Abstract
Introduction and aims High-resolution esophageal manometry (HRM) has improved the diagnostic work-up of
esophageal motility disorders. Simultaneous evaluation of bolus clearance delivers
useful information about the function of tubular esophagus. We assessed bolus clearance
in a combined HRM-impedance examination for esophagogastric junction outflow obstruction
(EGJOO) in comparison to achalasia patients. The collected data were assessed in a
retrospective analysis.
Patients and methods After gastroscopy excluded a mechanical esophageal or gastric obstruction, 142 consecutive
patients underwent combined HRM-impedance examination. The assessment and interpretation
of the manometry results were done according to the Chicago Classification of esophageal
motility disorders v3.0. After classifying the motility disorder, the evaluation of
bolus clearance was done according to published studies.
Results All patients with achalasia (n = 24) showed a significantly impaired bolus clearance
(< 80 %). Patients with unaffected peristalsis (n = 56) or patients with EGJOO (n = 14)
each showed impaired clearance in 7 %, respectively. The evidence of axial hernia
was not associated with impaired clearance.
Conclusion Our results demonstrate a significant difference in impedance measurements between
EGJOO and achalasia cases. This might be helpful as an additional tool to differentiate
between achalasia and EGJOO patients. Furthermore, the role of the combined impedance-HRM
investigation for early diagnosis of achalasia in “pre-achalasia” condition or in
evaluation of potential progress of EGJOO to achalasia should be evaluated in a prospective
study.
Zusammenfassung
Einleitung Die Technik der hochauflösenden Ösophagusmanometrie (HRM) hat die diagnostischen
Möglichkeiten bei Detektion von Ösophagusmotilitätsstörungen gegenüber der konventionellen
Ösophagusmanometrie erheblich verbessert. Die Ergänzung der HRM-Untersuchung mit Impedanzmessung
liefert wertvolle Zusatzinformationen über die Funktionalität des tubulären Ösophagus.
Wir evaluierten im Rahmen einer retrospektiven Auswertung die Unterschiede bei der
Bolus-Passage im tubulären Ösophagus im Rahmen einer kombinierten HRM-/Impedanz-Untersuchung
für Patienten mit funktioneller Obstruktionsstörung im Bereich des unteren Ösophagussphinkters
und für Patienten mit Achalasie.
Patienten und Methoden Bei 142 Patienten wurde eine kombinierte HRM-/Impedanz-Untersuchung durchgeführt,
nachdem in den vorausgegangenen 6 Monaten eine strukturelle Obstruktion im oberen
GI-Trakt endoskopisch ausgeschlossen worden ist. Die Durchführung der Untersuchungen
und die Interpretation der Messergebnisse erfolgten nach Chicago Classification of
esophageal motility disorders, V3.0. Die Evaluation der Impedanzergebnisse erfolgte
entsprechend den dazu bereits veröffentlichten Studien. Die Auswertung der Daten bez.
der Fragestellung erfolgte im Rahmen einer retrospektiven Analyse.
Ergebnisse Alle Patienten mit Achalasie (n = 24) zeigten eine gestörte (< 80 %) Bolusclearance.
Patienten mit Normalbefund (n = 56) und auch die Patienten mit funktioneller Obstruktionsstörung
(n = 14) zeigten in jeweils nur 7 % der Fälle eine gestörte Bolusclearance. Der Nachweis
einer axialen Hernie war nicht mit Auftreten von gestörter Bolusclearance assoziiert.
Schlussfolgerung Unsere Ergebnisse zeigen eine signifikante Differenz in der Bolusclearance bei Patienten
mit Achalasie und funktioneller Obstruktion. Dieser Sachverhalt könnte eine hilfreiche
Zusatzinformation darstellen, um eindeutig zwischen funktioneller Obstruktion und
Achalasie differenzieren zu können. Die potenzielle Rolle der kombinierten Impedanz-HRM-Untersuchung
in der Detektion der Achalasie im Frühstadium bzw. des möglichen Progresses von funktioneller
Obstruktion zur Achalasie sollte im Rahmen von prospektiven Studien evaluiert werden.
Schlüsselwörter Achalasie - Impedanzmessung - hochauflösende Ösophagusmanometrie - funktionelle Obstruktion
Key words achalasia - impedance - high resolution manometry - esophagogastric junction outflow
obstruction