CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2018; 97(S 02): S240
DOI: 10.1055/s-0038-1640544
Abstracts
Otologie: Otology
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Einfluss von psychischer Gesundheit auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Patienten mit chronischer Otitis media

T Reetz
1  Uniklinikum Dresden, Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde, Dresden
,
S Lailach
1  Uniklinikum Dresden, Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde, Dresden
,
M Neudert
1  Uniklinikum Dresden, Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde, Dresden
,
T Zahnert
1  Uniklinikum Dresden, Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde, Dresden
› Author Affiliations
Further Information
Theresa Reetz
Uniklinikum Dresden, Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde,
Fetscherstr. 74, 01307,
Dresden

Publication History

Publication Date:
18 April 2018 (online)

 
 

    Einleitung:

    Patienten mit chronischer Otitis media (COM) klagen über Otorrhoe und Schwerhörigkeit. Der Krankheitsverlauf über viele Jahre mit zum Teil mehrfachen Operationen schränkt die betroffenen Patienten deutlich in ihrer Lebensqualität ein. Die Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit kann daher die Folge sein, wobei hierzu bisher keine Daten verfügbar sind.

    Methoden:

    Es wurden bisher 70 Patienten mit COM u.a. mit den Evaluationsbögen Chronic Otitis Media Outcome Test 15 (COMOT-15) und dem Patient Health Questionnaire (PHQ-D) präoperativ und 6 Monate nach der Mittelohroperation befragt. Die Objektivierung der Ohrsymptomatik erfolgte anhand der prä- und postoperativen Reintonaudiometrie und dem Ossiculoplasty Outcome Staging Index (OOPS-Index).

    Ergebnisse:

    Patienten mit COM weisen im Vergleich zur Normalbevölkerung eine gesteigerte Depressivität auf. Das Ausmaß der Depressivität zeigt hierbei einen deutlichen Zusammenhang mit dem Hörverlust und bestimmt wesentlich die subjektive Bewertung des Operationserfolges.

    Schlussfolgerung:

    COM-Patienten mit eingeschränkter psychischer Gesundheit geben eine stärkere Reduktion der spezifischen Lebensqualität an als psychisch gesunde Patienten. Da dies einen unmittelbaren Einfluss auf das subjektiv empfundene postoperative Outcome hat, sind Bewertungsinstrumente zur Erfassung der Lebensqualität und der psychischen Gesundheit in der klinischen Routinediagnostik sinnvoll.


    #

    Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

    Theresa Reetz
    Uniklinikum Dresden, Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde,
    Fetscherstr. 74, 01307,
    Dresden