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DOI: 10.1055/s-0031-1298053
Hüftfraktur – Optimale Therapie bei Demenz
Verantwortlicher Herausgeber dieser Rubrik:
Publikationsverlauf
Publikationsdatum:
25. November 2011 (online)


Diesen praxisnahen, multidisziplinären Leitfaden haben ein Physiotherapeut, ein Neuropsychologe und eine Medizinerin entwickelt. Er informiert Therapeuten und Pflegende, wie sie Patienten mit Demenz nach einer Hüftfraktur behandeln können. Das Buch stellt kompakt alle notwendigen Aspekte wie zum Beispiel die operative Therapie hüftnaher Frakturen, den Einsatz von Hilfsmitteln, Aktivitäten des täglichen Lebens und die Sturzprophylaxe aus den Fachbereichen Neuropsychologie, Physiotherapie und Geriatrie vor.
Eine Hüftfraktur bei Patienten mit Demenz zu therapieren, ist nicht einfach. Aufgrund der kognitiven Defizite ist es für Betroffene sehr schwierig, einzelne Übungen umzusetzen und verschiedene Verhaltensregeln zu erlernen und einzuhalten. Der Therapeut muss Einfühlungsvermögen und viel Geduld besitzen. Die Themengebiete FRANZ-Projekt, Informationen zur Demenz und Strategien für ein gutes Miteinander bieten hier wichtige Zusatzinformationen. Letztere gewähren einen Einblick in die wichtigsten Kommunikationsregeln im Umgang mit Patienten mit Demenz. Hilfreich sind auch die Lösungsvorschläge, um schwierige Situationen zu entschärfen.
Das Buch eignet sich für Berufseinsteiger und alle an dem Thema Interessierten, denn das Basiswissen hilft, diese Patientengruppe bestmöglich zu fördern. Des Weiteren sollte das Gesamtkonzept im Krankenhaus oder einer Senioreneinrichtung im multidisziplinären Kontext umgesetzt werden, denn nur so gewährleistet es eine optimale Versorgung!
Astrid Tersteegen, BSc of Health, Physiotherapeutin aus Schermbeck

