Suchttherapie 2017; 18(S 01): S1-S72
DOI: 10.1055/s-0037-1604657
Poster
P1: Postersession „Tabak“
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Explorative multizentrische Untersuchung eines Modellprojekts zur Tabakentwöhnung bei COPD-Patienten (ATEMM-Studie) anhand eines Mehrebenenmodells

M Eppert
1  TU Chemnitz, Institut für Psychologie
,
FG Loth
1  TU Chemnitz, Institut für Psychologie
,
J Bickhardt
2  Berufsverband der Pneumologen in Sachsen e.V.
,
T Heindl
2  Berufsverband der Pneumologen in Sachsen e.V.
,
S Mühlig
1  TU Chemnitz, Institut für Psychologie
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Publication History

Publication Date:
08 August 2017 (online)

 
 

    Tabakrauchen wird für 80 – 90% der chronischen Atemwegs- und 80 – 85% aller Lungenkrebserkrankungen ursächlich verantwortlich gemacht. Im Rahmen der AOK PLUS-Studie zur strukturierten Tabakentwöhnung durch pneumologische Facharztpraxen und Psychotherapeuten in Sachsen und Thüringen mit Minimal-Intervention vs. Maximal-Intervention nach der S3-Leitlinie Tabakentwöhnung bei COPD (ATEMM-Studie) wird erstmals eine evidenzbasierte und krankheitsspezifische Tabakabhängigkeitsbehandlung inklusive medikamentöser Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung vollfinanziert angeboten. Ziel dieser explorativen Untersuchung ist die multizentrische Betrachtung von Entwöhnungserfolgen/-verläufen, Gruppen- und Lokalisationsunterschieden sowie studiencenterbezogenen Differenzen bezüglich Variablen, welche demographisch verortet sind und denen, die theorie- und untersuchungsbegründet für den Entwöhnungserfolg als ausschlaggebend erachtet werden. Durch die Anwendung eines Mehrebenenmodells sollen Konstellationen und Faktoren für den Entwöhnungserfolg/-misserfolg spezifiziert werden, wie beispielsweise Gruppengröße und -zusammensetzung, Kursfrequenz der Praxen und Reihenfolgeeffekten. Studiendesign und Behandlungskonzept werden erläutert sowie Ergebnisse berichtet und diskutiert.


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