Subscribe to RSS

DOI: 10.1055/a-2765-4322
Barrieren und fördernde Aspekte im Zusammenhang mit der Versorgung von Endometriose-Patientinnen – ein Scoping Review
Article in several languages: English | deutschAuthors
Supported by: Universität Witten/Herdecke Interne Forschungsförderung
Zusammenfassung
Hintergrund
Endometriose betrifft weltweit etwa 10–15% der Frauen im reproduktionsfähigen Alter. Trotz ihrer Häufigkeit, den erheblichen Schmerzen und psychologischen Belastungen, die mit der Erkrankung einhergehen, ist die Versorgung der Betroffenen mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Eine zentrale Problematik stellt die oft verzögerte Diagnosestellung dar, die im Durchschnitt erst nach 6–10 Jahren erfolgt. Eine frühzeitige Diagnose ist jedoch essenziell für den Beginn gezielter Therapieansätze. Die Erforschung der spezifischen Barrieren, die zur verzögerten Diagnose und unzureichenden Versorgung beitragen, ist bisher nicht umfassend erfolgt. Ziel dieses Scoping Reviews war es daher, bestehende Barrieren und fördernde Aspekte systematisch zu identifizieren, um daraus Ansätze zur Verbesserung der Diagnosestellung sowie Arzt-Patientinnen-Kommunikation in Deutschland abzuleiten.
Methoden
Es wurde eine systematische Recherche internationaler Studien gemäß den PRISMA-ScR-Richtlinien durchgeführt, um relevante deutsch- und englischsprachige Publikationen im Zeitraum von 2014 bis 2024 zu identifizieren. Die Recherche erfolgte in verschiedenen wissenschaftlichen Datenbanken. Eingeschlossen wurden empirische Studien zu Barrieren und fördernden Aspekten in der Endometrioseversorgung. Nach Screening und Auswahl verblieben 39 relevante Publikationen, aus denen induktiv 8 Hauptkategorien abgeleitet wurden.
Ergebnisse
Zu den primären Barrieren zählen Diagnoseverzögerungen, Stigmatisierung von Menstruationsschmerzen, emotionale Belastungen wie Scham und Angst, ein unzureichendes Schmerzmanagement sowie strukturelle Barrieren. Aus den gewonnenen Erkenntnissen lässt sich ableiten, dass eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie eine patientinnenzentrierte Arzt-Patientinnen-Kommunikation erforderlich sind, um diagnostische Verzögerungen zu reduzieren und die Versorgung zu optimieren. Darüber hinaus weisen einzelne Studien darauf hin, dass digitale Technologien das Potenzial haben, Betroffene bei der Dokumentation und Kommunikation ihrer Symptome zu unterstützen.
Schlussfolgerung
Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Stigmatisierung von Endometriose deren Versorgung im Gesundheitssystem deutlich erschwert. Um dem entgegenzuwirken, sind interdisziplinäre Versorgungsmodelle, gezielte Schulungen des medizinischen Personals sowie Maßnahmen zur Stärkung der Arzt-Patientinnen-Kommunikation zentrale Ansatzpunkte für eine patientinnenzentrierte Versorgung.
Schlüsselwörter
Endometriose - Barrieren - Unterstützungsstrategien - Gesundheitsversorgung - Scoping ReviewEinleitung
Endometriose ist eine komplexe, chronisch verlaufende Erkrankung, die weltweit schätzungsweise 10–15% aller Frauen im reproduktionsfähigen Alter betrifft [1]. In Deutschland sind ca. 2 Millionen Frauen betroffen [1], mit über 53000 neu diagnostizierten Fällen im Jahr 2022 [2]. Endometriose ist gekennzeichnet durch endometriumähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Sie kann lokale und systemische inflammatorische Prozesse hervorrufen. In der Folge kann es im Becken zu Adhäsionen und Fibrosen kommen [3]. Die am häufigsten genannten Symptome sind Dysmenorrhö, zyklusunabhängige Unterbauchschmerzen sowie Dysurie und Dyschezie, Hypermenorrhö, Meno- und Metrorrhagien und Fertilitätseinschränkungen [4]. Die mit Endometriose assoziierten Symptome können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen und auch psychologische Auswirkungen haben. Studien weisen darauf hin, dass bei einem signifikanten Anteil der Personen mit Endometriose leichte bis schwere Depressionen, Essstörungen oder Angstzustände auftreten [5]. Zudem besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines Ovarialkarzinoms [3].
Trotz der Häufigkeit und der erheblichen Auswirkungen der Erkrankung bestehen weiterhin erhebliche Herausforderungen in der Diagnostik und Versorgung. Studien aus Österreich und den Niederlanden belegen, dass die durchschnittliche Zeit bis zur Diagnosestellung zwischen 6 und 10 Jahre beträgt [6] [7]. Diese Verzögerung ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, darunter das unzureichende Wissen über die Erkrankung sowohl bei den Betroffenen als auch beim medizinischen Fachpersonal sowie gesellschaftliche Tabus, welche die Kommunikation über Symptome erschweren [8]. Zyklische oder azyklische Unterbauchschmerzen werden von vielen Frauen als „normal“ empfunden, was zu einer Fehleinschätzung der Krankheitszeichen und dadurch zu einer Verzögerung der Diagnosestellung beitragen kann [9]. Ein weiterer Aspekt ist die mangelnde Berücksichtigung einer möglichen Endometriose bei der Diagnosestellung durch Gynäkolog*innen sowie durch Ärzt*innen anderer Fachrichtungen [9]. Diese Defizite können dazu führen, dass sich Betroffene nicht ernst genommen fühlen und eine unzureichende Behandlung durch Ärzt*innen verschiedener medizinischer Fachrichtungen erleben [10]. Obwohl einige Länder bereits spezifische Versorgungsansätze implementiert haben, fehlt in Deutschland weiterhin eine umfassende, evidenzbasierte Strategie zur Optimierung der Endometrioseversorgung [11]. Die Diagnosestellung erfolgt häufig mit erheblicher Verzögerung, was unter anderem auf Defizite in der medizinischen Aus- und Weiterbildung zurückzuführen ist [11]. Die S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Endometriose liefert strukturierte Handlungsempfehlungen, wird jedoch bislang nicht flächendeckend umgesetzt [12]. Auch interdisziplinäre Behandlungsstrukturen sind noch nicht flächendeckend etabliert, jedoch erste Verbesserungen erkennbar [11]. Ein strukturierter Versorgungsansatz ist die Zertifizierung von Endometriosepraxen und -kliniken sowie klinisch-wissenschaftlichen Endometriosezentren gemäß der Stiftung Endometrioseforschung, die interdisziplinäre Zusammenarbeit ausdrücklich voraussetzen [12]. Dennoch bestehen weiterhin Defizite, etwa in der Schmerztherapie durch fehlende flächendeckende Verfügbarkeit spezialisierter Ambulanzen sowie fehlende standardisierte Behandlungskonzepte [11]. Aktuell zeigen sich verstärkte gesundheitspolitische Bemühungen zur Verbesserung der Versorgung, unter anderem durch laufende Forschungsverbünde [13]. Insgesamt ist die Evidenz für effektive Versorgungsmodelle jedoch weiterhin unzureichend. Die aktualisierte S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Endometriose soll künftig weitere Impulse für eine standardisierte Versorgung liefern.
Trotz der hohen Prävalenz und der teils gravierenden Auswirkungen von Endometriose auf die Lebensqualität und Fertilität der Betroffenen fehlt es in Deutschland an systematischen Untersuchungen zu konkreten Hindernissen innerhalb des Versorgungssystems. Einzelne Studien weisen auf strukturelle Defizite, gesellschaftliche Tabus sowie unzureichende Arzt-Patientinnen-Kommunikation hin [6] [7] [8] [9], doch ein umfassender Überblick über diese Barrieren und mögliche fördernde Aspekte liegt bisher nicht vor. Für die klinische Praxis ist dieses Wissen jedoch essenziell, da verspätete Diagnosen und unzureichende Versorgung nicht nur die Krankheitslast der Patientinnen erhöhen, sondern auch die Wirksamkeit therapeutischer Interventionen einschränken können [6] [7] [8] [9] [10] [11].
Vor diesem Hintergrund wird eine zentrale Forschungslücke deutlich: Es fehlt ein systematischer Überblick, der sowohl hinderliche als auch fördernde Aspekte in der Versorgung von Patientinnen mit Endometriose identifiziert und daraus praxisorientierte Handlungsempfehlungen entwickelt. Ziel dieses Scoping Reviews ist es daher, die internationale Studienlage zu Barrieren und fördernden Aspekten der Endometrioseversorgung zu untersuchen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen als Grundlage dienen, um konkrete Strategien für eine frühere Diagnosestellung sowie für eine verbesserte Arzt-Patientinnen-Kommunikation im deutschen Versorgungskontext abzuleiten.
Methoden
Das vorliegende Scoping Review wurde gemäß den PRISMA-ScR-Richtlinien (Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses extension for Scoping Reviews) durchgeführt [14]. Die Wahl eines Scoping Reviews erfolgte aufgrund des explorativen Erkenntnisinteresses und der Heterogenität der Studien, um einen umfassenden Überblick über die internationale Evidenz zu bestehenden Barrieren und fördernden Aspekten in der Versorgung von Patientinnen mit Endometriose zu gewinnen.
Zur Identifikation potenziell relevanter Publikationen wurde eine systematische Recherche vom 29.10.2024 bis zum 30.11.2024 in den Datenbanken PubMed, CINAHL, PsycInfo und Web of Science durchgeführt. In allen Datenbanken wurde eine breit angelegte Suchstrategie angewendet, bei der Schlüsselwörter und MeSH-Begriffe (Medical Subject Headings) unter Verwendung der Boole’schen Operatoren „OR“ und „AND“ kombiniert wurden. Die Suchbegriffe umfassten „Barrieren“, „Förder- und Unterstützungsstrategien“, „Endometriose“ und „Gesundheitssystem“. Eine vollständige Übersicht aller verwendeten Suchbegriffe ist in [Tab. 1] dargestellt. Ergänzend wurde „graue“ Literatur über Google Search und Google Scholar recherchiert. In die Analyse wurden deutsch- und englischsprachige Publikationen eingeschlossen, die im Zeitraum vom 01.01.2014 bis 01.12.2024 veröffentlicht wurden. Zudem wurden alle Artikel einbezogen, die nachvollziehbare Beschreibungen von Barrieren und Förderstrategien in der Versorgung von Patientinnen mit Endometriose enthielten. Es wurden keine Einschränkungen hinsichtlich des Forschungsdesigns vorgenommen, jedoch Fallstudien, Leitartikel und Kommentare ausgeschlossen, da diese keine empirischen Daten liefern und somit keine direkte Evidenz zu den Versorgungsbarrieren und -strategien bieten.
