CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2018; 97(S 02): S232-S233
DOI: 10.1055/s-0038-1640518
Abstracts
Otologie: Otology
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Konzentrationsabhängige Senkung der Impedanzen nach Cochlea Implantation durch intracochleäre Injektion von Triamcinolon mit einem Cochlea Katheter

NK Prenzler
1  Medizinische Hochschule Hannover, HNO- Heilkunde, Hannover
,
R Salcher
2  HNO MHH, Hannover
,
T Lenarz
2  HNO MHH, Hannover
,
L Gärtner
2  HNO MHH, Hannover
,
A Warnecke
2  HNO MHH, Hannover
› Author Affiliations
Further Information
Dr. med. Nils Kristian Prenzler
Medizinische Hochschule Hannover, HNO- Heilkunde,
Carl-Neuberg-Str. 1, 30625,
Hannover

Publication History

Publication Date:
18 April 2018 (online)

 
 

    Einleitung:

    Ausgelöst durch das Insertionstrauma entsteht Bindegewebe um die Elektrode. Die postoperativ messbaren Impedanzen scheinen mit dem Ausmaß zu korrelieren und können für Rückschlüsse auf die Effektivität von antifibrotischen Maßnahmen interpretiert werden. Studien belegen einen positiven Effekt von Triamcinolon zumindest in basalen Bereichen, wenn es vor Insertion in das runde Fenster injiziert wurde. Um diese Verringerung der Impedanzen auch in apikalen Bereichen zu erreichen, wurde zusammen mit Med-El ein Katheter für intracochleäre Pharmakotherapien entwickelt.

    Material und Methoden:

    Der Katheter besteht aus einem 20 mm langen, hohlen Silikonschlauch mit den Ausmaßen einer Standard Elektrode mit einem Auslass für Flüssigkeiten an der Spitze. Es wurden jeweils 5 Patienten ohne funktionelles Restgehör (> 80dB Hörverlust bei 250 Hz) mit Triamcinolon (low dose: 4 mg/ml vs. high dose: 20 mg/ml) mittels Cochlea Katheter behandelt vor einer Implantation mit einer Med-El Flex 28 Elektrode. Impedanzen und Electric evoked Compound Action Potentials sowie die Amplitude Growth Function wurden intraoperativ sowie bei Erstanpassung und 3 und 6 Monate danach gemessen und mit einer Vergleichsgruppe von Patienten mit gleicher Elektrode, ähnlichem Restgehör aber ohne Katheteranwendung verglichen.

    Ergebnisse:

    Unerwünschte Wirkungen wurden nicht verzeichnet. Während bei der low dose Gruppe die Impedanzen im Vergleich zur Kontrollgruppe nur in den ersten Wochen abfielen, war der Effekt bei der high dose Gruppe bis über die Erstanpassung hinaus sowohl basal als auch apikal nachweisbar. Es werden 3 und 6 Monatsdaten präsentiert.

    Zusammenfassung:

    Diese Methode eignet sich als sichere und effektive Form des lokalen Drug Delivery auch für apikale Bereiche der Cochlea.


    #

    Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

    Dr. med. Nils Kristian Prenzler
    Medizinische Hochschule Hannover, HNO- Heilkunde,
    Carl-Neuberg-Str. 1, 30625,
    Hannover