Dialyse aktuell 2017; 21(06): 276-282
DOI: 10.1055/s-0043-110547
Hämodialyse
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Welche Strategie sollten wir nutzen, um das (Über-)Leben unserer Patienten zu verbessern?

Markus Tölle
1   Abteilung für Nephrologie, Campus Benjamin Franklin, Charité – Universitätsmedizin Berlin
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29 August 2017 (online)

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ZUSAMMENFASSUNG

Das Überleben von Patienten mit dialysepflichtiger Niereninsuffizienz konnte in den zurückliegenden Jahrzehnten trotz Optimierungen bei den technischen Möglichkeiten der Hämodialyse (HD) nur unzureichend im Vergleich zur nierengesunden Bevölkerung verbessert werden. Damit rückt die Lebensqualität unserer Patienten zunehmend in den Vordergrund. Bis weitere technische Innovationen vorhanden sind, um die komplexen physiologischen Funktionen der Niere besser nachahmen zu können, wird noch Zeit vergehen. Daher ist es wichtig, für den individuellen Patienten das beste Dialyseregime zu wählen. In dieser Übersichtsarbeit wird die aktuelle Datenlage in Bezug auf den rechtzeitigen HD-Beginn, die Behandlungsfrequenz und -dauer, die Bedeutung der residualen Nierenfunktion, die Wahl des HD-Verfahrens und der HD-Filter zusammenfassend dargestellt. Daneben wird auf die Empfehlungen der 2015 aktualisierten Empfehlung der „Kidney Disease Outcomes Quality Initiative“ (KDOQI) und der 2007 veröffentlichten „European Renal Best Practice“ (ERBP) zum Thema Hämodialyse eingegangen.