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DOI: 10.1055/s-0033-1353601
Der erste Mittwoch im November: der Tag der „FD“
The First Wednesday in November: the Day of the “FD”Der erste Mittwoch im November ist ein „jour fixe“ für die Dermatologen im Rhein-Main
Gebiet. An diesem Tag findet in der Universitäts-Hautklinik Frankfurt seit Jahrzehnten
die „FD“, die „Frankfurter Dermatologen-Tagung“ statt. Ist so eine Veranstaltung bei
den vielfältigen anderweitigen Fortbildungsangeboten noch zeitgemäß?
Wir sind davon überzeugt! Diese Fortbildung ist eine Plattform für viele: Niedergelassene
Kollegen lernen den neuen dermatologischen Nachwuchs kennen, von dem sie Arztbriefe
erhalten; alte Bekannte tauschen Erinnerungen aus; die jungen Assistentinnen und Assistenten
verbinden Gesichter mit Unterschriften auf Überweisungsscheinen, die Ehemaligen erfahren,
was sich im letzten Jahr in ihrer alten Klinik so getan hat. Zudem ist die „FD“ die
Bühne für den ersten Auftritt der Jüngsten auf dem möglichen Weg zu einer wissenschaftlichen
Laufbahn oder auch nur, um sich erstmals der fachdermatologischen Öffentlichkeit zu
präsentieren.
Live-Vorstellungen von Patienten sind im Rahmen größerer Tagungen heute nicht mehr üblich – bei einem Tagungsformat wie der „FD“ als besonderes Highlight aber immer noch möglich. Nur dieses Forum erlaubt es, Befunde dreidimensional zu betrachten oder sogar zu betasten, direkt daneben das histologische Korrelat im Mikroskop zu studieren und dann auch noch vom Patienten die Odyssee bis zur Diagnosestellung, seine Erfahrungen mit verschiedenen Therapien oder den Umgang mit einer Erkrankung, die nicht therapierbar ist, zu erfahren. Weiterhin gehört zur Tradition, dass externe Referenten spezielle, sonst oft eher vernachlässigte Themen präsentieren. So wird dieses Jahr beispielsweise Herr Prof. Dr. Uwe Gieler aus Gießen als ausgewiesener Experte darüber berichten, wie man sich verhalten soll, wenn dem Patienten etwas „unter die Haut geht“.
Die „Diaklinik“ beschließt das Programm – eine überholte Bezeichnung für noch immer
aktuelle Fallvorstellungen mittels Powerpoint! Die Vielgestaltigkeit dermatologischer
Befunde wird so an den konkreten Patientenbeispielen demonstriert – Fälle, die auch
uns im letzten Jahr vor diagnostische oder therapeutische Probleme stellten. Dies
ist kurzweilig, regt zum Mitdenken an und bietet für jeden Zuhörer individuelle neue
Erkenntnisse, die er persönlich mitnehmen kann. Dies ist oft hilfreicher als das Lesen
umfassender Übersichtsartikel.
Damit auch Sie davon profitieren, stellen wir unsere Fälle in diesem Heft der „Aktuellen
Dermatologie“ vor. Wir hoffen, dass Ihnen unsere Patienten einen Eindruck von der
diesjährigen Veranstaltung vermitteln, dass auch Sie dadurch zumindest ein „Aha-Erlebnis“
haben werden und Sie vielleicht Lust bekommen, im nächsten Jahr bei unserer FD einmal
persönlich dabei zu sein. Sie sind schon jetzt hierzu herzlich eingeladen.
Ihr
Prof. Dr. Falk Ochsendorf
Korrespondenzadresse