Nach Entfernung von Duplikaten wurden 695 Artikel identifiziert. Zur Verwaltung der Literatur wurde das Literaturverwaltungsprogramm Citavi verwendet. Dieses diente der strukturierten Ablage der Suchergebnisse, der Identifikation von Duplikaten sowie der Dokumentation der Auswahl- und Analyseprozesse. Zunächst erfolgte ein Screening der Titel und Abstracts anhand der Ein- und Ausschlusskriterien durch die Reviewerin (SB). In der Folge wurden 612 Artikel ausgeschlossen. Die Hauptgründe für den Ausschluss waren: fehlender Bezug zur Versorgung von Patientinnen mit Endometriose (n = 280), Fokus auf spezifische diagnostische oder therapeutische Verfahren ohne Betrachtung von Barrieren oder fördernde Aspekte (n = 160), Publikationsarten ohne empirische Daten wie Kommentare, Editorials oder Fallberichte (n = 120) sowie Veröffentlichungen außerhalb des definierten Publikationszeitraums (n = 52). In einem zweiten Schritt wurde ein Volltext-Screening für die verbleibenden 83 Artikel durchgeführt. Bei Unsicherheiten wurde eine zweite Reviewerin (AA) konsultiert, die ebenfalls die Volltexte der Publikationen geprüft hat. Die beiden Reviewerinnen diskutierten offene Fälle, bis ein Konsens erzielt wurde. Ein formales Training oder eine Kalibrierung der Reviewerinnen fanden nicht statt. Die Kriterien wurden jedoch im Vorfeld gemeinsam definiert und abgestimmt. Es wurden 44 Artikel ausgeschlossen, davon 8 aufgrund ihres primären Fokus auf Diagnostik und 36 wegen eines nicht passenden Outcomes, sodass die verbliebenen 39 Publikationen für die Datenextraktion und -analyse herangezogen wurden ([Abb. 1]).


Zur Extraktion der Daten wurde eine strukturierte Tabelle erstellt. Diese enthielt Angaben zu: Autor*in, Erscheinungsjahr, Land, Studiendesign, Stichprobengröße, Zielgruppe, zentrale Ergebnisse sowie beschriebene Barrieren und fördernde Strategien. Die Extraktion erfolgte durch beide Reviewerinnen in einem iterativen Prozess. Die in die Untersuchung eingeschlossenen Studien werden in [Tab. 2] dargestellt.
|
Publikation |
Erscheinungsjahr |
Land |
Studiendesign |
Stichprobengröße |
untersuchte Gruppe |
Datenerhebung |
|
Roos-Eysbouts et al. [15] |
2015 |
Niederlande |
quantitative Querschnittstudie |
n = 571 |
Patientinnen |
deskriptiver Fragebogen |
|
Roomaney et al. [16] |
2016 |
Südafrika |
explorative-qualitative Studie |
n = 16 |
Patientinnen |
halbstrukturierte Interviews |
|
Hållstam et al. [17] |
2018 |
Schweden |
qualitative Studie basierend auf Grounded Theory |
n = 13 |
Patientinnen |
semistrukturierte Interviews 3 Follow-up-Interviews |
|
Lukas et al. [18] |
2018 |
Schweiz |
multizentrische retrospektive Kohortenstudie |
n = 498 |
Patientinnen |
standardisierter Fragebogen |
|
As-Sanie et al. [19] |
2019 |
USA |
qualitative Expert*innenanalyse (Roundtable Discussion) |
/ |
Expert*innen verschiedener Disziplinen |
offene Diskussion |
|
Fourquet et al. [20] |
2019 |
Puerto Rico |
quantitative Querschnittsstudie |
n = 342 |
Patientinnen |
retrospektive Analyse von Abrechnungsdaten eines Krankenversicherers |
|
Opoku-Anane et al. [21] |
2020 |
USA |
deskriptive retrospektive Analyse |
/ |
Analyse von Patientinnendaten |
retrospektive Datenanalyse von klinischen Routinedaten |
|
Simonsen et al. [22] |
2020 |
Dänemark |
Pilotstudie mit Mixed-Methods-Ansatz |
n = 10 |
Patientinnen |
semistrukturierte Interviews standardisierter Fragebogen |
|
van der Zanden et al. [23] |
2020 |
Niederlande |
qualitative explorative Studie |
n = 43 |
behandelnde der Allgemeinmedizin |
semistrukturierte Fokusgruppendiskussionen |
|
Matías-González et al. [24] |
2021 |
Puerto Rico |
qualitative explorative Studie |
n = 50 |
Patientinnen |
semistrukturierte Fokusgruppendiskussionen |
|
Namazi et al. [25] |
2021 |
Iran |
qualitative explorative Studie |
n = 20 |
Patientinnen |
halbstrukturierte Interviews |
|
Norman et al. [26] |
2021 |
USA |
Mixed-Methods-Studie |
n = 98 |
Patientinnen |
Fragebogen |
|
Rowe et al. [27] |
2021 |
Australien |
qualitative explorative Studie |
n = 59 |
Patientinnen und Behandelnde der Allgemeinmedizin und Gynäkologie |
Fokusgruppendiskussionen halbstrukturierte Telefoninterviews |
|
van der Zanden et al. [28] |
2021 |
Niederlande |
qualitative Fokusgruppenstudie |
n = 23 |
Patientinnen |
Grounded-Theory-Analyse |
|
Ilschner et al. [29] |
2022 |
Frankreich und Australien |
qualitative Interviewstudie |
n = 23 |
Patientinnen |
semistrukturierte Interviews |
|
Márki et al. [30] |
2022 |
Ungarn |
qualitative explorative Studie |
n = 21 |
Patientinnen |
Fokusgruppendiskussion |
|
Moreira et al. [31] |
2022 |
Brasilien |
randomisierte, kontrollierte Interventionsstudie |
n = 63 |
Patientinnen |
Fragebogen |
|
Omtvedt et al. [32] |
2022 |
Norwegen |
Mixed-Methods-Studie |
n = 938 |
Patientinnen und Angehörige |
Fragebogen |
|
Sherman et al. [33] |
2022 |
Australien |
Mixed-Methods-Studie |
n = 1331 |
Patientinnen |
Fokusgruppendiskussion |
|
Barbosa et al. [34] |
2023 |
Brasilien |
quantitative Querschnittsstudie |
n = 52 |
Behandelnde der Gynäkologie |
deskriptiver Fragebogen |
|
Girard et al. [35] |
2023 |
Schweiz |
explorative qualitative Studie |
n = 52 |
Patientinnen |
halbstrukturierte Interviews |
|
Goel et al. [36] |
2023 |
Estland |
Sentiment-Analyse |
n = 3000 |
Patientinnen |
/ |
|
Grundström et al. [37] |
2023 |
Schweden |
quantitative Studie |
n = 1000 |
Patientinnen |
deskriptiver Fragebogen |
|
Lightbourne et al. [38] |
2024 |
Irland |
qualitative Studie |
n = 20 |
Patientinnen |
halbstrukturierte Interviews |
|
Lukac et al. [39] |
2023 |
Deutschland |
Six Sigma |
/ |
Patientinnen und medizinische Fachkräfte |
/ |
|
Mikesell et al. [40] |
2023 |
USA |
quantitative und qualitative Querschnittstudie |
n = 448 |
Patientinnen |
Fragebogen |
|
Pontoppidan et al. [41] |
2023 |
Schweden |
Querschnittsstudie |
n = 100 |
Patientinnen |
deskriptiver Fragebogen |
|
Schreurs et al. [42] |
2023 |
Niederlande |
Sekundäranalyse zweier Querschnittsstudien |
n = 300 |
Patientinnen |
Fragebogen |
|
Singh et al. [43] |
2024 |
Kanada |
evidenzbasierte Leitlinienentwicklung |
/ |
/ |
systematische Literaturübersicht |
|
Singh et al. [44] |
2023 |
USA |
quantitative Querschnittsstudie |
n = 1352 |
Patientinnen |
Fragebogen |
|
Yen et al. [45] |
2023 |
Asien-Pazifik-Region |
qualitative Delphi-Studie |
n = 13 |
Endometriosespezialisten, Vertreterin der Patientinneninteressen |
Expert*innen-Diskussion und evidenzbasierte Konsensbildung |
|
Bień et al. [46] |
2024 |
Polen |
quantitative Querschnittsstudie |
n = 425 |
Patientinnen |
Fragebogen |
|
Swift et al. [47] |
2024 |
Nord-Zypern |
populationsbasierte Querschnittsstudie: |
n = 7646 |
Patientinnen |
Fragebogen |
|
Westin et al. [48] |
2024 |
Schweden |
Pilotstudie mit prä-post-interventionellem Design |
n = 105 |
Patientinnen und Allgemeinmediziner |
Fragebogen |
|
Dixon et al. [49] |
2021 |
Vereinigtes Königreich |
qualitative explorative Studie |
n = 42 |
Allgemeinmediziner |
halbstrukturierte Interviews |
|
Metzler et al. [50] |
2022 |
Schweiz |
quantitative Querschnittsstudie |
n = 820 |
Social-Media-Posts zu Endometriose |
systematische Inhaltsanalyse: Social-Media-Analyse |
|
Perelmuter et al. [51] |
2024 |
USA |
Übersichts- und Evaluationsstudie |
/ |
/ |
systematische Übersichtsarbeit |
|
Bergen et al. [52] |
2023 |
Kenia |
qualitative explorative Studie mit narrativen Analysen |
n = 37 |
Patientinnen |
Fragebogen |
|
Bazot et al. [53] |
2022 |
Frankreich |
eine retrospektive, einzelzentrische Beobachtungsstudie |
n = 751 |
Patientinnen |
klinische und bildgebende Daten |
Auf Basis der 39 eingeschlossenen Publikationen wurden zunächst 8 Hauptkategorien induktiv entwickelt. Anschließend wurden diese den beiden Oberkategorien „Barrieren“ und „fördernde Aspekte“ zugeordnet.
