Fortschr Röntgenstr 2019; 191(03): 192-198
DOI: 10.1055/a-0636-4129
Review
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Dentale Bildgebung – Eine Einführung für den Radiologen

Article in several languages: English | deutsch
Max Masthoff
1  Institute of Clinical Radiology, Medical Faculty – University of Muenster – and University Hospital Muenster, Muenster, Germany
,
Mirjam Gerwing
1  Institute of Clinical Radiology, Medical Faculty – University of Muenster – and University Hospital Muenster, Muenster, Germany
,
Malte Masthoff
2  Dental Group Practice Masthoff and Trapmann, Marl, Germany
,
Maximilian Timme
3  Clinic for Oral and Maxillofacial Surgery, Medical Faculty – University of Muenster – and University Hospital Muenster, Muenster, Germany
,
Johannes Kleinheinz
3  Clinic for Oral and Maxillofacial Surgery, Medical Faculty – University of Muenster – and University Hospital Muenster, Muenster, Germany
,
Markus Berninger
4  Department of Trauma Surgery, BG Trauma Center Murnau, Germany
,
Walter Heindel
1  Institute of Clinical Radiology, Medical Faculty – University of Muenster – and University Hospital Muenster, Muenster, Germany
,
Moritz Wildgruber
1  Institute of Clinical Radiology, Medical Faculty – University of Muenster – and University Hospital Muenster, Muenster, Germany
,
Christoph Schülke
1  Institute of Clinical Radiology, Medical Faculty – University of Muenster – and University Hospital Muenster, Muenster, Germany
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

22 February 2018

04 May 2018

Publication Date:
18 June 2018 (eFirst)

Zusammenfassung

Hintergrund Da die dentale Bildgebung etwa 40 % aller Röntgenuntersuchungen in Deutschland ausmacht, sind fundierte Kenntnisse für den klinischen Radiologen auf diesem Gebiet essenziell. Der Fokus dieser Übersichtsarbeit liegt auf der Bildgebung des Zahnes. Hierfür werden Zahnaufbau, derzeit verfügbare Bildgebungstechniken und häufige Befunde der konservierenden Zahnheilkunde einschließlich der Endodontologie, Parodontologie und der Implantologie sowie nach dentalem Trauma vorgestellt.

Methode Es erfolgte eine Literaturrecherche zur dentalen Radiologie mittels Pubmed.

Ergebnisse und Schlussfolgerung Bildgebungstechniken erster Wahl sind weiterhin das Orthopantomogramm (OPG) sowie die Einzelzahnaufnahme. Ergänzend werden die Computertomografie (CT) und die digitale Volumentomografie (DVT), vorrangig für die Implantologie (Behandlungsplanung und Verlaufskontrolle) oder verunfallte Patienten, eingesetzt. Insbesondere beim dentalen Trauma vermeidet eine exakte Diagnostik und korrekte Klassifikation, beispielsweise bezüglich einer Beteiligung der Zahnpulpa, Therapieverzögerungen oder deren Prognoseverschlechterung. Zudem können Zähne einen häufigen Infekt-Fokus darstellen.

Da Radiologen häufig mit der dentalen Bildgebung konfrontiert werden, sei es als dezidierte Fragestellung bei einem Trauma-Patienten oder bei Zufallsbefunden im Rahmen der Kopf-/ Halsbildgebung, ist eine „Blickschulung“ für häufige Befunde lohnenswert, um frühzeitig eine suffiziente zahnärztliche Behandlung zu bahnen.

Kernaussagen

  1. Dieser Review behandelt die dentalen Bildgebungstechniken sowie die wichtigsten Zahnpathologien.

  2. Zahnpathologien können nicht nur lokal, sondern auch systemisch relevant sein.

  3. Dentale Befunde sollten für eine bestmögliche Patientenversorgung Teil der Befundung sein.

Zitierweise

  • Masthoff M, Gerwing M, Masthoff M et al. Dental Imaging - A basic guide for the radiologist. Fortschr Röntgenstr 2019; 191: 192 – 198