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DOI: 10.1055/a-2776-2969
Orthogeriatrie und Alterstraumatologie – künftige Bedarfssituation
Authors
Durch den demografischen Wandel wird der Stellenwert der Alterstraumatologie und der Bedarf an orthogeriatrischem Management zunehmen, da die Zahl älterer Menschen mit degenerativen Gelenkerkrankungen und (meist sturzbedingten) Frakturen ansteigen wird.
Das orthogeriatrische Management umfasst ein interdisziplinäres Fachgebiet, das unter Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse alter und multimorbider Patienten deren Versorgung bei orthopädischen und unfallchirurgischen Erkrankungen optimiert. Es vereint die Expertisen von Geriatrie, Orthopädie und Unfallchirurgie.
Das Statistische Bundesamt erfasste bereits im Jahr 2024 für die Diagnosen M16 (Koxarthrose) 208287 und für M17 (Gonarthrose) 238460 stationäre Fälle. Die höchsten Fallzahlen bei der Diagnose „Koxarthrose“ waren im Alterskorridor von 60 bis 85 Jahren, während bei der Diagnose „Gonarthrose“ der Häufigkeitsgipfel bei 55- bis 85-jährigen Patienten lag.
Die Multimorbidität älterer Menschen erhöht das perioperative Komplikationsrisiko bei elektivem Gelenkersatz und in der Notfallversorgung nach Sturzereignissen aufgrund vorbestehender Erkrankungen.
Publication History
Article published online:
13 February 2026
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