Ergebnisse
Die identifizierten Artikel beschreiben Herausforderungen, denen Endometriose-Patientinnen bei der Nutzung von Versorgungsangeboten begegnen, sowie fördernde Aspekte, die den Zugang zur Gesundheitsversorgung erleichtern können ([Abb. 2]). Die Gesamtzahl der Ergebnisse, untergliedert in Barrieren und fördernde Aspekte anhand der gebildeten Haupt- und Subkategorien, wird in [Tab. 3] dargestellt.


|
Hauptkategorie |
Subkategorie |
Publikationen |
Gesamtzahl der Publikationen |
|
Barrieren |
|||
|
Diagnoseverzögerungen |
fehlendes Wissen bei Ärzt*innen und mangelnde Unterstützung |
[15] [16] [17] [18] [19] [23] [27] [28] [30] [33] [34] [35] [36] [38] [40] [43] [45] [46] [47] [48] [49] [50] [52] |
N = 28 |
|
Fehldiagnosen und unzureichende Bildgebung |
[19] [20] [23] [26] [27] [28] [29] [34] [36] [38] [39] [40] [41] [43] [44] [45] [47] [48] [49] [52] [53] |
||
|
mangelnde psychologische Unterstützung |
Stigmatisierung |
N = 19 |
|
|
soziale Isolation und emotionale Belastungen |
[18] [22] [24] [25] [26] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [35] [38] [43] [46] [48] [52] |
||
|
strukturelle Barrieren |
Kosten und Zugänglichkeit |
N = 23 |
|
|
fragmentierte Versorgung |
[15] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [27] [28] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [43] [45] [49] |
||
|
medizinische Versorgung |
ineffektive Schmerztherapien |
[15] [18] [19] [24] [26] [30] [31] [38] [42] [45] [46] [48] [52] |
N = 20 |
|
Mangel an psychosozialen Ressourcen |
[15] [16] [18] [20] [21] [25] [26] [36] [38] [42] [46] [47] [48] [51] [52] |
||
|
fördernde Aspekte |
|||
|
Bildung und Bewusstseinsförderung beim Gesundheitspersonal und Betroffenen |
Schulung von Fachkräften |
[16] [20] [21] [23] [25] [26] [28] [29] [30] [31] [35] [39] [41] [43] [45] [46] [49] [52] |
N = 24 |
|
Öffentlichkeitskampagnen und Aufklärungsmaßnahmen |
[15] [16] [19] [21] [25] [26] [28] [30] [31] [35] [41] [42] [43] [44] [45] [46] [47] [49] [52] |
||
|
interdisziplinäre Versorgung |
multidisziplinäre Teams |
[17] [19] [21] [26] [27] [28] [30] [32] [35] [39] [46] [48] [51] [53] |
N = 25 |
|
standardisierte Leitlinien |
|||
|
patientenzentrierte Betreuung |
vertrauensvolle Arzt-Patientinnen-Beziehung |
N = 24 |
|
|
individuelle Behandlungspläne |
|||
|
kultursensible Schulungen für Gynäkolog*innen |
|||
|
innovative Interventionen |
digitale Technologien, alternative Behandlungsmöglichkeiten |
[15] [16] [18] [21] [25] [27] [29] [30] [32] [33] [40] [41] [45] [46] [48] [51] [52] |
N = 17 |
Charakteristika der Publikationen
Von den 39 eingeschlossenen Artikeln stammen 6 aus den USA [19] [21] [26] [40] [44] [51], 4 aus den Niederlanden [15] [23] [28] [42], 4 aus Schweden [17] [37] [41] [48], jeweils 3 aus Australien [29] [27] [33] und der Schweiz [18] [35] [50] und jeweils 2 aus Puerto Rico [20] [24], Frankreich [29] [53] sowie Brasilien [31] [34], wobei eine dieser Studien [29] sowohl das französische als auch australische Gesundheitssystem untersucht. Einzelne Studien wurden in Deutschland [39], Norwegen [32], aus dem Vereinigten Königreich [49], Südafrika [16], Dänemark [22], dem Iran [25], Ungarn [30], Estland [36], Irland [38], Kanada [43], der Asien-Pazifik-Region [45], Polen [46], Nord-Zypern [47] und Kenia [52] durchgeführt.
32 der Publikationen präsentierten empirische Untersuchungsergebnisse, während die restlichen Artikel systematische Übersichtsarbeiten darstellten. Der Fokus lag in 6 der Studien auf dem US-amerikanischen Gesundheitssystem, während lediglich eine Studie die deutsche Versorgungssituation untersuchte [39]. Bei der Studienpopulation handelt es sich größtenteils um Patientinnen. Einige Studien untersuchen zusätzlich Barrieren und fördernde Aspekte aus Sicht von Expert*innen [19], ärztlichem Personal [23] [49] [50] und Behandelnden oder spezialisierten Gynäkolog*innen [34] [45].
Barrieren der Endometrioseversorgung
Die beschriebenen Barrieren lassen sich in 4 Kategorien untergliedern. Diese umfassen
-
Diagnoseverzögerungen,
-
mangelnde psychologische Unterstützung,
-
medizinische Versorgung und
-
strukturelle Barrieren.
Diagnoseverzögerungen stellen eine der größten Herausforderungen dar. Viele Betroffene haben den Eindruck, dass Ärzt*innen nicht über ausreichendes Wissen zu Endometriose verfügten und Symptome häufig falsch interpretiert oder übersehen würden [15] [16] [17] [18] [19] [23] [27] [28] [30] [33] [34] [35] [36] [38] [40] [43] [45] [46] [47] [48] [49] [50] [52]. Dies könne zu Fehldiagnosen und unzureichender Bildgebung führen [19] [20] [23] [26] [27] [28] [29] [34] [36] [38] [39] [40] [41] [43] [44] [45] [47] [48] [49] [52]. Im Durchschnitt könne es 6 bis 10 Jahre dauern, bis eine korrekte Diagnose gestellt werde [19] [45]. Darüber hinaus existierten laut mehreren Studien oft keine standardisierten Leitlinien, die eine Diagnosestellung erleichtern würden [23] [29] [35] [46] [49] [53]. Ein weiterer Aspekt, der zu dieser Verzögerung beitrage, sei die gesellschaftliche Normalisierung gynäkologischer Beschwerden sowie die Fehleinschätzung von Symptomen als „psychosomatisch“ oder „normal“ [19] [23] [24] [25] [27] [28] [29] [30] [35] [36] [38] [39] [40] [43] [45] [46] [52]. In der Folge seien viele Betroffene mit wiederholten Arztbesuchen konfrontiert, ohne dass ihre Beschwerden adäquat berücksichtigt würden [24] [36] [42]. Diese Erfahrungen könnten bei den Betroffenen zu Frustration und Misstrauen gegenüber dem Gesundheitssystem führen [22] [24] [27]. Zudem äußerten viele Betroffene, sie fühlten sich „entwertet“ oder „abgewiesen“ und empfänden, dass die Gesundheitsdienstleister*innen „unsensibel“, „rücksichtslos“ und „verletzend“ seien [21] [24] [27] [36] [40].
Ein weiteres zentrales Hindernis, nämlich eine mangelnde emotionale Unterstützung, äußerte sich durch die erlebte Stigmatisierung und emotionale Belastung der Betroffenen. Das gesellschaftliche Stigma im Zusammenhang mit gynäkologischen Erkrankungen führe oft zu unzureichender Unterstützung, insbesondere durch fehlende Informationen und Aufklärung, mangelnde Empathie seitens des medizinischen Personals und einer unzureichenden Sensibilisierung in der Gesellschaft [26] [35] [43] [47] [50]. Daraus resultiere, dass sich Betroffene häufig alleingelassen und nicht ernst genommen fühlten, was zu einer Verstärkung der emotionalen Belastungen, wie Stress oder Frustration, beitragen könne [18] [22] [24] [25] [26] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [35] [38] [43] [46] [48] [52]. Studien heben hervor, dass Scham und Unbehagen, insbesondere in der Kommunikation mit männlichen Ärzten, erlebt würden. Diese affektiven Barrieren könnten dazu führen, dass intime Themen oder Symptome nicht offen besprochen würden, was die Diagnosestellung und Behandlung zusätzlich erschwere [24] [35] [44] [45]. Auch die Angst vor Schmerzen, Komplikationen oder einer möglichen positiven Diagnose erzeuge erheblichen Stress, der die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen hemmen könne [35].
Hinsichtlich der medizinischen Versorgung konnte als weiteres Hindernis das unzureichende Schmerzmanagement identifiziert werden. Viele Betroffene äußerten die Erfahrung, dass ihre Schmerzen nicht adäquat behandelt würden [18] [31] [45] [46]. Langfristig bestehende Schmerzen könnten erhebliche Beeinträchtigungen des Berufs- und Privatlebens sowie eine allgemeine Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität zur Folge haben [15] [19] [24] [26] [30] [38] [42] [48] [52]. Die unzureichende Integration von Schmerztherapien in die Regelversorgung erschwere eine patientenzentrierte Versorgung. Die emotionalen und psychischen Belastungen, die mit der Endometriose einhergehen, würden nicht ausreichend berücksichtigt, was eine ganzheitliche und unterstützende Versorgung der Betroffenen verhindere [18].
