Gastroenterologie up2date 2019; 15(01): 6-7
DOI: 10.1055/a-0836-7259
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Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

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Publication Date:
27 March 2019 (online)

Die endoskopische Polypektomie von Adenomen ist nach wie vor der Goldstandard in der Prävention eines kolorektalen Karzinoms (KRK). Das Risiko der Entwicklung weiterer, metachroner Adenome bedingt jedoch die Notwendigkeit einer weiteren endoskopischen Nachsorge. Überwachungskoloskopien als Mittel der Sekundärprophylaxe von Kolonadenomen und damit der Primärprophylaxe von KRK erfreuen sich jedoch aufgrund ihres invasiven Charakters und der notwendigen Darmvorbereitung nur geringer Beliebtheit bei den Patienten. Was liegt also näher als der Versuch, die Neubildung von Kolonadenomen (klassisch oder sessil serratiert) durch Chemoprävention zu verhindern oder zu minimieren. Die vorliegende Studie von Hull et al. [1] hat dieses Konzept nun mit zwei Substanzen, die jeweils für sich schon eine gewisse Evidenz in der Chemoprävention von KRK (ASS) [2] und von Rektumpolypen bei FAP-Patienten (Omega-3-Fettsäure: Eicosapentaensäure) [3] besitzen, jeweils als Monotherapie und in Kombination gegen Placebo untersucht.