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DOI: 10.1055/a-2763-4316
Seltener Fall eines Phalangeal Microgeodic Syndrome bei einer Jugendlichen
A Rare Case of Phalangeal Microgeodic Syndrome in an Adolescent PatientAutor*innen
Anamnese
Eine 15-jährige Patientin stellte sich im Frühjahr aufgrund seit einem Monat bestehender Schwellungen, Schmerzen und Rötungen aller Finger sowie seit zwei Tagen auch der Zehen vor. Gelegentlich seien lokal begrenzte, livide Verfärbungen aufgefallen, jedoch keine triphasischen Veränderungen im Sinne eines Raynaud-Syndroms (Abfolge von Blässe, Zyanose und Hyperämie zumeist an Fingern oder Zehen). Schmerzen, Schwellungen oder Funktionseinschränkungen anderer Gelenke wurden ebenso verneint wie eine tageszeitliche Dynamik der Beschwerden. Vielmehr seien die Finger ganztägig steif.
Die Gymnasiastin berichtete über erhebliche Einschränkungen der Fingerbeweglichkeit und dadurch der physischen Funktion und der Durchführung alltäglicher Aktivitäten. So sei beispielsweise die Teilnahme am Schulunterricht nicht mehr möglich gewesen, da die Patientin Stifte kaum mehr in der Hand habe halten können. Ebenso sei ihr häufig Besteck aus den Händen gefallen. Infolge ausbleibender Besserung trotz wiederholter kinder- und allgemeinärztlicher Konsultationen über einen Monat entwickelte sich eine zunehmende Resignation.
Seit circa drei Jahren habe die Patientin im Herbst, Winter und Frühling etwa zweimonatlich unter ähnlichen, jedoch milder ausgeprägten Symptomen zunächst der Zehen und später der Finger gelitten, die jeweils spontan remittierten. Eine weiterführende Anamnese einschließlich der medizinischen Vorgeschichte ergab keine relevanten Auffälligkeiten.
Publikationsverlauf
Eingereicht: 20. Juni 2025
Angenommen nach Revision: 03. Dezember 2025
Artikel online veröffentlicht:
29. Dezember 2025
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