Mehrere Studien zeigten strukturelle Barrieren wie hohe Behandlungskosten und einen eingeschränkten Zugang zu spezialisierten Versorgungsangeboten als mögliche Ursache der oben genannten Hindernisse auf [20] [27] [29] [30] [34] [36] [38] [39] [45] [46] [47] [52]. Insbesondere in fragmentierten Versorgungssystemen mangle es häufig an koordinierten Ansätzen, die eine umfassende Betreuung ermöglichten [15] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [27] [28] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [43] [45] [49]. Um die Fragmentierung zu überwinden und einen Austausch sowie Abstimmungen zu verbessern, werde eine interdisziplinäre Zusammenarbeit als essenziell angesehen. Auch im Hinblick auf den Umgang mit psychischen Belastungen, wie Angst oder Depressionen [19] [21] [25] [30] [38] [47] [52] kritisierten Betroffene den Mangel an psychosozialer Unterstützung. Die fehlende psychosoziale Unterstützung bei der Bewältigung der Krankheit belaste das emotionale Wohlbefinden der Betroffenen [15] [16] [18] [20] [21] [25] [26] [36] [38] [42] [46] [47] [48] [51] [52]. Es wird vermutet, dass psychosoziale Angebote nicht ausreichend in den Behandlungsprozess integriert sind [35].
Fördernde Aspekte im Umgang mit Endometriose
Zahlreiche fördernde Aspekte wurden identifiziert, die sowohl den Zugang zur Versorgung als auch deren Qualität verbessern können. Diese lassen sich in 4 wesentliche Kategorien untergliedern:
-
Bildung und Bewusstseinsförderung beim Gesundheitspersonal und Betroffenen,
-
interdisziplinäre Versorgung,
-
patientenzentrierte Betreuung und
-
innovative Interventionen.
Schulungsmaßnahmen, wie Aus-, Weiter- und Fortbildungen für medizinisches Fachpersonal, und breit angelegte Aufklärungskampagnen für Betroffene trügen dazu bei, das Wissen über Endometriose zu vertiefen und die Sensibilität in der Öffentlichkeit zu erhöhen [15] [16] [19] [20] [21] [23] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [33] [35] [41] [43] [44] [45] [46] [47] [49] [52]. Eine Integration dieser Schulungen in das Medizinstudium [39] könne zusätzlich dazu beitragen, Ärzt*innen in Ausbildung frühzeitig zu sensibilisieren und damit Diagnoseverzögerungen zukünftig zu verringern sowie folglich die Versorgungsqualität zu verbessern [18] [28] [35] [47] [49].
Des Weiteren wurden interdisziplinäre Versorgungsansätze sowie standardisierte Leitlinien
und Diagnoseprotokolle als effektive Strategien identifiziert [15]
[19]
[23]
[27]
[28]
[35]
[37]
[43]
[45]
[46]
[53]. Diese förderten die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachdisziplinen und ermöglichten
eine ganzheitliche Versorgung, die sowohl psychische als auch soziale Aspekte berücksichtige
[16]
[18]
[19]
[21]
[23]
[24]
[26]
[29]
[30]
[33]
[35]
[41]
[44]
[47]
[48]. Insbesondere interdisziplinäre
[19]
[26]
[27]
[30]
[35]
[39]
[46]
[51]
[53] und multidisziplinäre Teams [17]
[19]
[21]
[27]
[28]
[32]
[35]
[48], die medizinische, psychosoziale und kommunikative Kompetenzen kombinieren, hätten
sich als vielversprechend erwiesen. Hierbei könne auch auf Telemedizin-Plattformen
zurückgegriffen werden, welche die verschiedenen Disziplinen zusammenführten [51].
Eine patientinnenzentrierte Betreuung und vertrauensvolle Arzt-Patientinnen-Beziehung sei essenziell, um bestehende Barrieren zu überwinden [18] [22] [25] [29] [30] [41] [48] [49]. Einige Studien betonten die Bedeutung einer festen gynäkologischen Ansprechperson [32] [37] [38] und hoben hervor, wie wichtig kultursensible Kommunikation und ausreichend Zeit für die Patientinnen seien, um Ängste und Scham abzubauen [16] [26] [43]. Eine mögliche Lösung seien Schulungen für Gynäkolog*innen, die darauf abzielten, ein offenes und unterstützendes Umfeld zu schaffen [22] [28] [35]. Der Fokus solle dabei auf aktivem Zuhören, gezieltem Nachfragen zu Schmerzsymptomen sowie der Anerkennung und Wertschätzung von Beschwerden liegen [18] [28] [29] [33] [42] [44] [48]. Patientenzentrierte Ansätze, wie individuelle Behandlungspläne, die auf die persönlichen Bedürfnisse der Betroffenen eingingen, erleichterten die Bewältigung der Erkrankung und ermöglichten eine vertrauensvolle Versorgung [18] [19] [20] [22] [25] [27] [32] [33] [41] [48].
Innovative Interventionen, wie digitale Technologien und alternative Behandlungsmöglichkeiten, könnten zu einer weiteren Individualisierung und Verbesserung der Versorgung beitragen [15] [18] [27] [33] [41] [45] [48]. Als Beispiele wurden hier Telemedizin-Programme zur Schmerzbewältigung oder Apps genannt, die Betroffene bei der Symptomerfassung unterstützen könnten. Zudem ermöglichten digitale Plattformen, wie soziale Medien, emotionale Unterstützung und Erfahrungsaustausch [15] [16] [21] [25] [27] [29] [30] [32] [33] [40] [41] [45] [46] [51] [52]. Es wird empfohlen, die medizinische Präsenz in den sozialen Medien zu erhöhen, um evidenzbasierte Inhalte zu teilen und Fehlinformationen entgegenzuwirken [32] [36] [43] [50]. Digitale Technologien erleichterten den Zugang zu Informationen und förderten das Selbstmanagement der Betroffenen [32], könnten jedoch mit hohen Kosten verbunden sein [19] [20] [21] [46]. Um den hohen Kosten für digitale Technologien entgegenzuwirken, wird empfohlen, kostengünstige Lösungen zu fördern und die Finanzierung durch öffentliche Fördermittel zu verbessern. Zudem könnte die Integration solcher Technologien in bestehende Gesundheitsprogramme dazu beitragen, Kosten zu senken und den Zugang zu erleichtern [51].
Diskussion
Die vorliegende Untersuchung zeigt, dass die Endometrioseversorgung durch vielfältige gesellschaftliche und strukturelle Herausforderungen erschwert wird. Ziel des Scoping Reviews war es, die internationale Evidenz zu Versorgungsbarrieren und fördernde Aspekte systematisch zu untersuchen und Impulse zur Optimierung der Versorgungssituation in Deutschland abzuleiten. Dabei zeigten sich vor allem strukturelle, psychosoziale und kommunikative Hindernisse. Zudem erfolgte eine systematische Kategorisierung fördernder und hemmender Aspekte. Die Arbeit liefert somit eine strukturierte Übersicht über bestehende Herausforderungen und versucht diese auf eine patientenzentrierte Endometrioseversorgung in Deutschland zu übertragen.
Insbesondere erhebliche Verzögerungen bei der Diagnosestellung stellen eine zentrale Herausforderung dar, die maßgeblich auf das unzureichende Wissen bei nicht spezialisiertem medizinischem Fachpersonal zurückzuführen ist. Symptome werden häufig bagatellisiert oder fälschlicherweise als psychosomatisch eingestuft, wodurch eine frühzeitige und adäquate Behandlung erschwert wird [19] [23] [24] [25] [27] [28] [29] [30] [35] [36] [38] [39] [40] [43] [45] [46] [52]. Davenport et al. [54] zeigen, dass viele Allgemeinmediziner*innen Symptome der Endometriose als „normale“ Menstruationsbeschwerden einstufen, was zu Fehldiagnosen und einem inadäquaten Zugang zu spezialisierten Behandlungen führen kann. Diese Befunde decken sich mit der deutschen S2k-Leitlinie Endometriose, die ebenfalls auf erhebliche Defizite in der Früherkennung hinweist [12].
In Bezug auf die Leitlinienempfehlung zur Stärkung der hausärztlichen Sensibilisierung zeigt sich jedoch, dass internationale Studien zusätzliche Barrieren – etwa im Bereich der Arzt-Patientinnen-Kommunikation – stärker hervorheben, als dies in der Leitlinie berücksichtigt wird. Daraus ergeben sich neue Impulse für eine Ergänzung und Weiterentwicklung bestehender Empfehlungen im deutschen Versorgungskontext.
Der Mangel an spezifischem Wissen über Endometriose im primären Gesundheitssektor betont die Notwendigkeit einer verstärkten Integration von Endometriose in die medizinischen Curricula sowie die verpflichtende Durchführung von Fortbildungen für Allgemeinmediziner*innen, um diese zu sensibilisieren [54]. Es fehlen systematische Screening-Instrumente sowie staatlich finanzierte Sensibilisierungsmaßnahmen [55] [56] [57] [58]. Derartige Maßnahmen könnten nicht nur die Diagnosestellung beschleunigen, sondern auch die interdisziplinären Kompetenzen des medizinischen Personals fördern und eine sensiblere Kommunikation mit den Betroffenen ermöglichen [59].
Die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen ist vor allem dann relevant, wenn nicht-medikamentöse Behandlungsoptionen in die Versorgung integriert werden sollen. Physiotherapie, Ernährungsberatung und psychologische Unterstützung sind erwiesenermaßen wirksame Ergänzungen zur medikamentösen und operativen Therapie, werden jedoch oft nicht von den Krankenkassen übernommen [60]. Die Implementierung dieser Therapien in die Regelversorgung, unterstützt durch adaptierte gesundheitspolitische Rahmenbedingungen, könnte zu einer Steigerung der Behandlungserfolge führen [61] [62] [63]. Solche Ansätze werden bereits in spezialisierten Endometriosezentren angewendet, bedürfen jedoch einer flächendeckenden Verfügbarkeit, um langen Wartezeiten und regionalen Versorgungsunterschieden entgegenzuwirken [55]. Dies würde nicht nur die Leitlinienempfehlungen zur multimodalen Therapie umsetzen, sondern auch die Versorgungsgerechtigkeit gewährleisten [12].
