Die Berücksichtigung von genderspezifischen Aspekten auch jenseits von gender-binären
Ansätzen ist bedeutsam für Qualität von Gesundheitsforschung und Versorgung. Gleichzeitig
spielen Methoden für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft,
Praxiseinrichtungen und engagierten Bürger*innen eine entscheidende Rolle in Gesundheitsförderung
und Prävention. Gendersensible und partizipative Gesundheitsforschung soll auch einen
Beitrag zu einem gerechteren Gesundheitssystem leisten.
In diesem Workshop wird die Arbeit der zwei DGSMP-AGs „Sexuelle und geschlechtliche
Diversität“ sowie „Partizipative Gesundheitsforschung“ vorgestellt, aktuelle Entwicklungen
und Herausforderungen für die Forschung aufgezeigt und gemeinsame Ideen für die Weiterentwicklung
von kombinierten Ansätzen diskutiert. Hierzu sind alle Interessierten eingeladen.
Drei Impulsvorträge leiten in die Thematik ein.
1. Prof. Dr. Gesine Bär: Umsetzungsbeispiele gendersensibler und partizipativer Gesundheitsforschung
Genderfragen, Diversität und damit verbundene Empowerment-, Diskriminierungs- und
Gewalterfahrungen zählen zu den wichtigen Motoren partizipativer Forschung. Im Vortrag
wird auf Beispiele dieser Forschungsfelder im deutschsprachigen Raum eingegangen.
2. Prof. Dr. Gabriele Dennert: LSBT-Gesundheit
Ein Überblick zu Fragen und Aufgaben im Bereich LGBT Gesundheit in Deutschland aktuell.
3. Larissa Picht; Prof. Dr. Birgit Reime: Homophobie im Fußball
In dieser explorativen Mixed-Methods-Studie wurden mit LGBTIQ Spieler*innen, mit einem
Trainer und einem Profifußballer Interviews zum Thema Homophobie im Fußball durchgeführt
und mit qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Ferner nahmen n = 27
männliche Teilnehmer eines ländlich angesiedelten Fußballvereins an einer Onlinebefragung
teil. In diesem Impulsvortrag werden die Ergebnisse dieser Studie vorgestellt.