Zeitschrift für Phytotherapie 2017; 38(S 01): S1-S44
DOI: 10.1055/s-0037-1607176
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Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Die Versorgungsforschung-Datenbank PhytoVIS – eine retrospektive Befragung zur Anwendungserfahrung mit Phytopharmaka

E Raskopf
1  Institut für Medizinische Statistik und Bioinformatik, Universitätsklinikum Köln, Köln, Deutschland
,
O Greinert
1  Institut für Medizinische Statistik und Bioinformatik, Universitätsklinikum Köln, Köln, Deutschland
,
G Zadoyan
1  Institut für Medizinische Statistik und Bioinformatik, Universitätsklinikum Köln, Köln, Deutschland
,
S Schleicher
1  Institut für Medizinische Statistik und Bioinformatik, Universitätsklinikum Köln, Köln, Deutschland
,
K Shah-Hosseini
1  Institut für Medizinische Statistik und Bioinformatik, Universitätsklinikum Köln, Köln, Deutschland
,
G Meng
2  Kooperation Phytopharmaka GbR, Bonn, Deutschland
,
T Wegener
2  Kooperation Phytopharmaka GbR, Bonn, Deutschland
,
O Kelber
2  Kooperation Phytopharmaka GbR, Bonn, Deutschland
,
J Singh
1  Institut für Medizinische Statistik und Bioinformatik, Universitätsklinikum Köln, Köln, Deutschland
,
R Mösges
1  Institut für Medizinische Statistik und Bioinformatik, Universitätsklinikum Köln, Köln, Deutschland
› Author Affiliations
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Publication History

Publication Date:
27 September 2017 (online)

 
 

    Informationen zu Phytopharmaka beschränken sich derzeit auf präparatespezifische Studien unterschiedlichen Typs und die Erfassung von Verkaufszahlen und Meldungen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen. Ziel der Datenbank PhytoVIS war es daher, ein Instrument zu schaffen, mit dem retrospektiv die Erfahrungen von Patienten mit pflanzlichen Arzneimitteln erfasst werden können.

    Die Befragung wurde in Apotheken oder Arztpraxen von Studenten der Medizin oder Pharmazie durchgeführt. Einziges Einschlusskriterium war die Einnahme von Phytopharmaka in den letzten 8 Wochen vor der Befragung. Auf Basis der angegebenen Indikation war die Wirkung und Verträglichkeit der Produkte nach Meinung des Anwenders primärer Endpunkt. Sekundäre Endpunkte waren Bezug und Empfehlung der Produkte.

    Es wurden 20870 Patienten anonym befragt und dazu 24056 Fragebögen ausgefüllt (Tab. 1). Die Behandlung erfolgte bei 78% der Befragten aufgrund akuter Beschwerden, wobei 47% an „Erkältung/Grippe/Fieber“, 11% an „Bauchschmerzen/Verdauungsstörungen“ und 9% an „Magen- oder Gallebeschwerden“ litten. Von den 1433 genannten Präparaten wurden Iberogast®, Sinupret® und Sinupret® forte am häufigsten verwendet. Die Wirkung der Präparate wurde von 45% der Befragten als „sehr gut bis ausgeprägt“ und von 39% als „mäßig bis deutlich“ beurteilt. Die Präparate wurden nicht nur vom Apotheker (35%) oder Arzt (27%) empfohlen, sondern in 84% der Fälle auch in der Apotheke erworben.

    PhytoVIS ist ein geeignetes Tool, um die Verträglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit nach Einschätzung der Anwender zu untersuchen. Vor allem durch die hohe Zahl an Datensätzen wurden auch vulnerable Gruppen, wie Säuglinge, Schwangere und Senioren erfasst.

    Demografie

    Anzahl

    0 – 27 Tage

    26

    28 Tage-23 Monate

    271

    2 – 5 Jahre

    505

    6 – 11 Jahre

    578

    12 – 17 Jahre

    823

    18 – 30 Jahre

    6125

    31 – 50 Jahre

    7007

    51 – 65 Jahre

    5094

    66 – 75 Jahre

    2207

    > 75 Jahre

    1420

    Männer

    7613

    Frauen

    16443

    schwanger

    244

    stillend

    172

    Danksagung/Disclaimer:

    Diese Studie wurde durch die Kooperation Phytopharmaka GbR gefördert.


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