Viele Betroffene berichten von mangelnder Anerkennung ihrer Schmerzen, was zu einem Gefühl der Isolation und Hilflosigkeit führen kann. Neben strukturellen Anpassungen sind daher niedrigschwellige Unterstützungsangebote von essenzieller Bedeutung. Hierzu gehören die Einrichtung von Selbsthilfegruppen, die Bereitstellung digitaler Austauschplattformen sowie die Integration psychologischer Betreuung in die Regelversorgung. Solche Initiativen bieten Betroffenen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen zu teilen, sich gegenseitig zu unterstützen und die Lebensqualität zu verbessern [64] [65] [66]. Zielgruppenspezifische Aufklärungskampagnen wie die Kampagne „EndoMarch“ verdeutlichen, wie diese zur Sensibilisierung der Bevölkerung beitragen und die Gesundheitskompetenz von Betroffenen stärken können [67] [68] [69]. Durch die Nutzung digitaler Plattformen und sozialer Medien können solche Informationen einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden und somit eine frühzeitige Diagnose sowie Behandlung fördern [70].
Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit struktureller Veränderungen in der Gesundheitsversorgung von Endometriose-Patientinnen. Die Implementierung interdisziplinärer Behandlungsansätze wird hierbei als wesentliche Strategie zur Verbesserung der Versorgung beschrieben [71] [72]. In zertifizierten Endometriosezentren ist die koordinierte Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen bereits obligatorischer Bestandteil der Behandlung. Obwohl eine flächendeckende Vernetzung im deutschen Gesundheitssystem essenziell wäre, gestaltet sich deren Umsetzung als problematisch. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die anhaltende Fragmentierung der Versorgung, die eine integrierte Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachrichtungen jenseits der Zentren erschwert [73]. Erfolgsmodelle wie das britische „Endometriosis Centres of Excellence“-Programm haben bereits frühzeitig gezeigt, dass eine koordinierte Betreuung durch Gynäkolog*innen, Schmerztherapeut*innen sowie Psycholog*innen positive Auswirkungen auf die Lebensqualität der Patientinnen hat [74].
Darüber hinaus zeigt sich in verschiedenen Studien, dass digitale Gesundheitslösungen eine wertvolle Ergänzung zur Versorgung darstellen können. Telemedizinische Plattformen, Apps zur Symptomerfassung und Online-Selbsthilfegruppen bieten den Betroffenen niedrigschwellige und flexible Unterstützungsmöglichkeiten [75]. Ein Beispiel hierfür ist die digitale Gesundheitsanwendung Endo-App, welche die Symptomerfassung für Betroffene erleichtert und Zugang zu evidenzbasierten Informationen bietet [60]. Digitale Lösungen könnten flächendeckend zur Verbesserung der Versorgung beitragen, insbesondere, wenn sie mit lokalen Selbsthilfegruppen und Informationsveranstaltungen kombiniert werden. Solche hybriden Modelle scheinen insbesondere für junge Frauen hilfreich zu sein, da sie eine frühzeitige Aufklärung fördern. Dabei werden zudem ihre Selbstmanagementkompetenzen gestärkt, da die Anwendungen zu informierten Therapieentscheidungen befähigen [76] [77] [78].
Für die Versorgungssituation in Deutschland wird deutlich, dass ein umfassender Ausbau der Endometrioseversorgung notwendig erscheint, um bestehende Barrieren gezielt abzubauen. Internationale Erfahrungen weisen insbesondere auf den Nutzen des Ausbaus interdisziplinärer Versorgungsstrukturen, der flächendeckenden Etablierung spezialisierter Endometriosezentren sowie der Integration digitaler Angebote und psychosozialer Unterstützung in die Regelversorgung hin. Auch wenn internationale Konzepte aufgrund unterschiedlicher Versorgungssysteme nicht unmittelbar übertragbar sind, liefern sie dennoch wertvolle Anhaltspunkte. Daraus lassen sich praxisrelevante Maßnahmen für den deutschen Kontext ableiten: unter anderem verpflichtende ärztliche Fortbildungen, die nachhaltige Förderung interdisziplinärer Zentren, ein breites Angebot psychosozialer Unterstützungsleistungen sowie der gezielte Einsatz digitaler Tools. Diese Elemente liefern wertvolle Anhaltspunkte für eine patientenzentrierte und zukunftsorientierte Endometrioseversorgung in Deutschland.
Limitationen
Das vorliegende Scoping Review weist einige Einschränkungen auf, die bei der Interpretation der Ergebnisse zu berücksichtigen sind. Trotz einer umfassenden Literaturrecherche in diversen Datenbanken besteht die Möglichkeit, dass relevante Studien nicht berücksichtigt wurden. Zudem wurden die meisten eingeschlossenen Studien international durchgeführt. Dies entspricht zwar dem Studienziel, Impulse aus internationalen Erfahrungen für die Versorgungssituation in Deutschland abzuleiten, schränkt jedoch die Übertragbarkeit auf den deutschen Versorgungskontext, aufgrund kultureller und struktureller Unterschiede, ein. Die geringe Anzahl deutscher Studien unterstreicht die Notwendigkeit für weitere Forschungsarbeiten, um die Versorgungssituation von Endometriose-Betroffenen besser zu verstehen und Barrieren im deutschen Gesundheitssystem zu ermitteln sowie spezifische Maßnahmen zur Verbesserung zu entwickeln. Ferner ist zu bedenken, dass die eingeschlossenen Studien nicht die gesamte Vielfalt der Erfahrungen von Betroffenen abbilden, was die Repräsentativität und Generalisierbarkeit der Ergebnisse verringert.
Fazit für die Praxis
Die Ergebnisse des Scoping Reviews zeigen vor allem 4 zentrale Versorgungsdefizite: Diagnoseverzögerungen, unzureichende psychologische Unterstützung, Defizite im Schmerzmanagement sowie eingeschränkten Zugang zu spezialisierten Angeboten. Demgegenüber erweisen sich Ansätze wie eine verstärkte Aus- und Weiterbildung des Fachpersonals, die Schaffung interdisziplinärer Versorgungsstrukturen, eine patientenzentrierte Betreuung sowie innovative digitale Interventionen als förderlich. Für die medizinische Versorgung in Deutschland ergeben sich daraus folgende Implikationen: Die Verbesserung der medizinischen Ausbildung, die Stärkung interdisziplinärer Kooperation und die Integration psychosozialer sowie digitaler Angebote in die Regelversorgung sind von entscheidender Bedeutung, um eine nachhaltige Optimierung der Versorgung zu gewährleisten.
Interessenkonflikt
Die Autorinnen/Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
-
References/Literatur
- 1 Robert Koch-Institut. Gesundheitliche Lage der Frauen in Deutschland. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Berlin: Robert Koch-Institut; 2020. Accessed March 20, 2025 at: https://www.rki.de/DE/Themen/Gesundheit-und-Gesellschaft/Gesundheitsberichterstattung/Berichte/Frauenbericht/Gesundheitliche_Lage_der_Frauen_2020.pdf?__blob=publicationFile&v=3
- 2 Kohring C, Akmatov MK, Holstiege J. et al. The Incidence of Endometriosis, 2014–2022. An Analysis of Nationwide Claims Data From Physicians in Private Practice. Dtsch Arztebl Int 2024; 121: 619-626
- 3 Pearce CL, Templeman C, Rossing MA. et al. Association between endometriosis and risk of histological subtypes of ovarian cancer: a pooled analysis of case-control studies. Lancet Oncol 2012; 13: 385-394
- 4 Viganò P, Parazzini F, Somigliana E. et al. Endometriosis: epidemiology and aetiological factors. Best Pract Res Clin Obstet Gynaecol 2004; 18: 177-200
- 5 Friedl F, Riedl D, Fessler S. et al. Impact of endometriosis on quality of life, anxiety, and depression: an Austrian perspective. Arch Gynecol Obstet 2015; 292: 1393-1399
- 6 Hudelist G, Fritzer N, Thomas A. et al. Diagnostic delay for endometriosis in Austria and Germany: causes and possible consequences. Hum Reprod 2012; 27: 3412-3416
- 7 Staal AHJ, van der Zanden M, Nap AW. Diagnostic Delay of Endometriosis in the Netherlands. Gynecol Obstet Invest 2016; 81: 321-324
- 8 Hudelist G, Fritzer N, Thomas A. et al. Diagnostic delay for endometriosis in Austria and Germany: causes and possible consequences. Hum Reprod 2012; 27: 3412-3416
- 9 Greene R, Stratton P, Cleary SD. et al. Diagnostic experience among 4,334 women reporting surgically diagnosed endometriosis. Fertil Steril 2009; 91: 32-39
- 10 Kundu S, Wildgrube J, Schippert C. et al. Supporting and Inhibiting Factors When Coping with Endometriosis From the Patients’ Perspective. Geburtshilfe Frauenheilkd 2015; 75: 462-469
- 11 Fehm T, Burghaus S, Küpker W. Endometriose – häufig spät erkannt und eine komplexe therapeutische Herausforderung!. Gynäkologie 2024; 57: 129-130
