Die Überwachung erfolgt auf mehreren Ebenen: klinisch, laborchemisch, funktionell
und radiologisch.
Trotz der wertvollen Erkenntnisse jeder Einzeldiagnostik ist keine einzelne Methode
ausreichend sensitiv oder spezifisch, um zweifelsfrei eine Exazerbation festzustellen.
Klinisch können z.B. Symptome wie Husten oder Dyspnoe auf Krankheitsaktivität hinweisen,
aber auch andere Ursachen wie Infektionen oder pulmonale Hypertonie haben.
Funktionell wird die Überwachung durch Lungenfunktionsprüfungen unterstützt. Eine
Verschlechterung der Lungenfunktion, wie z.B. ein Abfall der Vitalkapazität (FVC =
Forced Vital Capacity) um ≥5% oder eine CO-Diffusionskapazität (DLCO) unter 50% der
Vorhersage, korreliert mit einer Aggravierung der Erkrankung. Ein FVC-Wert unter 80%
der prognostizierten Werte wurde mit einem erhöhten relativen Risiko für die Progression
assoziiert [48].
Die radiologische Überwachung ist wichtig, jedoch gibt es unterschiedliche Studiendaten
bezüglich der Korrelation mit anderen relevanten Krankheitsparametern. Die CT zeigt
konsistentere Ergebnisse mit negativen Korrelationen zwischen Mustern wie Konsolidierung
und Milchglastrübungen und den Parametern FVC, FEV1 und DLCO, verglichen mit CXR [49]. So zeigten Zhang et al, dass bei 50,2% ihrer Patientenkohorte die Stadieneinteilung
mittels CXR und CT voneinander abwich. Dabei wurden mediastinale Lymphknotenvergrößerungen
und kleinere Noduli aufgrund der begrenzten Auflösung im CXR schlechter erkannt. Modifizierte
CT-Stadien korrelierten signifikant negativ mit der DLCO und CXR-Stadien [50]. Dennoch sind fortgechrittene CXR-Stadien, insbesondere die Fibrose, zuverlässig
mit reduzierter Vitalkapazität (FVC), eingeschränktem Diffusionsvermögen und höherem
Dyspnoegrad assoziiert [51]
[52].
Obwohl die Rolle der CT im Verlauf der pulmonalen Sarkoidose noch nicht abschließend
geklärt ist, bestehen unterschiedliche etablierte Indikationen für deren Einsatz,
die sich aus aktuellen Leitlinien und Protokollempfehlungen ableiten [20]
[53] ([Tab. 2]).
Tab. 2 Indikationen und Hinweise zum Einsatz der CT-Bildgebung in der pulmonalen Sarkoidose.
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Thema
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Hinweise
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Baseline-CT
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Indikationen Verlaufskontrolle CT
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-
Erhöhung der diagnostischen Sicherheit gegenüber CXR
-
Bewertung des Therapieansprechens
-
Feststellung der Reversibilität der Veränderungen
-
Erkennung von Komplikationen und Progression
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CT-Protokoll
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-
Isotrope, hochauflösend rekonstruierte Mehrzeilen-Spiral-CT
-
≤1,5 mm Schichtdicke
-
Inspiration, ggf. zusätzliche Exspirationsaufnahmen zur Erkennung von Bronchialobstruktionen
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Kontrastmittelgabe
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Meist native CT ausreichend
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KM nur bei V.a. vaskulären Befall oder Abgrenzung anderer Verdachtsdiagnosen
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CT-Angiografie bei Hämoptysen durch Aspergillose (z.A. Gefäßinvasion, Aneurysmen,
Blutungsquelle und zur Interventionsplanung)
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Erweiterung um Oberbauch
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Strahlenexposition und Dosis
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Low-Dose-CT-Protokolle bei Verlaufskontrollen empfohlen
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Iterative Rekonstruktionsalgorithmen für Strahlendosisreduktion um 30–50% verglichen
mit Filter-Back-Projection-Methoden, besseres Signal-Rausch-Verhältnis und Bildqualität
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Abwägung zur Häufigkeit der CT-Kontrollen basierend auf klinischem Verlauf
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Definition und klinische Relevanz der CT-Phänotypen der pulmonalen Sarkoidose
Definition und klinische Relevanz der CT-Phänotypen der pulmonalen Sarkoidose
Eine internationale Expertenbefragung mit 146 Radiolog:innen aus 28 Ländern, darunter
Mitglieder der Fleischner Society und der WASOG, definierte sieben CT-Phänotypen der
pulmonalen Sarkoidose, unterteilt in „nicht-fibrotisch“ und „wahrscheinlich fibrotisch“
[54] ([Tab. 3]). Dieser Konsens schafft einen einheitlichen Rahmen zur radiologischen Einordnung.
