B&G Bewegungstherapie und Gesundheitssport 2015; 31(01): 10-14
DOI: 10.1055/s-0034-1384327
Wissenschaft
Haug Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG Stuttgart

Der Heidelberger Health-Score HHS 2.1 – ein Instrument zur Bedarfserhebung, Steuerung und Analyse der Effektivität gesundheitsorientierter Maßnahmen in Unternehmen

S Ziesche
1   Universität Heidelberg, Kompetenzzentrum BGM am Institut für Sport und Sportwissenschaft
,
M Köppel
1   Universität Heidelberg, Kompetenzzentrum BGM am Institut für Sport und Sportwissenschaft
,
K Weiß
1   Universität Heidelberg, Kompetenzzentrum BGM am Institut für Sport und Sportwissenschaft
,
G Huber
1   Universität Heidelberg, Kompetenzzentrum BGM am Institut für Sport und Sportwissenschaft
,
R Bosch
1   Universität Heidelberg, Kompetenzzentrum BGM am Institut für Sport und Sportwissenschaft
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Publikationsverlauf

Eingegangen: 12. Oktober 2014

Angenommen durch Review: 30. Dezember 2014

Publikationsdatum:
17. Februar 2015 (online)

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Zusammenfassung

Durch die gesellschaftlichen Veränderungen der Arbeitswelt sowie dem demografischen Wandel werden den deutschen Unternehmen mittelfristig weniger Menschen zur Verfügung stehen. Hiermit einhergehend wird auch deren Arbeitsfähigkeit von der steigenden Prävalenz degenerativer Erkrankungen und den zunehmenden Anforderungen am Arbeitsplatz gekennzeichnet sein. Die Sicherung der Arbeitsfähigkeit durch Programme zur Gesundheitsförderung wird hierbei ein Gegenstand außerordentlicher Relevanz, welcher eine bedarfsorientierte Konzeption benötigt. Ein Instrument, um diesen Bedarf zu identifizieren und operationalisieren, ist der Heidelberger Health-Score (HHS 2.1). Erste Plausibilitätsprüfungen konnten die Inhaltsvalidität des HHS 2.1 bestätigen. Hier zeigt sich deskriptiv eine zum Alter proportionale Abnahme des Scores sowohl bei Männern (statistisch signifikant) als auch bei Frauen (statistisch nicht signifikant), wie sie bereits von anderen psychometrischen Verfahren bekannt ist. Hinsichtlich der Aktivitätsanforderungen am Arbeitsplatz weist der Score eine U-förmige Entwicklung auf, die ihren Hochpunkt bei mittlerer Aktivitätsanforderung des Arbeitsplatzes erreicht. Für eine endgültige Bestätigung seiner Anwendbarkeit werden allerdings Untersuchungen hinsichtlich der Kriteriums- und Konstruktvalidität des Fragebogens notwendig.

Summary

The Heidelberg Healthscore – HHS 2.1: A tool for needs assessment, control and analysis of the effectiveness of health-oriented measures in companies

Due to the change of demographic and the working environment, German companies will be confronted with less employees in the medium-term. Furthermore the working ability of the employees will be affected by the increasing prevalence of degenerative diseases and an increase of job requirements. The protection of the working ability via workplace health promotion programs, which require a demand-oriented design, will therefore be of exceeding relevance. An instrument to identify and quantify this requirement is the Heidelberger Healthscore – HHS 2.1. The first validity checks were able to confirm the plausibility of HHS 2.1. Thus it could be descriptively shown that there is a proportional decrease of the score with the increase in the age of the participant. According to workplace activity, the score shows a U-shaped progression, having its climax at a medium level of activity. To gain final verification of its applicability, studies will be necessary that check HHS 2.1’s criterion- and construct validity.