- 12 AWMF. S2k-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Endometriose (AWMF-Register-Nr. 015–045). Herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG) und der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG). 2020 Accessed April 09, 2025 at: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/015-045.html
- 13 Bundesministerium für Bildung und Forschung. Endometriose: „Chamäleon der Gynäkologie“ wird erforscht – DLR Gesundheitsforschung. 09.04.2025 Accessed April 09, 2025 at: https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/endometriose-chamaleon-der-gynakologie-wird-erforscht-17645.php
- 14 Tricco AC, Lillie E, Zarin W. et al. PRISMA Extension for Scoping Reviews (PRISMA-ScR): Checklist and Explanation. Ann Intern Med 2018; 169: 467-473
- 15 Roos-Eysbouts Y, De Bie-Rocks B, Van Dijk J. et al. Characteristics, expectations and needs of the dutch endometriosis society members. Gynecol Obstet Invest 2015; 79: 234-238
- 16 Roomaney R, Kagee A. Coping strategies employed by women with endometriosis in a public health-care setting. J Health Psychol 2016; 21: 2259-2268
- 17 Hållstam A, Stålnacke BM, Svensén C. et al. Living with painful endometriosis – A struggle for coherence. A qualitative study. Sex Reprod Healthc 2018; 17: 97-102
- 18 Lukas I, Kohl-Schwartz A, Geraedts K. et al. Satisfaction with medical support in women with endometriosis. PLoS One 2018; 13: e0208023
- 19 As-Sanie S, Black R, Giudice LC. et al. Assessing research gaps and unmet needs in endometriosis. Am J Obstet Gynecol 2019; 221: 86-94
- 20 Fourquet J, Zavala DE, Missmer S. et al. Disparities in healthcare services in women with endometriosis with public vs private health insurance. Am J Obstet Gynecol 2019; 221: 623.e1-623.e11
- 21 Opoku-Anane J, Orlando MS, Lager J. et al. The development of a comprehensive multidisciplinary endometriosis and chronic pelvic pain center. J Endometr Pelvic Pain Disord 2020; 12: 3-9
- 22 Simonsen SM, Strømberg C, Zoffmann V. et al. About me as a person not only the disease—piloting Guided Self-Determination in an outpatient endometriosis setting. Scand J Caring Sci 2020; 34: 1017-1027
- 23 van der Zanden M, Teunissen DAM, van der Woord IW. et al. Barriers and facilitators to the timely diagnosis of endometriosis in primary care in the Netherlands. Fam Pract 2020; 37: 131-136
- 24 Matías-González Y, Sánchez-Galarza AN, Flores-Caldera I. et al. “Es que tú eres una changa”: stigma experiences among Latina women living with endometriosis. J Psychosom Obstet Gynaecol 2021; 42: 67-74
- 25 Namazi M, Behboodi Moghadam Z, Zareiyan A. et al. Exploring the impact of endometriosis on Women’s lives: A qualitative study in Iran. Nurs Open 2021; 8: 1275-1282
- 26 Norman M, Razmpour O, Olsen JM. Women’s Use of Self-Care Interventions for Endometriosis Pain in the United States. Nurs Womens Health 2021; 25: 346-356
- 27 Rowe HJ, Hammarberg K, Dwyer S. et al. Improving clinical care for women with endometriosis: qualitative analysis of Women’s and health professionals’ views. J Psychosom Obstet Gynaecol 2021; 42: 174-180
- 28 van der Zanden M, de Kok L, Nelen W. et al. Strengths and weaknesses in the diagnostic process of endometriosis from the Patients’ perspective: a focus group study. Diagnosis 2021; 8: 333-339
- 29 Ilschner S, Neeman T, Parker M. et al. Communicating Endometriosis Pain in France and Australia: An Interview Study. Front Glob Womens Health 2022; 3: 765762
- 30 Márki G, Vásárhelyi D, Rigó A. et al. Challenges of and possible solutions for living with endometriosis: a qualitative study. BMC Womens Health 2022; 22: 1-11
- 31 Moreira MF, Gamboa OL, Pinho Oliveira MA. A single-blind, randomized, pilot study of a brief mindfulness-based intervention for the endometriosis-related pain management. Eur J Pain 2022; 26: 1147-1162
- 32 Omtvedt M, Bean E, Hald K. et al. Patients’ and relatives’ perspectives on best possible care in the context of developing a multidisciplinary center for endometriosis and adenomyosis: findings from a national survey. BMC Womens Health 2022; 22: 219
- 33 Sherman KA, Pehlivan MJ, Singleton A. et al. Co-design and Development of EndoSMS, a Supportive Text Message Intervention for Individuals Living With Endometriosis: Mixed Methods Study. JMIR Form Res 2022; 6: e40837
- 34 Barbosa CPA, Calumby TMDC, Andrade APP. et al. Difficulties Faced by Physicians in the Diagnosis of Endometriosis in the Brazilian Public Health System. Health 2023; 15: 788-795
- 35 Girard E, Mazloum A, Navarria-Forney I. et al. Women’s lived experience of endometriosis-related fertility issues. PLoS One 2023; 18: e0293531
- 36 Goel R, Modhukur V, Täär K. et al. Users’ Concerns About Endometriosis on Social Media: Sentiment Analysis and Topic Modeling Study. J Med Internet Res 2023; 25: e45381
- 37 Grundström H, Kilander H, Wikman P. et al. Demographic and clinical characteristics determining patient-centeredness in endometriosis care. Arch Gynecol Obstet 2023; 307: 1047-1055
- 38 Lightbourne A, Foley S, Dempsey M. et al. Living With Endometriosis: A Reflexive Thematic Analysis Examining Women’s Experiences With the Irish Healthcare Services. Qual Health Res 2024; 34: 311-322
- 39 Lukac S, Hancke K, Janni W. et al. Three-dimensional model for improvement of endometriosis care (3D-E). Int J Gynaecol Obstet 2023; 165: 416-423
- 40 Mikesell L, Bontempo AC. Healthcare Providers’ Impact on the Care Experiences of Patients with Endometriosis: The Value of Trust. Health Commun 2023; 38: 1981-1993
- 41 Pontoppidan K, Olovsson M, Grundström H. Clinical factors associated with quality of life among women with endometriosis: a cross-sectional study. BMC Womens Health 2023; 23: 551
- 42 Schreurs AMF, Dancet EAF, Apers S. et al. The Relation between Patient-Centered Care and Quality of Life in Women with Endometriosis. Gynecol Obstet Invest 2023; 88: 249-256
- 43 Singh SS, Allaire C, Al-Nourhji O. et al. Guideline No. 449: Diagnosis and Impact of Endometriosis – A Canadian Guideline. J Obstet Gynaecol Can 2024; 46: 102450
- 44 Singh B, Berry J, Volovsky M. et al. The Utility and Impact of the Painful Periods Screening Tool (PPST) to Improve Healthcare Delivery for People with Symptoms of Pelvic Pain. Reprod Sci 2023; 30: 1676-1683
- 45 Yen CF, Hamdan M, Hengrasmee P. et al. Improving the diagnosis of endometriosis in Asia-Pacific: Consensus from the Asia-Pacific Endometriosis Expert Panel for Endometriosis. Int J Gynaecol Obstet 2023; 163: 720-732
- 46 Bień A, Pokropska A, Grzesik-Gąsior J. et al. Clinical Factors Affecting the Quality of Life of Women With Endometriosis. J Adv Nurs 2025; 81: 4667-4680
- 47 Swift B, Taneri B, Becker CM. et al. Prevalence, diagnostic delay and economic burden of endometriosis and its impact on quality of life: Results from an Eastern Mediterranean population. Eur J Public Health 2024; 34: 244-252
- 48 Westin MÖ, Wikberg C, Björkelund C. et al. Laying the Groundwork: A Pilot Study Exploring Improved Endometriosis Management Strategies in Primary Healthcare. Int J Gen Med 2024; 17: 1325-1333
- 49 Dixon S, McNiven A, Talbot A. et al. Navigating possible endometriosis in primary care: a qualitative study of GP perspectives. Br J Gen Pract 2021; 71: e668-e676
- 50 Metzler JM, KalaitzopoulosBurla L. et al. Examining the Influence on Perceptions of Endometriosis via Analysis of Social Media Posts: Cross-sectional Study. JMIR Form Res 2022; 6: e31135
- 51 Perelmuter S, Shin JH. Enhancing endometriosis care with telehealth: Opportunities and challenges. J Telemed Telecare 2024;
- 52 Bergen S, Murimi D, Gruer C. et al. Living with Endometriosis: A Narrative Analysis of the Experiences of Kenyan Women. Int J Environ Res Public Health 2023; 20: 4125
- 53 Bazot M, Daraï E, Benagiano GP. et al. ENDO_STAGE Magnetic Resonance Imaging: Classification to Screen Endometriosis. J Clin Med 2022; 11: 2443
- 54 Davenport S, Smith D, Green DJ. Barriers to a Timely Diagnosis of Endometriosis: A Qualitative Systematic Review. Obstet Gynecol 2023; 142: 571-583
- 55 Kohring C, Holstiege J, Heuer J, Dammertz L, Brandes I, Mechsner S, Akmatov M. Endometriose in der vertragsärztlichen Versorgung – Regionale und zeitliche Trends im Zeitraum 2012 bis 2022. Berlin: Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland; 2024.
