Rofo
DOI: 10.1055/a-2780-7712
The Interesting Case

Extramedulläres Plasmozytom mit seltener peritonealer Manifestation

Extramedullary plasmacytoma with rare peritoneal manifestation

Authors

  • Briand Qeriqi

    1   Medicine, Ruhr-Universitat Bochum, Bochum, Germany (Ringgold ID: RIN9142)
  • Mohammad Sousak

    1   Medicine, Ruhr-Universitat Bochum, Bochum, Germany (Ringgold ID: RIN9142)
  • Ebru Temel

    1   Medicine, Ruhr-Universitat Bochum, Bochum, Germany (Ringgold ID: RIN9142)

Einleitung

Das Multiple Myelom (MM) ist eine klonale Neoplasie der Plasmazellen, die primär das Knochenmark betrifft [1]. Im Rahmen der Entität entwickeln etwa 7–18% der Patienten im Verlauf eine extramedulläre Manifestation in Form eines extramedullären Plasmozytoms (EMP). Diese seltene aggressive Manifestation betrifft bis zu 80% den Nasopharynx, während peritoneale und pleurale Lokalisationen nur äußerst selten beobachtet werden [2].

Die genaue Ätiologie des EMPs ist nicht abschließend geklärt. Chromosomale Aberrationen wie t(11;14) sowie Mutationen in Onkogenen und Tumorsuppressorgenen (z.B. RAS, MYC) scheinen jedoch eine Rolle zu spielen. Die Translokationen t(11;14)(q13;q32) führen zur Überexpression von Cyclin D1 und ist für das MM charakteristisch [3].

Die Diagnose des EMPs im Rahmen eines MMs erfordert die Kombination aus bildgebenden Verfahren, histopathologischer Analyse und immunhistochemischer Bestätigung.

Im Folgenden berichten wir über einen Fall mit multiplen extramedullären Manifestationen einschließlich einer peritonealen Lokalisation und deren erfolgreicher Behandlung mittels BCMA-gerichteter CAR-T-Zelltherapie.



Publication History

Received: 04 July 2025

Accepted after revision: 02 January 2026

Article published online:
20 January 2026

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