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DOI: 10.1055/s-0043-1771960
Die laparoskopische Implantation eines Magenschrittmachers ist eine komplikationsarme Alternative bei der Gastroparese
Authors
Einleitung Die Gastroparese äußert sich bei Patienten mit Völlegefühl, Übelkeit und Erbrechen bis hin zum Gewichtsverlust und Exsikkose. Nicht selten sind dann stationäre Aufenthalte zur symptomatischen Therapie erforderlich. Die häufigste Ursache der Gastroparese ist der Diabetes mellitus, aber auch iatrogene Ursachen und idiopathische Gastroparesen können zum Vollbild der Erkrankung führen.
Ziele Ziel dieser Studie war es, die Durchführbarkeit und die Wirksamkeit der laparoskopischen Magenschrittmacher-Implantation zur elektrischen Stimulation (Enterra-System) zu evaluieren. Primäre Endpunkte der Studie war der Schweregrad der Symptome, die Lebensqualität (GIQLI), sowie die Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten im Vergleich vor und nach Implantation.
Methodik Eingeschlossen wurden alle Patienten mit szintigraphisch nachgewiesener Gastroparese und frustraner konservativer Therapie, die eine laparoskopische Magenschrittmacher Implantation erhielten. Symptome und Lebensqualität wurden vor und nach Implantation mittels standardisierter Fragebögen evaluiert.
Ergebnis Insgesamt wurden 23 Patienten in die Studie eingeschlossen (14 Patienten mit diabetischer, 6 mit iatrogener und 3 mit idiopathischer Gastroparese). Es zeigte sich eine signifikante Besserung der Symptomatik 6 Monate nach Implantation des Enterra-Systems. Die Patienten wiesen außerdem eine signifikante Besserung der Lebensqualität und der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer im Krankenhaus auf. Es entwickelte sich eine Spätinfektion der Schrittmachertasche bei einer adipösen Patientin, die zum Aggregatwechel führte.
Schlussfolgerung Die laparoskopische Implantation eines Magenschrittmachers ist eine sehr sichere Therapiealternative, die im weiteren Verlauf zu einer signifikanten Verbesserung der Symptomatik und der Lebensqualität führt. Auch die Anzahl und die Dauer von Krankenhausaufenthalten konnten postoperativ deutlich gesenkt werden.
Publication History
Article published online:
28 August 2023
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Georg Thieme Verlag
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