tk 2012; 8(02): 54-55
DOI: 10.1055/s-0031-1295534
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Ein neuer Parasit wird heimisch

Reise- und Importhunde begünstigen die Verbreitung von Dirofilaria repens in Deutschland

Autor*innen

  • Annette Locher


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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
14. Juni 2012 (online)

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Wer bei Dirofilariose nur an die Herzwurmerkrankung denkt, übersieht eine wichtige weitere Gefahr für Hund und Mensch in Deutschland. Es mehren sich die Anzeichen, dass sich die kanine kutane Dirofilariose, verursacht durch den Fadenwurm Dirofilaria repens, hierzulande als neue Zoonose etabliert.

Inzwischen wird D. repens mindestens doppelt so häufig in deutschen Labors nachgewiesen wie D. immitis, der Verursacher der Herzwurmerkrankung, wie Parasitenexperte Dr. Torsten Naucke beobachtet hat [1]. Für die in erster Linie betroffenen Hunde ist die kutane Dirofilariose klinisch zwar weniger schwerwiegend als die Herzwurmerkrankung. Sie ist nach Experteneinschätzung allerdings mit einem wesentlich höheren Zoonosepotenzial, also einer Gefährdung des Menschen durch die Dirofilariose, verbunden.