- 56 Deutscher Bundestag. Aufklärung bei Endometriose. 28.03.2025 Accessed March 28, 2025 at: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-918854
- 57 Endometriose-Vereinigung Deutschland e. V.. Endometriose im Medizinstudium. 2023 Accessed March 31, 2025 at: https://www.endometriose-vereinigung.de/wp-content/uploads/2024/11/Umfrage_Endometriose-im-Medizinstudium.pdf
- 58 Grundström H, Danell H, Sköld E. et al. “A protracted struggle” – A qualitative blog study of endometriosis healthcare experiences in Sweden. AJAN 2020;
- 59 Dimitrova D, Sehouli J. Interkulturelle Kompetenzen im Gesundheitswesen durch Fort- und Weiterbildungen fördern. Bundesgesundheitsbl 2023; 66: 1126-1129
- 60 Rohloff N, Schäfer SD. Digitale multimodale Unterstützung bei Endometriose: Die Endo-App. In: Spitzenforschung in der Gynäkologie und Geburtshilfe: Innovationen und Auszeichnungen 2024. Lampertheim: ALPHA Informations-GmbH; 2024: 44-49
- 61 Heinze NR, Götz T, Rohloff N. et al. Self-reported Costs of Endometriosis Patients in Germany. Geburtshilfe Frauenheilkd 2024; 84: 1143-1149
- 62 Abril-Coello R, Correyero-León M, Ceballos-Laita L. et al. Benefits of physical therapy in improving quality of life and pain associated with endometriosis: A systematic review and meta-analysis. Int J Gynaecol Obstet 2023; 162: 233-243
- 63 Siedlak A, Kuc M, Cyboran K. et al. The complementary treatment of endometriosis: diet, physiotherapy and psychological treatment. J Educ Health Sport 2022; 12: 989-993
- 64 Imwinkelried M, Seewer N, Berger T. et al. Internetbasierte Selbsthilfe bei Einsamkeit – Eine systematische Übersicht. Bundesgesundheitsbl 2024; 67: 1161-1171
- 65 Seewer N, Skoko A, Käll A. et al. Efficacy of an Internet-based self-help intervention with human guidance or automated messages to alleviate loneliness: a three-armed randomized controlled trial. Sci Rep 2024; 14: 6569
- 66 Donatti L, Malvezzi H, de Azevedo BC. et al. Intervenção psicológica baseada na terapia cognitivo-comportamental na endometriose: Uma revisão sistemática. Rev Bras Ginecol Obstet 2022; 44: 295-303
- 67 Pickett C, Foster WG, Agarwal S. Current endometriosis care and opportunities for improvement. Reprod Fertil 2023; 4: e220091
- 68 Calvi C, Sherman KA, Pham D. Loneliness and perceived social support in endometriosis: The roles of body image disturbance and anticipated stigma. Int J Behav Med 2024; 31: 433-444
- 69 EndoMarch. Endometriosis Awareness March. 2020 Accessed March 31, 2025 at: https://www.endomarch.org
- 70 Adler H, Lewis M, Ng CHM. et al. Social Media, Endometriosis, and Evidence-Based Information: An Analysis of Instagram Content. Healthcare (Basel) 2024; 12: 121
- 71 van der Zanden M, Arens MWJ, Braat DDM. et al. Gynaecologists’ view on diagnostic delay and care performance in endometriosis in the Netherlands. Reprod Biomed Online 2018; 37: 761-768
- 72 Wershofen B. Förderung der interprofessionellen Kommunikation durch strukturierte Fallbesprechungen und Visitensimulation (FInKo). In: Kerres A, Wissing C, Wershofen B. , ed. Skillslab in Pflege und Gesundheitsfachberufen. Intra- und interprofessionelle Lehrformate. Berlin, Heidelberg: Springer; 2021: 111-125
- 73 Haffer N, Thun S. Interoperabilität: Technologien der Anti-Fragmentierung im Zeitalter der Digitalisierung. In: Pfannstiel MA. , ed. Technologien und Technologiemanagement im Gesundheitswesen. Potenziale nutzen, Lösungen entwickeln, Ziele erreichen. Wiesbaden, Heidelberg: Springer Gabler; 2024: 819-830
- 74 English JD, Ford J. Centres of excellence for the management of advanced endometriosis: where are they and what do they do?. Gynecol Surg 2004; 1: 171-173
- 75 Facchin F, Buggio L, Vercellini P. et al. Quality of intimate relationships, dyadic coping, and psychological health in women with endometriosis: Results from an online survey. J Psychosom Res 2021; 146: 110502
- 76 Gemeinde Ringelai. SmartesLand-Strategie Ilzer Land. 2023 Accessed April 20, 2025 at: https://ilzerland.bayern/smartesland/
- 77 Landesregierung Rheinland-Pfalz. Digitalstrategie für das Land Rheinland-Pfalz. Mainz: Landesregierung Rheinland-Pfalz; 2023
- 78 Shim JY, Laufer MR, King CR. et al. Evaluation and Management of Endometriosis in the Adolescent. Obstet Gynecol 2024; 143: 44-51
Correspondence
Publication History
Received: 16 June 2025
Accepted after revision: 02 December 2025
Article published online:
11 February 2026
© 2026. The Author(s). This is an open access article published by Thieme under the terms of the Creative Commons Attribution-NonDerivative-NonCommercial-License, permitting copying and reproduction so long as the original work is given appropriate credit. Contents may not be used for commercial purposes, or adapted, remixed, transformed or built upon. (https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/).
Georg Thieme Verlag KG
Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
-
References/Literatur
- 1 Robert Koch-Institut. Gesundheitliche Lage der Frauen in Deutschland. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Berlin: Robert Koch-Institut; 2020. Accessed March 20, 2025 at: https://www.rki.de/DE/Themen/Gesundheit-und-Gesellschaft/Gesundheitsberichterstattung/Berichte/Frauenbericht/Gesundheitliche_Lage_der_Frauen_2020.pdf?__blob=publicationFile&v=3
- 2 Kohring C, Akmatov MK, Holstiege J. et al. The Incidence of Endometriosis, 2014–2022. An Analysis of Nationwide Claims Data From Physicians in Private Practice. Dtsch Arztebl Int 2024; 121: 619-626
- 3 Pearce CL, Templeman C, Rossing MA. et al. Association between endometriosis and risk of histological subtypes of ovarian cancer: a pooled analysis of case-control studies. Lancet Oncol 2012; 13: 385-394
- 4 Viganò P, Parazzini F, Somigliana E. et al. Endometriosis: epidemiology and aetiological factors. Best Pract Res Clin Obstet Gynaecol 2004; 18: 177-200
- 5 Friedl F, Riedl D, Fessler S. et al. Impact of endometriosis on quality of life, anxiety, and depression: an Austrian perspective. Arch Gynecol Obstet 2015; 292: 1393-1399
- 6 Hudelist G, Fritzer N, Thomas A. et al. Diagnostic delay for endometriosis in Austria and Germany: causes and possible consequences. Hum Reprod 2012; 27: 3412-3416
- 7 Staal AHJ, van der Zanden M, Nap AW. Diagnostic Delay of Endometriosis in the Netherlands. Gynecol Obstet Invest 2016; 81: 321-324
- 8 Hudelist G, Fritzer N, Thomas A. et al. Diagnostic delay for endometriosis in Austria and Germany: causes and possible consequences. Hum Reprod 2012; 27: 3412-3416
- 9 Greene R, Stratton P, Cleary SD. et al. Diagnostic experience among 4,334 women reporting surgically diagnosed endometriosis. Fertil Steril 2009; 91: 32-39
- 10 Kundu S, Wildgrube J, Schippert C. et al. Supporting and Inhibiting Factors When Coping with Endometriosis From the Patients’ Perspective. Geburtshilfe Frauenheilkd 2015; 75: 462-469
- 11 Fehm T, Burghaus S, Küpker W. Endometriose – häufig spät erkannt und eine komplexe therapeutische Herausforderung!. Gynäkologie 2024; 57: 129-130
- 12 AWMF. S2k-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Endometriose (AWMF-Register-Nr. 015–045). Herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG) und der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG). 2020 Accessed April 09, 2025 at: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/015-045.html
- 13 Bundesministerium für Bildung und Forschung. Endometriose: „Chamäleon der Gynäkologie“ wird erforscht – DLR Gesundheitsforschung. 09.04.2025 Accessed April 09, 2025 at: https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/endometriose-chamaleon-der-gynakologie-wird-erforscht-17645.php
- 14 Tricco AC, Lillie E, Zarin W. et al. PRISMA Extension for Scoping Reviews (PRISMA-ScR): Checklist and Explanation. Ann Intern Med 2018; 169: 467-473
- 15 Roos-Eysbouts Y, De Bie-Rocks B, Van Dijk J. et al. Characteristics, expectations and needs of the dutch endometriosis society members. Gynecol Obstet Invest 2015; 79: 234-238
- 16 Roomaney R, Kagee A. Coping strategies employed by women with endometriosis in a public health-care setting. J Health Psychol 2016; 21: 2259-2268
- 17 Hållstam A, Stålnacke BM, Svensén C. et al. Living with painful endometriosis – A struggle for coherence. A qualitative study. Sex Reprod Healthc 2018; 17: 97-102
- 18 Lukas I, Kohl-Schwartz A, Geraedts K. et al. Satisfaction with medical support in women with endometriosis. PLoS One 2018; 13: e0208023
- 19 As-Sanie S, Black R, Giudice LC. et al. Assessing research gaps and unmet needs in endometriosis. Am J Obstet Gynecol 2019; 221: 86-94
- 20 Fourquet J, Zavala DE, Missmer S. et al. Disparities in healthcare services in women with endometriosis with public vs private health insurance. Am J Obstet Gynecol 2019; 221: 623.e1-623.e11
- 21 Opoku-Anane J, Orlando MS, Lager J. et al. The development of a comprehensive multidisciplinary endometriosis and chronic pelvic pain center. J Endometr Pelvic Pain Disord 2020; 12: 3-9
- 22 Simonsen SM, Strømberg C, Zoffmann V. et al. About me as a person not only the disease—piloting Guided Self-Determination in an outpatient endometriosis setting. Scand J Caring Sci 2020; 34: 1017-1027
- 23 van der Zanden M, Teunissen DAM, van der Woord IW. et al. Barriers and facilitators to the timely diagnosis of endometriosis in primary care in the Netherlands. Fam Pract 2020; 37: 131-136
- 24 Matías-González Y, Sánchez-Galarza AN, Flores-Caldera I. et al. “Es que tú eres una changa”: stigma experiences among Latina women living with endometriosis. J Psychosom Obstet Gynaecol 2021; 42: 67-74
- 25 Namazi M, Behboodi Moghadam Z, Zareiyan A. et al. Exploring the impact of endometriosis on Women’s lives: A qualitative study in Iran. Nurs Open 2021; 8: 1275-1282