In einer aktuellen Validierungsstudie an einem niederländischen Patientenkollektiv
konnte die inter- und intra-Rater-Reliabilität der neu vorgeschlagenen CT-Phänotypen
als sehr zufriedenstellend bestätigt werden [55].
Tab. 3 Subtypen der pulmonalen Sarkoidose modifiziert nach der Einteilung der HRCT-Phänotypen
nach Desai et al. (2024).
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Nicht-fibrotische Subtypen
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Wahrscheinlich fibrotische Subtypen
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Mikronoduläres Muster
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Bronchozentrische Retikulationen
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Peribronchovaskulär, perifissural oder subpleural, mit oder ohne Galaxy-Zeichen, Lungenarchitekturbeeinträchtigung
oder Volumenverlust.
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Mit oder ohne Kavitation sowie fibrozystischer Destruktion; möglicherweise weitere
CT-Anomalien wie parenchymale Verdichtungen.
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Noduläres Muster
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Bronchozentrische Massen
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Noduli mit einer Größe von >3 mm bis <3 cm, entweder peribronchovaskulär/subpleural
oder zufällig verteilt.
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Ähnlich einer progressiven Massenfibrose, möglicherweise mit weiteren CT-Mustern.
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Konsolidierungen
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Als dominierendes oder einziges Muster.
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Die Einteilung gewinnt insbesondere vor dem Hintergrund der neuen Krankheitskategorie
„progressiv fibrosierende Lungenerkrankungen“ an Bedeutung, welche alle fibrosierenden
Lungenerkrankungen außer der idiopathischen Lungenfibrose umfasst und für die aktuell
antifibrotische Therapien untersucht werden.
Die vorgestellte Klassifikation erscheint geeignet, die Forschung zu Prävalenz und
Prognose zu unterstützen, während die Bewertung ihrer praktischen, klinischen Anwendbarkeit
noch aussteht. Dabei sollten insbesondere Unterschiede in Prognose und Therapieansprechen
zwischen den jeweiligen Phänotypen analysiert werden. Zudem gilt es zu prüfen, ob
die Klassifikation auf verschiedene ethnische Gruppen übertragbar ist, da Prävalenz,
Risiko und klinischer Verlauf der Erkrankung erhebliche Variabilität aufweisen können.
Zusätzlich sind weitere Untersuchungen zum Einfluss technischer Faktoren notwendig,
um die Zuverlässigkeit und Reproduzierbarkeit der Zuordnung zu den definierten Gruppen
sicherzustellen.
Zusammenfassung
Die pulmonale Sarkoidose zeigt ein breites Spektrum pulmonaler Manifestationen, das
von reversibler Lymphadenopathie bis zur irreversiblen Lungenfibrose reicht. Aufgrund
der Heterogenität ist eine präzise Differenzierung klinisch und bildgebend herausfordernd,
aber essenziell, da nicht-fibrotische Läsionen meist reversibel sind und fibrotische
Stadien mit schlechterer Prognose einhergehen.
Das konventionelle Thoraxröntgen mit der Scadding-Klassifikation bietet eine einfache
Stadieneinteilung, besitzt jedoch eine begrenzte Genauigkeit und Korrelation mit der
Lungenfunktion.
Die Computertomografie gilt als Goldstandard und ermöglicht die detaillierte Darstellung
charakteristischer Befunde wie hilomediastinale Lymphadenopathie, Mikro- und Makronoduli
sowie Konsolidationen im Rahmen reversibler Prozesse, ebenso wie fibrotische Umbauprozesse
bei nicht reversiblen und prognostisch ungünstigen Verläufen. Wichtige Komplikationen
wie pulmonale Hypertonie und sekundäre fungale Infektionen können bildgebend erfasst
werden. Die Magnetresonanztomografie wird vorwiegend zur kardialen Diagnostik eingesetzt,
die Positronen-Emissions-Tomografie dient zur Bewertung der Entzündungsaktivität und
Therapiekontrolle.
Die differenzialdiagnostische Abgrenzung zu infektiösen, neoplastischen und anderen
Autoimmunerkrankungen ist komplex und erfordert interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Zukünftige Entwicklungen sollten die Integration klinischer, bildgebender und funktioneller
Parameter weiter verbessern, um die Behandlungsergebnisse zu optimieren.