- 26 Norman M, Razmpour O, Olsen JM. Women’s Use of Self-Care Interventions for Endometriosis Pain in the United States. Nurs Womens Health 2021; 25: 346-356
- 27 Rowe HJ, Hammarberg K, Dwyer S. et al. Improving clinical care for women with endometriosis: qualitative analysis of Women’s and health professionals’ views. J Psychosom Obstet Gynaecol 2021; 42: 174-180
- 28 van der Zanden M, de Kok L, Nelen W. et al. Strengths and weaknesses in the diagnostic process of endometriosis from the Patients’ perspective: a focus group study. Diagnosis 2021; 8: 333-339
- 29 Ilschner S, Neeman T, Parker M. et al. Communicating Endometriosis Pain in France and Australia: An Interview Study. Front Glob Womens Health 2022; 3: 765762
- 30 Márki G, Vásárhelyi D, Rigó A. et al. Challenges of and possible solutions for living with endometriosis: a qualitative study. BMC Womens Health 2022; 22: 1-11
- 31 Moreira MF, Gamboa OL, Pinho Oliveira MA. A single-blind, randomized, pilot study of a brief mindfulness-based intervention for the endometriosis-related pain management. Eur J Pain 2022; 26: 1147-1162
- 32 Omtvedt M, Bean E, Hald K. et al. Patients’ and relatives’ perspectives on best possible care in the context of developing a multidisciplinary center for endometriosis and adenomyosis: findings from a national survey. BMC Womens Health 2022; 22: 219
- 33 Sherman KA, Pehlivan MJ, Singleton A. et al. Co-design and Development of EndoSMS, a Supportive Text Message Intervention for Individuals Living With Endometriosis: Mixed Methods Study. JMIR Form Res 2022; 6: e40837
- 34 Barbosa CPA, Calumby TMDC, Andrade APP. et al. Difficulties Faced by Physicians in the Diagnosis of Endometriosis in the Brazilian Public Health System. Health 2023; 15: 788-795
- 35 Girard E, Mazloum A, Navarria-Forney I. et al. Women’s lived experience of endometriosis-related fertility issues. PLoS One 2023; 18: e0293531
- 36 Goel R, Modhukur V, Täär K. et al. Users’ Concerns About Endometriosis on Social Media: Sentiment Analysis and Topic Modeling Study. J Med Internet Res 2023; 25: e45381
- 37 Grundström H, Kilander H, Wikman P. et al. Demographic and clinical characteristics determining patient-centeredness in endometriosis care. Arch Gynecol Obstet 2023; 307: 1047-1055
- 38 Lightbourne A, Foley S, Dempsey M. et al. Living With Endometriosis: A Reflexive Thematic Analysis Examining Women’s Experiences With the Irish Healthcare Services. Qual Health Res 2024; 34: 311-322
- 39 Lukac S, Hancke K, Janni W. et al. Three-dimensional model for improvement of endometriosis care (3D-E). Int J Gynaecol Obstet 2023; 165: 416-423
- 40 Mikesell L, Bontempo AC. Healthcare Providers’ Impact on the Care Experiences of Patients with Endometriosis: The Value of Trust. Health Commun 2023; 38: 1981-1993
- 41 Pontoppidan K, Olovsson M, Grundström H. Clinical factors associated with quality of life among women with endometriosis: a cross-sectional study. BMC Womens Health 2023; 23: 551
- 42 Schreurs AMF, Dancet EAF, Apers S. et al. The Relation between Patient-Centered Care and Quality of Life in Women with Endometriosis. Gynecol Obstet Invest 2023; 88: 249-256
- 43 Singh SS, Allaire C, Al-Nourhji O. et al. Guideline No. 449: Diagnosis and Impact of Endometriosis – A Canadian Guideline. J Obstet Gynaecol Can 2024; 46: 102450
- 44 Singh B, Berry J, Volovsky M. et al. The Utility and Impact of the Painful Periods Screening Tool (PPST) to Improve Healthcare Delivery for People with Symptoms of Pelvic Pain. Reprod Sci 2023; 30: 1676-1683
- 45 Yen CF, Hamdan M, Hengrasmee P. et al. Improving the diagnosis of endometriosis in Asia-Pacific: Consensus from the Asia-Pacific Endometriosis Expert Panel for Endometriosis. Int J Gynaecol Obstet 2023; 163: 720-732
- 46 Bień A, Pokropska A, Grzesik-Gąsior J. et al. Clinical Factors Affecting the Quality of Life of Women With Endometriosis. J Adv Nurs 2025; 81: 4667-4680
- 47 Swift B, Taneri B, Becker CM. et al. Prevalence, diagnostic delay and economic burden of endometriosis and its impact on quality of life: Results from an Eastern Mediterranean population. Eur J Public Health 2024; 34: 244-252
- 48 Westin MÖ, Wikberg C, Björkelund C. et al. Laying the Groundwork: A Pilot Study Exploring Improved Endometriosis Management Strategies in Primary Healthcare. Int J Gen Med 2024; 17: 1325-1333
- 49 Dixon S, McNiven A, Talbot A. et al. Navigating possible endometriosis in primary care: a qualitative study of GP perspectives. Br J Gen Pract 2021; 71: e668-e676
- 50 Metzler JM, KalaitzopoulosBurla L. et al. Examining the Influence on Perceptions of Endometriosis via Analysis of Social Media Posts: Cross-sectional Study. JMIR Form Res 2022; 6: e31135
- 51 Perelmuter S, Shin JH. Enhancing endometriosis care with telehealth: Opportunities and challenges. J Telemed Telecare 2024;
- 52 Bergen S, Murimi D, Gruer C. et al. Living with Endometriosis: A Narrative Analysis of the Experiences of Kenyan Women. Int J Environ Res Public Health 2023; 20: 4125
- 53 Bazot M, Daraï E, Benagiano GP. et al. ENDO_STAGE Magnetic Resonance Imaging: Classification to Screen Endometriosis. J Clin Med 2022; 11: 2443
- 54 Davenport S, Smith D, Green DJ. Barriers to a Timely Diagnosis of Endometriosis: A Qualitative Systematic Review. Obstet Gynecol 2023; 142: 571-583
- 55 Kohring C, Holstiege J, Heuer J, Dammertz L, Brandes I, Mechsner S, Akmatov M. Endometriose in der vertragsärztlichen Versorgung – Regionale und zeitliche Trends im Zeitraum 2012 bis 2022. Berlin: Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland; 2024.
- 56 Deutscher Bundestag. Aufklärung bei Endometriose. 28.03.2025 Accessed March 28, 2025 at: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-918854
- 57 Endometriose-Vereinigung Deutschland e. V.. Endometriose im Medizinstudium. 2023 Accessed March 31, 2025 at: https://www.endometriose-vereinigung.de/wp-content/uploads/2024/11/Umfrage_Endometriose-im-Medizinstudium.pdf
- 58 Grundström H, Danell H, Sköld E. et al. “A protracted struggle” – A qualitative blog study of endometriosis healthcare experiences in Sweden. AJAN 2020;
- 59 Dimitrova D, Sehouli J. Interkulturelle Kompetenzen im Gesundheitswesen durch Fort- und Weiterbildungen fördern. Bundesgesundheitsbl 2023; 66: 1126-1129
- 60 Rohloff N, Schäfer SD. Digitale multimodale Unterstützung bei Endometriose: Die Endo-App. In: Spitzenforschung in der Gynäkologie und Geburtshilfe: Innovationen und Auszeichnungen 2024. Lampertheim: ALPHA Informations-GmbH; 2024: 44-49
- 61 Heinze NR, Götz T, Rohloff N. et al. Self-reported Costs of Endometriosis Patients in Germany. Geburtshilfe Frauenheilkd 2024; 84: 1143-1149
- 62 Abril-Coello R, Correyero-León M, Ceballos-Laita L. et al. Benefits of physical therapy in improving quality of life and pain associated with endometriosis: A systematic review and meta-analysis. Int J Gynaecol Obstet 2023; 162: 233-243
- 63 Siedlak A, Kuc M, Cyboran K. et al. The complementary treatment of endometriosis: diet, physiotherapy and psychological treatment. J Educ Health Sport 2022; 12: 989-993
- 64 Imwinkelried M, Seewer N, Berger T. et al. Internetbasierte Selbsthilfe bei Einsamkeit – Eine systematische Übersicht. Bundesgesundheitsbl 2024; 67: 1161-1171
- 65 Seewer N, Skoko A, Käll A. et al. Efficacy of an Internet-based self-help intervention with human guidance or automated messages to alleviate loneliness: a three-armed randomized controlled trial. Sci Rep 2024; 14: 6569
- 66 Donatti L, Malvezzi H, de Azevedo BC. et al. Intervenção psicológica baseada na terapia cognitivo-comportamental na endometriose: Uma revisão sistemática. Rev Bras Ginecol Obstet 2022; 44: 295-303
- 67 Pickett C, Foster WG, Agarwal S. Current endometriosis care and opportunities for improvement. Reprod Fertil 2023; 4: e220091
- 68 Calvi C, Sherman KA, Pham D. Loneliness and perceived social support in endometriosis: The roles of body image disturbance and anticipated stigma. Int J Behav Med 2024; 31: 433-444
- 69 EndoMarch. Endometriosis Awareness March. 2020 Accessed March 31, 2025 at: https://www.endomarch.org
- 70 Adler H, Lewis M, Ng CHM. et al. Social Media, Endometriosis, and Evidence-Based Information: An Analysis of Instagram Content. Healthcare (Basel) 2024; 12: 121
- 71 van der Zanden M, Arens MWJ, Braat DDM. et al. Gynaecologists’ view on diagnostic delay and care performance in endometriosis in the Netherlands. Reprod Biomed Online 2018; 37: 761-768
- 72 Wershofen B. Förderung der interprofessionellen Kommunikation durch strukturierte Fallbesprechungen und Visitensimulation (FInKo). In: Kerres A, Wissing C, Wershofen B. , ed. Skillslab in Pflege und Gesundheitsfachberufen. Intra- und interprofessionelle Lehrformate. Berlin, Heidelberg: Springer; 2021: 111-125
- 73 Haffer N, Thun S. Interoperabilität: Technologien der Anti-Fragmentierung im Zeitalter der Digitalisierung. In: Pfannstiel MA. , ed. Technologien und Technologiemanagement im Gesundheitswesen. Potenziale nutzen, Lösungen entwickeln, Ziele erreichen. Wiesbaden, Heidelberg: Springer Gabler; 2024: 819-830
- 74 English JD, Ford J. Centres of excellence for the management of advanced endometriosis: where are they and what do they do?. Gynecol Surg 2004; 1: 171-173
- 75 Facchin F, Buggio L, Vercellini P. et al. Quality of intimate relationships, dyadic coping, and psychological health in women with endometriosis: Results from an online survey. J Psychosom Res 2021; 146: 110502
- 76 Gemeinde Ringelai. SmartesLand-Strategie Ilzer Land. 2023 Accessed April 20, 2025 at: https://ilzerland.bayern/smartesland/
- 77 Landesregierung Rheinland-Pfalz. Digitalstrategie für das Land Rheinland-Pfalz. Mainz: Landesregierung Rheinland-Pfalz; 2023
- 78 Shim JY, Laufer MR, King CR. et al. Evaluation and Management of Endometriosis in the Adolescent. Obstet Gynecol 2024; 143: 44-51








